Eine junge Frau versucht der unglücklichen Liebe zum Lebensgefährten ihrer besten Freundin durch eine spontane Reise nach Marseille zu entkommen.

Kinostart: nicht bekannt

Maren Eggert

Maren Eggert
als Sophie

Emily Atef

Emily Atef
als Zelda

Alexis Loret
als Pierre

Alexander Simon
als Sophies Nachbar

Marie-Lou Sellem
als Hanna

Eva Lageder
als Freundin von Pierre

Elisabeth Beyer
als Freundin von Pierre

Devid Striesow
als Ivan

Mathias Baudez
als Freund von Pierre

Verena Jasch
als Arbeiterin

Jérome Leleu
als Freund von Pierre

Ekaterina Medvedeva
als Arbeiterin

Beniamin Granier
als Freund von Pierre

Wolfgang Michael
als Schauspieler

Sophie Aigner
als McDonald's Mitarbeiterin

Friederike Kammer
als Schauspielerin

Jürgen Gosch
als Regisseur

Frédéric Moriette

Louis Schanelec
als Anton

Bettina Schneider
als Arbeiterin

Jaqueline Lüthke-Pott
als Arbeiterin

Özen Erfurt
als Arbeiter

Maria Louisa Ponte
als Ivans Assistentin

Christian Mazzuchini
als Kommissar

Die Handlung von Marseille

Sophie (Maren Eggert), eine junge Fotografin aus Berlin, hat sich in Ivan (Devid Striesow) verliebt. Der ist dummerweise der Lebensgefährte ihrer besten Freundin Hanna (Marie-Lou Sellem) und Vater eines Kindes. Um dem Konflikt aus dem Weg zu gehen, tauscht sie das Apartment mit einer Studentin aus Marseille. In der südfranzösischen Hafenstadt versucht sie, Ablenkung und neue Perspektiven zu gewinnen. Anfangs erscheint ihr Marseille in der kühlen Februarsonne zwar wenig heimelig, doch spätestens im zweiten Anlauf taut Sophie auf.

Selbstfindung und Flucht nach vorn sind auch im vierten, ebenso bildgewaltigen wie dialogarmen Film von Regisseurin und dffb-Absolventin Angela Schanelec die zentralen Themen.

Sophie, eine junge Fotografin, tauscht ihre Berliner Wohnung mit einer Studentin in Marseille. Allein streift sie durch die fremde Stadt, die in der kühlen Februarsonne abweisend scheint. Nach ihrer Rückkunft in Berlin wird Sophie wieder mit dem Alltag konfrontiert, ihrer Liebe zu Ivan, dem Mann der besten Freundin. Sie entscheidet sich, nach Marseille zurückzukehren.

Die junge Berliner Fotografin Sophie lässt sich auf einen Wohnungstausch mit einer französischen Studentin ein. In Marseille ist sie zuerst von der wenig romantischen Februaratmosphäre entsetzt. Dann aber lässt sich die junge Frau durch die Mittelmeermetropole treiben, lernt einen Automechaniker kennen, besorgt sich ein Auto und erfährt Tage ohne Termindruck und Verabredungen. Bald wird klar, dass sie ihr Leben umkrempeln muss. Doch zurück in Berlin stellt sich das als kaum möglich heraus.

Junge Berliner Fotografin lässt sich auf einen Wohnungstausch mit einer französischen Studentin ein. Ruhiges, aber kraftvolles Frauendrama für anspruchsvolle Cineasten, in Cannes wohlwollend aufgenommen.

Kritik zu Marseille

Mit ihrem vierten Film "Marseille", der nach "Plätze in Städten"(1998) im Certain Regard läuft, geht Angela Schanelec den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Wie immer geschieht auf den ersten Blick nicht viel: eine junge Fotografin fährt nach Marseille, je mehr sie sich treiben lässt, um so mehr wird ihr bewusst, dass sie ihr Leben ändern muss. Weggehen, um anzukommen - die Rätselhaftigkeit der bisherigen Filme wird hier auf die Spitze getrieben.

Die Figuren der dffb-Absolventin leben in ständigem Widerspruch zwischen dem Ausgeliefertsein und dem Versuch, sich dagegen aufzulehnen. "Ein letztendlich unlösbarer Konflikt", wie die Regisseurin meint. Die Erzählung erstreckt sich über mehrere Wochen.

Sophie, eine junge Fotografin, tauscht ihre Berliner Wohnung mit einer Studentin in Marseille. Allein streift sie durch die fremde Stadt, die in der kühlen Februarsonne abweisend scheint, nur wenige Strahlen wärmen die kalte Seele. Ein junger Mechaniker aus einer Autowerkstatt leiht ihr sein Auto, nach zwei Tagen treffen sie sich wieder und verbringen den Abend parlierend in einer Bar. Nach ihrer Rückkunft in Berlin wird Sophie wieder mit dem Alltag konfrontiert, ihrer Liebe zu Ivan, dem Mann der besten Freundin. Wenn die Theaterproben hat, kümmert sich Sophie (ein Kameragesicht: Maren Eggert) um den kleinen Sohn. Sie entscheidet sich, endlich loszulassen und nach Marseille zurückzukehren.

Langsam und ruhig erzählt Angela Schanelec von Einsamkeit und Verlorenheit. Flohen die Protagonistinnen ihrer anderen Filme vor sich selbst nach Rom oder Paris, erliegt Sophie dem spröden Charme der südfranzösischen Hafenstadt. Es gibt kaum Zwischenschnitte, die meisten Sequenzen sind in langen Einstellungen gedreht. Die ersten 20 Minuten wird wenig gesprochen, es fallen kryptische Sätze wie "Man muss das Ende finden, man muss es lernen". Die Frau beobachtet das Leben, anstatt zu leben. Später in Berlin nennt die Freundin das dominierende Gefühl des Films beim Namen, "Schmerz, Hoffnung, Verzweiflung". Die lockere Verbindung assoziativer Bilder und Sätze, die fragmentarische Erzählstruktur, das situative Einfangen von Stimmungen und Beziehungskonstellationen macht es dem am Unterhaltungskino gewöhnten Zuschauer nicht gerade einfach der Momenthaftigkeit zu folgen. Aber seltsamerweise spinnt man das Puzzle-Spiel im Kopf weiter, lange nachdem man das Kino verlassen hat. Eigentlich doch ein gutes Zeichen. mk.

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Info

Plakat des Films: Marseille

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2004

Länge: 1 h 34 min

Genre: Drama

Originaltitel: Marseille

Regie: Angela Schanelec

Drehbuch: Angela Schanelec

Produktion: Michael Weber, Michael Weber, Florian Koerner von Gustorf, Florian Koerner von Gustorf, Julien Berlan

Kostüme: Anette Guther

Kamera: Reinhold Vorschneider

Schnitt: Bettina Boehler

Ausstattung: Felicity Good, Ulrika Andersson

Website: http://www.peripherfilm.de/marseille/index.html