Komödie über eine zerrüttete Londoner Familie mit drei Kindern, die zu Besuch beim Clanoberhaupt in Schottland das Wesentliche über das Lebensglück lernen.

Kinostart: 20.11.2014

Rosamund Pike

Rosamund Pike
als Abi

David Tennant
als Doug

Billy Connolly

Billy Connolly
als Gordie McLeod

Ben Miller
als Gavin

Amelia Bullmore
als Margaret

Emilia Jones
als Lottie

Bobby Smalldridge
als Mickey

Harriet Turnbull
als Jess

Lewis Davie
als Kenneth

Celia Imrie
als Agnes

Annette Crosbie
als Doreen

Handlung

Als Doug, Abi und ihre drei Kinder von London zum Kurztrip ins schottische Hochland aufbrechen, um dort den 75. Geburtstag von Dougs Vater zu feiern, werden die Brüche im Familienleben schnell deutlich. Die getrennt lebenden Ehepartner streiten ständig, verstören die Kinder, die bei ihrem liebenswert-versponnenen Großvater Verständnis und Harmonie finden. Bei einem Ausflug an den Strand zeigt sich den Kindern, wie wunderschön, traurig und rätselhaft das Leben sein kann, das sie unerwartet mit einer großen Aufgabe konfrontiert.

Kritik

Im schottischen Hochland sorgen selbst die Tiefpunkte einer gestörten Familiendynamik für Komik und Rührung.

Als Familienunterhaltung mit Witz, Herz und einem Hauch von finalem Kitsch präsentiert sich diese Komödie der TV-Autoren Andy Hamilton und Guy Jenkin. Dass diese britischen Humorspezialisten seit Jahrzehnten zusammenarbeiten und mit jeweils drei Kindern auch ähnliche private Erfahrungen teilen, verleiht ihrem Film Intimität und Authentizität in der Darstellung kindlicher Erlebniswelten. Von Beginn an liegt der Fokus auf den drei jungen Hauptfiguren und wie sie diesen merkwürdigen, rätselhaften Kosmos der Erwachsenen zu deuten und verstehen versuchen.

Der 75.Geburtstag ihres liebenswert-versponnenen schottischen Großvaters wird für die in London lebenden Enkel zum Anlass eines Kurztrips, der die Brüche in der Beziehung ihrer getrennt lebenden Eltern (Rosamund Pike, David Tennant) für den ganzen Clan deutlich macht, ohne die Hoffnung auf ein harmonisches Miteinander unter dem Beziehungsschutt zu begraben. Dem versöhnlichen, familienfreundlichen Finale steht ein Einstiegsbild gegenüber, in dem die Postkartenidylle des schottischen Hochlands zwar mit Stolz vorgeführt, aber mit einem massiven Bruch knallhart beendet wird. Diese Koexistenz von Traum und Wirklichkeit, von Glück und Leid, von der Magie des Kindesalters und deren Verlust in der Realität der Erwachsenen zieht sich unauffällig durch den Film. Sympathisches und humorvolles Bindeglied zwischen diesen Welten ist das schottische Original Billy Connolly als kauziger, krebskranker Großvater, der den Enkeln gesammelte Lebensweisheit mit Nachhaltigkeit vermittelt.

Denkwürdiges Zentrum dieser Erfahrung ist eine lange Sequenz über einen Strandausflug, den das hohe Alter mit der Jugend macht. Hier ereignet sich etwas ganz Natürliches, das der Film mit außergewöhnlicher Authentizität zeichnet, dabei die Kluft zwischen der kindlichen und der erwachsenen Welt so berührend wie auch witzig illustriert. Zum Ende hin kippt "Ein Schotte macht noch keinen Sommer" leicht ins Formelhafte, heizt Konflikte mit Behörden und Medien übertrieben hoch. Ihren Charme allerdings verliert diese Komödie nie, gefällt mit Wärme, kindlicher Direktheit und Situationskomik als Unterhaltung für alle Generationen. kob.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 20.11.2014

Großbritannien 2014

Länge: 1 h 36 min

Genre: Komödie

Originaltitel: What We Did on Our Holiday

Regie: Andy Hamilton, Guy Jenkin

Drehbuch: Andy Hamilton, Guy Jenkin

Musik: Alex Heffes

Produktion: David M. Thompson, Dan Wich

Kostüme: Rhona Russell

Kamera: Martin Hawinks

Schnitt: Steve Tempia

Ausstattung: Pat Campbell

Website: http://www.schottensommer.de