Boxer-Drama, in dem sich Meg Ryan in der Rolle von Amerikas erfolgreichster Box-Promoterin, Jackie Kallen, in einer harten, von Männern dominierten Welt behauptet.

Kinostart: nicht bekannt

Meg Ryan

Meg Ryan
als Jackie Kallen

Omar Epps

Omar Epps
als Luther Shaw

Tony Shalhoub

Tony Shalhoub
als Sam LaRocca

Kerry Washington
als Renee

Tim Daly
als Gavin Reese

Joe Cortese
als Irving Abel

Charles S. Dutton
als Felix Reynolds

Dean McDermott
als Pete

Tory Kittles
als Devon

Holt McCallany
als Doherty

Sean Bell
als Ray

Skye McCole Bartusiak
als Kleine Jackie

Juan Hernandez
als Pedro Hernandez

Michael Buffer
als Michael Buffer

Handlung

Niemand nimmt die zierliche Boxmanagerin Jackie Kallen (Meg Ryan) aus Detroit ernst, weil sie nun einmal eine Frau ist. Das ändert sich jedoch schlagartig, als Jackie mit dem lokalen Starpromoter La Rocca (Tony Shalhoub) wettet, dass sie dessen Boxstall-Loser, den talentierten, doch drogensüchtigen und unzuverlässigen Luther (Omar Epps), zum Gewinnertyp aufbauen kann. Jackie holt den erfahrenen Trainer Reynold (Charles S. Dutton) aus dem Ruhestand und erzielt bald bessere Resultate, als La Rocca lieb sein kann.

"Erin Brockovich" lässt schön grüßen, wenn in diesem auf wahren Ereignissen basierenden Hochglanz-Sportdrama eine Frau, der keiner etwas zutraut, einer selbstgefälligen Macho-Riege in den Allerwertesten tritt.

Als Promoterin Jackie Kallen dem Boxer Luther Shaw bei einem Kampf begegnet, ist ihr sofort klar, dass Luther ein Siegertyp ist. Außerdem hat die ehrgeizige Managerin beschlossen, die erste und erfolgreichste Box-Promoterin der USA zu werden. Sie überzeugt Luther von seinen Fähigkeiten und verspricht ihm, mit ihrer Hilfe und der von Ex-Profi-Trainer Felix eines Tages Champion zu sein. Doch der Weg für eine Frau in einer Männer-Domäne ist ebenso hart und unerbittlich wie Luthers Gegner.

Jackie Kallen, intelligent, stark und in der Welt des Boxsports aufgewachsen, erkennt einen Champion auf den ersten Blick. Als sie eines Tages Luther Shaw kämpfen sieht, weiß sie, dass sie einen Sieger vor sich hat. Entschlossen die erste erfolgreiche Box-Promoterin der USA zu werden, nimmt sie den jungen Schwarzen unter ihre Fittiche. Gemeinsam mit Ex-Trainer Felix setzt das ungleiche Trio alles daran, im Ring zu reüssieren. Leichter gesagt als getan, in der von Männern dominierten, korrupten und brutalen Welt der Faustkämpfer.

Kritik

Seit Meg Ryan sich mit ernsthafteren Filmen wie "Lebenszeichen - Proof of Life" und "In the Cut" von ihrem patentierten Image als America's Sweetheart zu distanzieren versucht, hängt ihre Karriere ein wenig in den Seilen. Der Trend setzt sich mit dem lose auf Tatsachen beruhenden Sportdrama "Die Promoterin" fort. Ryan spielt Jackie Kallen, die "First Lady" des Boxkampfs, die sich in der angestammten Männerdomäne verbissen nach oben boxte.

Schauspieler Charles S. Dutton führt erstmals Regie bei einem abendfüllenden Spielfilm und tritt zudem als der väterliche Boxtrainer Felix Reynolds auf. Dabei arbeitet er mit einem Drehbuch von Cheryl Edwards ("Save The Last Dance"), die ein federgewichtiges Underdog-Drama mit schwerfälligem Feminismus-Unterton verfasst hat. Die Protagonistin wird als frustrierte Assistentin des chauvinistischen Boxpromoters LaRocca (Tony Shalhoub) eingeführt, die sich vor allem durch ihre ordinären Fummel und (im Original) einen naiv klingenden Dialekt auszeichnet. Als LaRocca ihr sarkastisch den Vertrag einer seiner drogensüchtigen Boxer für einen Dollar anbietet, schlägt sie zu. Dies führt zur Bekanntschaft mit dessen aggressiven Dealer Luther Shaw (Omar Epps), in dem sie ein ungeschliffenes Naturtalent erkennt. Mit Hilfe von Trainer Reynold macht macht sie ihn als Managerin zum Top-Boxer, doch dann kommt ihr die eigene Überheblichkeit in die Quere. Beim Championship-Kampf kommt es zum emotionalen Finale, bei dem eine reuevolle Jackie ihrem Schützling mit motivierendem Zureden zum Titel verhilft.

Ryan verhält sich in dieser hölzernen "Rocky V"-Variante mit "Erin Brockovich"-Einschlag wie eine wilde Glucke und kann nur bedingt Sympathiepunkte sammeln. Die melodramatischen Momente - stets lautstark von Michael Kamens penetrant pompösem Score untermalt - wirken hohl und haben keine wirkliche Resonanz. In Kombination mit dem Lowbudget-Look der Produktion hat man vorrangig das Gefühl, wenig mehr als einen sentimentalen TV-Spielfilm der Woche zu sehen, bei dem selbst die Szenen im Ring ökonomisch ausgefallen sind. Ein Knockout-Erfolg an der Kinokasse ist für diese etwas kuriose Mischung aus Chick-Flick und Sportdrama kaum zu erhoffen, nachdem sich zuletzt schon Cate Blanchett als "Die Journalistin" die zähne ausgebissen hat. ara.

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Info

Plakat des Films: Die Promoterin
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 2003

Länge: 1 h 51 min

Genre: Drama

Originaltitel: Against the Ropes

Regie: Charles S. Dutton

Drehbuch: Cheryl Edwards

Musik: Michael Kamen

Produktion: Robert W. Cort, David Madden

Kostüme: Ruth E. Carter

Kamera: Jack N. Green

Schnitt: Eric L. Beason

Ausstattung: Sandra Kybartas, Armando Sgrignuoli

Website: http://www.against-the-ropes.de

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