Deutschland 1949: In der noch jungen Republik findet Kriegsheimkehrer Erich langsam zur Normalität zurück. Mit Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu.

Kinostart: 14.02.2013

Szenenbild aus Die Quellen des Lebens mit Jürgen VogelJürgen Vogel

Jürgen Vogel
als Erich Freytag

Meret Becker

Meret Becker
als Elisabeth Freytag

Szenenbild aus Die Quellen des Lebens mit Moritz BleibtreuMoritz Bleibtreu

Moritz Bleibtreu
als Klaus Freytag

Lavinia Wilson
als Gisela Ellers

Kostja Ullmann
als Klaus Freytag, jung

Leonard Scheicher
als Robert, 13-17 Jahre

Lisa Smit
als Laura, 13-17 Jahre

Alexandros Gehrckens
als Robert, 7 - 10 Jahre

Ilyes Moutaoukkil
als Robert, 4 - 7 Jahre

Marie Becker
als Laura, 4 - 6 Jahre

Sonja Kirchberger
als Marie Freytag

Erika Marozsán
als Frau Werner

Steffen Wink
als Herr Werner

Margarita Broich
als Hildegard Ellers

Thomas Heinze
als Martin Ellers

Wilson Gonzalez Ochsenknecht
als Schwarz

Vincent Krüger
als Ackermann

Alexander Martschewski
als Gries

Anton Rattinger
als Kleptocek

Dietmar Mössmer
als Komorek

Rolf Zacher
als Erwin

Sabine Urig
als Frau Rammer

Eva Bay
als Annika

Michael Rast
als Kritiker

Handlung

Erich Freytag kehrt aus der Kriegsgefangenschaft in der fränkischen Provinz zurück und wird mit seiner Gartenzwerg-Fabrik Teil des deutschen Wirtschaftswunders. Sohn Klaus träumt derweil von einer Schriftstellerkarriere und verliebt sich in die aus einer reichen Familie stammende Gisela, die als Autorin reüssiert. Ihr gemeinsamer Sohn Robert passt nicht in ihr '68er Bohemeleben und so stecken die Eltern ihn ins Internat bzw. bringen ihn während der Ferien bei den Großeltern unter. Seine Odyssee hat erst ein Ende, als Robert seine Jugendliebe wieder trifft.

Erich Freytag kehrt aus der Kriegsgefangenschaft in der fränkischen Provinz zurück und wird mit seiner Gartenzwerg-Fabrik Teil des deutschen Wirtschaftswunders. Sohn Klaus träumt derweil von einer Schriftstellerkarriere und verliebt sich in die aus einer reichen Familie stammende Gisela, die als Autorin reüssiert. Ihr gemeinsamer Sohn Robert passt nicht in ihr '68er Bohemeleben und so stecken die Eltern ihn ins Internat bzw. bringen ihn während der Ferien bei den Großeltern unter. Seine Odyssee hat erst ein Ende, als Robert seine Jugendliebe wieder trifft.

Die Geschichte einer deutschen Familie - vom Ende des Zweiten Weltkriegs über das Wirtschaftswunder hinzu Hipiie-Ära. Zutiefst autobiographisches, melancholisch-ironisches Familienepon von Oskar Roehler, nach seinem Roman.

Kritik

"Wir werden uns an vieles erinnern, wenn wir den Film sehen: An unsere Kindheit, an unsere Jugend, an unser Erwachsenwerden. Aber auch an unsere Gefühle, an die unterschiedlichen Sinnlichkeiten jeder Epoche und unseren Weg durch das Labyrinth der Irrtümer unserer Vorfahren; all das steht in Zusammenhang mit der Liebe, wie sie die einzelnen Generationen für sich gesehen haben. Insofern ist es auch eine Odyssee voll skurriler und tragikomischer Aspekte..." So weit Oskar Roehler zu "Quellen des Lebens", der Verfilmung seines autobiographischen Romas "Herkunft", den er nach eigenem Drehbuch adaptierte.

Vom Kriegsheimkehrer Erich Freytag erzählt er, der in der fränkischen Provinz eine Gartenzwerg-Fabrik aufbaut und damit Teil des deutschen Wirtschaftswunders wird. Von dessen Sohn Klaus, der von einer Schriftstellerkarriere träumt, die dann aber seiner Frau Gisela gelingt, und von deren Sohn Robert. Der passt nicht in ihr '68er Berliner Boheme-Leben und so stecken die Eltern ihn ins Internat bzw. bringen ihn während der Ferien bei den Großeltern unter. Seine Odyssee hat erst ein Ende, als Robert als junger Mann seine Jugendliebe wieder trifft.

Geschichten aus der Bundesrepublik, die es so längst nicht mehr gibt. Ein melancholisch-ironisches, lässig gesponnenes Familienepos, das drei Generationen umspannt - von den braunen bis zu den "Flower Power"-Zeiten. West-Berlin, Käseigel, verwegen toupierte Frisuren, schwarzer Lidstrich, hämmernde Schreibmaschinen und Italienurlaub, eingehüllt in blauem Zigarettenrauch. Lustvoll spielt das deutsche Regie-Enfant-Terrible ("Elementarteilchen") mit Klischees, traut sich verwegene Farbspielereien wie einst Rainer Werner Fassbinder in "Lola" und trifft musikalisch mit Komponist Martin Todsharow ("Schutzengel") stets den richtigen Ton.

"Morning Has Broken" schmalzt Cat Stevens, um erste, um ewige Liebe geht es (auch), um Internatsgeschichten und um Roberts Kumpel Schwarz (Wilson Gonzalez Ochsenknecht), der eine Karriere als Zuhälter ins Auge fasst - immer Geld, immer Weiber, keine Arbeit. Deutschlands Schauspielelite, darunter Jürgen Vogel, Meret Becker, Moritz Bleibtreu, Lavinia Wilson, Kostja Ullmann und ein lustvoll aufspielender Thomas Heinze als spießiger Geldsack, versammelt sich vor Carl-Friedrich Koschnicks ("Jud Süß - Film ohne Gewissen") Kamera, der die "guten alten Zeiten" - Kaffeekränzchen und Vorgartenidylle inklusive - perfekt auszuleuchten versteht. Eine Klasse für sich ist die liebevolle, bis ins letzte Detail stimmige Ausstattung Eduard Krajewskis, die durch die sorgfältige Kostümauswahl noch unterstrichen wird. Ein hintersinniger bundesrepublikanischer Bilderbogen, der streckenweise ins Kitschige abgleitet. Aber das ist ja wohl der Sinn der Sache! geh.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 14.02.2013

Deutschland 2012

Länge: 2 h 53 min

Genre: Drama

Originaltitel: Quellen des Lebens

Regie: Oskar Roehler

Drehbuch: Oskar Roehler

Buchvorlage: Oskar Roehler

Musik: Martin Todsharow

Produktion: Stefan Arndt, Uwe Schott, Oliver Berben

Kostüme: Esther Walz

Kamera: Carl-Friedrich Koschnick

Schnitt: Peter R. Adam

Ausstattung: Eduard Krajewski

Website: http://www.quellendeslebens.x-verleih.de/

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