TV-Krimi mit Sophie von Kessel in der Titelrolle.

Kinostart: nicht bekannt

Sophie Kessel

Sophie Kessel
als Hanna Meiwald

Matthias Brandt

Matthias Brandt
als Kommissar Arnsberger

Tim Bergmann

Tim Bergmann
als Finn Breuer

Monika Baumgartner
als Gerda Bichler

Tilo Prückner
als Joseph "Joe" Bichler

Peter Mitterrutzner
als Helmut Meiwald

Harry Täschner
als Alois Zenz

Dieter Kirchlechner
als Werner Zenz

Peter Rühring
als Georg B

Stefanie Poser
als Melanie

Matthias Kupfer
als Peter Waldhauser

Michael A. Grimm
als Maximilian Sommer

Heinz-Josef Braun

Ulla Geiger
als Rosi

Peter Ender
als Dr. Thomas Hirthe

Handlung

Um den Verbleib ihres demenzkranken Vaters zu regeln, kehrt die erfolgreiche Wirtschaftsprüferin Hanna widerwillig in ihr Heimatdorf zurück. Sie hat viele Jahre lang keinen Kontakt zu dem alten Mann gehabt, der als Mörder ihrer Mutter verurteilt wurde. Der geplante Kurzaufenthalt bekommt jedoch eine neue Dimension, als der Vater sich das Leben nimmt. Hanna rollt nun den alten Mordfall neu auf.

Kritik

Ein offenbar verwirrter älterer Mann läuft auf Bahngleisen entlang und bemerkt nicht die drohende Gefahr durch den von hinten herannahenden Zug. In letzter Minute wird er von einem jungen Mann gerettet.

Nach diesem dramatischen Beginn schaltet Regisseur Johannes Fabrick in "Die Tochter des Mörders" zunächst einen Gang zurück und erklärt in dialoglastigen Szenen die Personenkonstellation dieser Eröffnungsszene. Bei dem beinahe zu Tode gekommenen Mann handelt es sich um den demenzkranken Helmut Meiwald (gespielt von Peter Mitterrutzner), der Retter ist sein Arzt Dr. Finn Breuer (Tim Bergmann)

Meiwald ist ein verurteilter Mörder, der vor mehr als 30 Jahren seine Ehefrau umgebracht haben soll. Tochter Hanna (Sophie von Kessel), die zum Tatzeitpunkt fünf Jahre alt war, hat den Kontakt zu Helmut abgebrochen, wird nun aber wieder mit der Vergangenheit konfrontiert, als ihr Ex-Freund Finn mit ihr wegen der fortschreitenden Krankheit des Vaters Kontakt aufnimmt.

Mit der Rückkehr Hannas, die mittlerweile in der Großstadt eine Karriere als Wirtschaftsprüferin gemacht hat, in ihr Heimatdorf, nimmt die Geschichte eine überraschende Wendung. Der Selbstmord des Vaters, der im Abschiedsbrief seine Unschuld beteuert, wird zum Ausgangspunkt einer spannenden Handlung, in deren Verlauf die Tochter die wahre Identität des Mörders aufdeckt.

Fabrick, der nach einem Drehbuch von Claudia Kaufmann inszenierte, steigert die Intensität des Dargestellten kontinuierlich, schreckt bei der Darstellung des Mordes, der in der Erinnerung der traumatisierten Hanna immer detaillierter zum Vorschein kommt, auch vor recht drastischen Bildern nicht zurück.

Reizvoll sind die gelegentlich eingestreuten Aufnahmen der oberflächlichen Dorfidylle, mit denen der Regisseur die sich auftuenden Abgründe rund um den ungesühnten Mordfall konterkariert. Auch Versatzstücke aus dem Suspense- und Horror-Genre lässt Fabrick einfließen. So spielt unter anderem das verlassene Haus mitsamt dem düsteren Keller, in dem der Mord geschah, eine zentrale Rolle im Filmgeschehen.

Verlassen kann sich der Regisseur zudem auf seine beiden Hauptdarsteller: Sophie von Kessel stellt die Wandlung von der kühlen Geschäftsfrau zur getriebenen Ermittlerin in eigener Sache in vollauf überzeugende Form dar. Matthias Brandt avanciert in der Rolle des Kommissars Arnsberger, der den alten Fall freundlicher, aber unnachgiebig wieder aufrollt, zum großer Sympathieträger des Films.

Insgesamt ein gelungener, außergewöhnlicher TV-Thriller, der es zudem schafft, bei der finalen Aufklärung des Mordes für ein Überraschungsmoment zu sorgen. jl.

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Info

Plakat des Films: Die Tochter des Mörders

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2010

Genre: Thriller

Originaltitel: Die Tochter des Mörders

Regie: Johannes Fabrick

Drehbuch: Claudia Kaufmann

Musik: Manu Kurz

Produktion: Sarah Birnbaum, Uli Aselmann, Sophia Aldenhoven

Kostüme: Barbara Ehret

Kamera: Helmut Pirnat

Schnitt: Sandy Saffeels

Ausstattung: Johannes Sternagel