Vierte Zusammenarbeit von Regisseur Rudolf Thome und Hannelore Elsner.

Kinostart: 16.11.2006

Hannelore Elsner

Hannelore Elsner
als Annabella Silberstein

Karl Kranzkowski

Karl Kranzkowski
als Jonathan Fischer

Adriana Altaras

Adriana Altaras
als Isabella Goldberg

Serpil Turhan
als Leila

Joya Thome
als Jade Goldberg

Nicolai Thome
als Michael Silberstein

Cornelius Schwalm
als Hans

Hansa Czypionka
als Josef Erdmann

Guntram Brattia
als Giorgio Brassini

Nicole Becker
als Frau Erdmann

Stephan Korves
als G

Sophie Marland
als Gabriella

Claudio Maniscalco
als Kommissar

Die Handlung von Rauchzeichen

Nach langer Reise landet Jonathan Fischer (Karl Kranzkowski) auf Sardinien und kehrt im Gästehaus von Isabella Goldberg (Adriana Altaras) und Annabella Silberstein (Hannelore Elsner) ein. In deren Haus geht nicht alles mit erklärbaren Dingen zu, wie Jonathan schon beim umständlichen Ritual des Eincheckens feststellt. Später begegnet ihm in dem Gebäude seine vierzehn Jahre alte Tochter Jade, und er beginnt sich in Annabella zu verlieben. Selbst, als die Realität mit Bauarbeitern und Polizistin einfällt, bleibt das Idyll erhalten.

In der vierten Zusammenarbeit von Regisseur Rudolf Thome und Schauspielerin Hannelore Elsner wird vor surreal anmutendem Background eine Liebesgeschichte erzählt.

Jonathan Fischer wird nach einer langen Reise nach Sardinien im Gästehaus der beiden Frauen Annabella und Isabella aufgenommen. Kurz darauf begegnet er seiner Tochter Jade wieder und verliebt sich in Annabella. Dann jedoch stört ein tragisches Ereignis das Glück der Bewohner. Ein selbst deklarierter Kino-Gott bringt sich um, und eine Prinzessin wird erschossen.

Kritik zu Rauchzeichen

Im dritten Teil seiner Zeitreisen-Trilogie räsoniert Rudolf Thome nicht nur über die Liebe und das Leben, sondern auch über Terrorismus, das Kino und den Tod.

Im Vergleich zu seinem vorangegangenen Film, dem minimalistischen Zwei-Personen-Stück "Du hast gesagt, dass Du mich liebst", geht es in Rudolf Thomes aktuellem Werk regelrecht turbulent zu. Der ehemalige Filmkritiker und Veteran des Neuen Deutschen Films mixt in "Rauchzeichen", mit der er seine Zeitreisen-Trilogie abschließt, nicht nur mehrere Genres, er präsentiert auch gleich ein halbes Dutzend Hauptfiguren, allesamt verkörpert von seinen bevorzugten Darstellern.

Los geht es mit der Einstellung eines Flugzeugs, das auf Sardinien landet. An Bord befindet sich Jonathan "Joe" Fischer (Karl Kranzkowski), der die letzten 14 Jahre in den USA gelebt hat. Jetzt kreuzt er unangemeldet in jener Pension auf, die seine Ex-Frau betreibt. Doch die ist nicht da. Und von den Menschen, die dort leben, wird Joe nicht gerade freundlich empfangen. Nur Annabella (Hannelore Elsner), eine ehemalige Astronautin und nun zweite Chefin des Hauses, scheint ihn zu mögen. Zwischen den beiden bahnt sich eine leidenschaftliche Liebesbeziehung an. Daran ändert das Auftauchen von Joes Ex Isabella (Adriana Altaras) und deren gemeinsamer Tochter ebenso wenig wie zwei mysteriöse Todesfälle. Erst wird Leila (Serpil Turhan), eine arabische Prinzessin, die mit einer Terrororganisation in Verbindung gebracht wurde, ermordet, dann nimmt sich Hans (Cornelius Schwalm), der sich selbst als Gott des Kinos bezeichnet, das Leben. Annabella und Joe stört das nicht. Unbeirrt planen die zwei ihre Hochzeit und außerdem einen großen Teich, dessen Grube sie aus praktischen Gründen gleich als Grab für die beiden Leichen nutzen.

Dieses Mal gibt sich Thome nicht damit zufrieden, lediglich den mannigfaltigen Facetten der Liebe auf den Grund zu gehen. Denn "Rauchzeichen" birgt nebenbei sowohl Elemente des Westerns als auch des Science-Fiction, kann aber gleichzeitig zudem als Polit-Thriller oder philosophische Reflektion über unser Dasein gelesen werden. Stilistisch ist Thome sich allerdings treu geblieben. Die Kamera beobachtet ruhig das Geschehen, die Action findet im Kopf des Zuschauers statt. Die Dialoge sind auf das Wesentliche reduziert, die Charaktere wirken phasenweise seltsam entrückt. der Humor ist trocken, beiläufig - und bisweilen wohl auch unbeabsichtigt. Gedreht hat der Regisseur übrigens auf dem Anwesen seiner Cutterin Dörte Völz. Das spart Kosten und erhält dem deutschen Kino so die vom Aussterben bedrohte Spezies des Autorenfilmers. lasso.

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Info

Plakat des Films: Rauchzeichen

Kinostart: 16.11.2006

Deutschland 2005

Länge: 2 h 4 min

Genre: Drama

Originaltitel: Rauchzeichen

Regie: Rudolf Thome

Drehbuch: Rudolf Thome

Musik: Katia Tchemberdji

Produktion: Rudolf Thome

Kostüme: Lucie Bates

Kamera: Ute Freund

Schnitt: Dörte Völz-Mammarella

Ausstattung: Susanna Cardelli