Anna Magnani scheitert für Pier Paolo Pasolini am Aufstieg aus dem Proletariat ins Kleinbürgertum.

Kinostart: 07.11.1985

Handlung

Die nicht mehr ganz junge römische Prostituierte Mamma Roma sehnt sich nach einem bürgerlichen Leben für sich und ihren Sohn Ettore, der auf dem Land lebt und nichts vom Beruf seiner Mutter ahnt. Mit gespartem Geld kann sie sich eine Wohnung kaufen und einen Gemüsestand eröffnen. Sie holt Ettore zu sich, der durch den Kontakt mit anderen Heranwachsenden in der Vorstadt auf die schiefe Bahn gerät, während Mama Roma in Form ihres Ex-Zuhälters von der Vergangenheit eingeholt wird. Auch Ettore erfährt schließlich davon, wird bei einem Diebstahl verhaftet und stirbt im Gefängnis.

Kritik

Zweite Regiearbeit von Pier Paolo Pasolini ("Accatone"), der in stilisierten Bildern vom zum Scheitern verurteilten Versuch eines Aufstiegs vom Proletariat ins Kleinbürgertum erzählt. Erneut vertraut Pasolini auf Laienschauspieler - mit der Ausnahme von Anna Magnani ("Rom, offene Stadt") in der Hauptrolle, die trotz Pasolinis Kritik an ihrer Leistung zu ihren besten Rollen zählt. Die Vorliebe Pasolinis für die Einarbeitung christlicher Symbolik wird am deutlichsten in der Sterbeszene Ettores, der mit ausgebreiteten Armen auf einen Tisch gefesselt liegt und dabei an Renaissance-Darstellungen der Kreuzigung erinnert.

Wertung Questions?

Filmwertung

Redaktion
-
User
1
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
5
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Mamma Roma
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 07.11.1985

Italien 1962

Länge: 1 h 46 min

Genre: Drama

Originaltitel: Mamma Roma

Regie: Pier Paolo Pasolini

Drehbuch: Pier Paolo Pasolini

Produktion: Alfredo Bini

Kamera: Tonino Delli Colli