Volker Schlöndorffs Verfilmung des gleichnamigen französischen Theaterstücks um ein ausgefeiltes Duell der Worte zur Rettung von Paris 1944.

Kinostart: 28.08.2014

André Dussollier

André Dussollier
als Konsul Raoul Nordling

Niels Arestrup

Niels Arestrup
als General Dietrich von Choltitz

Burghart Klaußner

Burghart Klaußner
als Hauptmann Werner Ebernach

Robert Stadlober
als Leutnant Bressensdorf

Charlie Nelson
als Concierge

Jean-Marc Roulot
als Jacques Lanvin

Stefan Wilkening
als Obergefreiter Mayer

Thomas Arnold
als Oberleutnant Hegger

Lucas Prisor
als SS-Offizier 1

Attila Borlan
als SS-Offizier 2

Claudine Acs
als Zimmerm

Dominique Engelhardt
als Soldat Hans

Johannes Klaussner
als junger Soldat, 18 Jahre

Charles Morillon
als Wache Vorzimmmer

Jochen Hägele
als Gefolge-Soldat

Jean-Cyril Durieux
als Gefolge-Soldat

Die Handlung von Diplomatie

Sommer 1944. Hitler erlässt die Order, dass Paris dem Feind "nicht oder nur als Trümmerfeld" überlassen werden darf. General Dietrich von Choltitz ist der Mann, der sicherstellen soll, dass dieser barbarische Plan auch durchgeführt wird, den Eiffelturm, den Louvre, die Kathedrale Notre-Dame und die Brücken über der Seine hat er bereits verminen lassen. Der schwedische Generalkonsul Raoul Nordling versucht dies zu verhindern, schleicht sich am 25. August durch einen unterirdischen Geheimgang ins deutsche Hauptquartier ein und stellt Choltitz zur Rede.

Sommer 1944. Hitler erlässt die Order, dass Paris dem Feind "nicht oder nur als Trümmerfeld" überlassen werden darf. General Dietrich von Choltitz ist der Mann, der sicherstellen soll, dass dieser Plan durchgeführt wird, den Eiffelturm, den Louvre, Notre-Dame und die Brücken hat er bereits verminen lassen. Der schwedische Generalkonsul Raoul Nordling versucht dies zu verhindern, schleicht sich am 25. August durch einen unterirdischen Geheimgang ins deutsche Hauptquartier ein und stellt Choltitz zur Rede.

Ein schwedischer Generalkonsul stellt einen deutschen General zur Rede, um Paris vor der Zerstörung durch die Nazis zu retten. Volker Schlöndorffs Verfilmung des gleichnamigen französischen Theaterstücks.

Kritik zu Diplomatie

Spannendes Kammerspiel über das fiktive Treffen im Sommer 1944 zwischen dem deutschen General von Choltitz und dem schwedischen Generalkonsul Nordling, der die Zerstörung von Paris verhindern will.

"Paris darf nicht oder nur als Trümmerfeld in die Hand des Feindes fallen", so lautete Hitlers Befehl am 23. August 1944 angesichts des alliierten Vormarsches auf die französische Hauptstadt. Organisieren sollte die Wahnsinnstat der deutsche General Dietrich von Choltitz. Erst wenige Tage vorher zum "Kommandierenden General und Wehrmachtbefehlshaber von Groß-Paris" ernannt, führte der den Befehl nicht aus, sondern kapitulierte am 25. August 1944 und übergab die relativ intakte Stadt den Siegern. Über die Gründe der Befehlsverweigerung kursieren die unterschiedlichsten Spekulationen. Volker Schlöndorff reizte die politische Dimension und die Würdigung der Seinemetropole, die er bis in den letzten Winkel während seiner Tätigkeit als Regieassistent bei Louis Malle und Jean-Pierre Melville erkundete.

Rein fiktiv beschreibt er die Schicksalsnacht vom 24. auf den 25. August. Choltitz und seine Männer haben alles für die Sprengung vorbereitet, Notre Dame, Louvre, Eiffelturm, die Seinebrücken, alle Wahrzeichen sind vermint. Der Tod von Hunderttausenden Bürgern wird in Kauf genommen. Über einen Geheimgang, den Napoleon III. benutzte, um ungesehen zu seiner Geliebten zu gelangen, steht plötzlich der schwedische Konsul Raoul Nordling vor dem überraschten Deutschen im Hauptquartier und will ihn von seinem Vorhaben abbringen, beschwört die Schönheit der Stadt und appelliert an Choltitz' Verantwortung. Beginn einer hochspannenden Auseinandersetzung, die nicht eine Sekunde langweilt, obwohl der Ausgang bekannt ist. Zwar kannten sich beide durch Verhandlungen über Soldatenaustausch, aber das Gespräch selbst fand nie statt.

Es geht Schlöndorff um die Psyche des deutschen Generals, nicht um historische Genauigkeit oder Authentizität, er lässt die Fantasie schweifen. Wie Diplomat und Soldat einander umkreisen, das erinnert an einen Boxkampf, an ein Kräftemessen, bei dem jeder den anderen beobachtet. Das gelingt perfekt, vielleicht auch weil die Darsteller Niels Arestrup (Choltitz) und André Dussollier (Nordling) schon in Cyril Gélys Theaterversion auftrumpften - wie jetzt auf der Leinwand in diesem brillanten Kammerspiel, ein scharfes Duell der Worte und des Intellekts. Vor allem Dussolliers schillernde Figur und seine Motivation bleiben undurchschaubar. Als dritte Figur punktet Paris mit seinem unzerstörbaren Mythos. Allein der Blick aus dem Fenster auf die nächtliche Stadt ist eine Liebeserklärung. mk.

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Info

Plakat des Films: Diplomatie
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 28.08.2014

Deutschland/Frankreich 2014

Länge: 1 h 24 min

Genre: Drama

Originaltitel: Diplomatie

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Volker Schlöndorff, Cyril Gély

Buchvorlage: Cyril Gély

Musik: Jörg Lemberg

Produktion: Sidonie Dumas, Marc de Bayser, Frank Le Wita, Francis Boespflug

Kostüme: Bettina Marx

Kamera: Michel Amathieu

Schnitt: Virginie Bruant

Ausstattung: Jacques Rouxel

Website: http://www.diplomatie-film.de