Drama über die Verbrüderung deutscher, englischer und französischer Soldaten am Weihnachtsabend 1914 an der Westfront in Nordfrankreich.

Kinostart: 21.12.2017

Diane Kruger

Diane Kruger
als Anna S

Benno Fürmann

Benno Fürmann
als Nikolaus Sprink

Guillaume Canet

Guillaume Canet
als Lieutenant Audebert

Daniel Brühl
als Horstmayer

Gary Lewis
als Palmer

Dany Boon
als Ponchel

Lucas Belvaux
als Gueusselin

Bernard Le Coq
als General

Steven Robertson
als Jonathan Dale

Alex Ferns
als Gordon

Thomas Schmauser
als Kronprinz

Joachim Bißmeier
als Zimmermann

Frank Witter
als J

Christopher Fulford
als Major

Robin Laing
als William

Ian Richardson
als Bischof

Jan Hutter

Die Handlung von Merry Christmas

Frankreich im Dezember 1914. Auf vergleichsweise engem Raum von wenigen hundert Quadratmetern liegen sich bei klirrender Kälte französisch-britische und deutsche Verbände kampfbereit gegenüber. Als jedoch am Weihnachtsabend vom jeweils anderen Schützengraben Musik herüber schallt, beschließen die Truppen beider Seiten, für einen kurzen Zeitraum die Waffen beiseite zu legen und gemeinsam zu feiern.

Von einem verbürgten Ereignis aus dem Ersten Weltkrieg, das wie kaum ein zweites die Perversion der damaligen Situation unterstreicht und leider nicht zum Frieden beitragen konnte, berichtet diese mit europäischen Stars reich bestückte Co-Produktion der damals beteiligten Kriegsnationen - gerade recht zur Weihnachtszeit.

Weihnachten 1914, an der Westfront in Nordfrankreich: Französische, britische und deutsche Truppen hoffen nach monatelanger Kriegsführung auf ein Ende des Tötens. Schließlich verständigen sich die einfachen Soldaten auf beiden Seiden der Schützengräben auf einen inoffiziellen Waffenstillstand am Weihnachtsabend. Die Verbrüderung mit dem Feind alarmiert schließlich die Heeresleitungen.

Im Ersten Weltkriegs dient der Tenor Nikolaus Sprink 1914 an der Westfront. Seine Lebens- und Bühnenpartnerin Anna Sörensen besteht darauf, im Truppenlager ein gemeinsames Adventskonzert zu geben. Während des Liedes "Stille Nacht" stimmen von jenseits der Frontlinie die Dudelsäcke der Briten ein. Die Kommandanten der Regimenter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien einigen sich auf einen spontanen Waffenstillstand bis Weihnachten, doch jedem ist klar, dass die Idylle nicht von Dauer sein kann.

Kritik zu Merry Christmas

Ganz auf die Stärke der - authentischen - Geschichte und die Kraft seiner Darsteller setzt Christian Carion in seinem zutiefst emotionalen, angenehm konventionell erzählten Erster-Weltkriegs-Drama. Für die europäische Produktion ziehen von deutscher Seite Benno Fürmann, Diane Krüger und Daniel Brühl ins Feld, wo es am Weihnachtsabend 1914 inmitten der Kriegswirren zur Verbrüderung verfeindeter Soldaten kommt. In Cannes außer Konkurrenz gezeigt, wurde der einprägsame Anti-Kriegsfilm vom Premierenpublikum mit stehenden Ovationen geehrt.

Schauplatz der bewegenden Geschichte sind u. a. drei der am Krieg beteiligten Länder, und Schauspieler aus diesen drei Nationen, die in ihren jeweils eigenen Sprachen spielen, bilden den durchweg guten pan-europäischen Cast, den von französischer Seite Guillaume Canet und von schottischer Gary Lewis komplettieren. Gedreht wurde in Frankreich, Deutschland und Schottland, der Set der Kernhandlung an der Front wurde in Rumänien errichtet. Anders als die großen Kriegsfilm-Vorbilder unternimmt der Regisseur erst gar nicht den Versuch, die Schrecken des Krieges in aller drastischen Härte in Szene zu setzen. Stattdessen setzt er auf private Ereignisse und liefert damit packendes Emotionskino, das die Sinnlosigkeit des Krieges umso eindringlicher unter Beweis stellt. Er trifft, in ruhiger Breitwand-Fotografie, im Matsch und Schnee, genau den richtigen Ton für die emotionsgeladene Stimmung dieses einen Tages, dieser einen Stunde in der Weihnachtsnacht im ersten Kriegswinter 1914, um die es ihm geht.

Zu Weihnachten schickt jede Seite ihren Soldaten das Beste an die Front, was die Heimat zu bieten hat. Die dänische Sopranistin Anna Sorensen (Diane Krüger) hat vom Kaiser persönlich einen Passierschein erwirkt, um am Weihnachtsabend ein Konzert an der Front mit ihrem Geliebten, dem berühmten Tenor Nikolaus Sprink (Benno Fürmann), geben zu können, der unter dem mehrsprachigen Lt. Horstmayer (Daniel Brühl) dient. Auch wenn Sprink sich über das Wiedersehen mit Anna freut, fühlt er doch, dass sein Platz bei den Kameraden an der Front ist und kehrt dorthin zurück, begleitet von Anna. Überwältigt von seinen Gefühlen, verlässt er den Schützengraben und stimmt mitten auf dem Schlachtfeld ein Weihnachtslied an, in das bald schottische Dudelsackbläser einfallen. Nach und nach kommen die Männer aus ihren Schutzwällen, singen gemeinsam, teilen Zigaretten und Champagner und verständigen sich, so gut sie können. Die drei Befehlshaber rufen einen Waffenstillstand aus, doch das Gefühl der Heiligen Nacht weicht am nächsten Morgen der Ernüchterung.

Inspiriert von Yves Buffetauts Buch "Battles of Flanders and Artois 1914 - 1918", schrieb Carion das Drehbuch selbst und setzt, ohne je in triefende Sentimentalität zu verfallen, diesem ungewöhnlichen Akt von Menschlichkeit ein Denkmal, das gerade in der Vorweihnachtszeit, wenn Koproduzent Senator den Film in die Kinos schickt, die Zuschauer bewegen wird. boe.

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Info

Plakat des Films: Merry Christmas
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 21.12.2017

Belgien/Deutschland/Frankreich/Großbritannien/Rumänien 2005

Länge: 1 h 55 min

Genre: Drama

Originaltitel: Joyeux Noël

Regie: Christian Carion

Drehbuch: Christian Carion

Musik: Philippe Rombi

Produktion: Christophe Rossignon

Kostüme: Alison Forbes-Meyler

Kamera: Walther Ende

Schnitt: Andrea Sedlácková

Ausstattung: Jean-Michel Simonet

Website: http://www.merrychristmas-derfilm.de