Drama um einen traumatisierten britischen Kriegsgefangenen, dem eine Frau ein Treffen mit seinem damaligen Peiniger ermöglicht.

Kinostart: 25.06.2015

Colin Firth

Colin Firth
als Eric Lomax

Nicole Kidman

Nicole Kidman
als Patricia

Jeremy Irvine
als Eric Lomax, jung

Stellan Skarsgård
als Finlay

Michael MacKenzie
als Sutton

Jeffrey Daunton
als Burton

Tanroh Ishida
als Nagase, jung

Tom Stokes
als Withins

Handlung

1983 lernt Eric Lomax, ein glühender Eisbahnfan, auf einer Zugfahrt die Ex-Krankenschwester Patti kennen. Sie ist von seinem Wissen um Fahrpläne und Geschichte, seinem besonnen Wesen und seiner unaufdringlichen Art sofort angetan. Es dauert nicht lange bis die beiden heiraten. Kurz nach der Hochzeit stellt die Gattin jedoch fest, dass ihr Mann von seiner Zeit in japanischer Kriegsgefangenschaft schwer traumatisiert ist. Patti bewegt Eric dazu, sich den Dämonen der Vergangenheit zu stellen und Aussöhnung mit seinem damaligen Peiniger zu suchen.

Kritik

Drama nach den Memoiren des britischen Ex-Kriegsgefangenen Eric Lomax, dessen Katharsis Colin Firth nuanciert und packend zu transportieren versteht.

"Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken". Dieses Zitat stammt von Mahatma Gandhi und trifft den Kern von "The Railway Man". Um die heilende Kraft der Versöhnung geht es in Jonathan Teplitzkys ("Besser als Sex") angenehm altmodischem, verschachtelt erzähltem Drama, das auf dem gleichnamigen autobiographischen Bestseller von Eric Lomax fußt, der starb als die Adaption sich gerade in der Postproduktion befand.

1983 setzt die Handlung ein, Eisenbahnfan Lomax lernt auf einer Zugfahrt die Ex-Krankenschwester Patti (Nicole Kidman) kennen. Sie ist von seinem Wissen um Fahrpläne und Geschichte, seinem besonnen Wesen und seiner unaufdringlichen Art sofort angetan. Es dauert nicht lange bis die beiden heiraten. Kurz nach der Hochzeit stellt die Gattin jedoch fest, dass ihr Mann schwer traumatisiert ist. Albträume plagen ihn, nichts aus seiner Vergangenheit will er preisgeben. Entschlossen ihre Ehe zu retten, wendet sich Patti an Finlay (Stellan Skarsgård), einen Kriegskameraden Erics, um Hilfe.

Etwas willkürlich zwischen Gegenwart und Vergangenheit pendelt die von Garry Phillips ("Catch a Fire") wunderbar fotografierte, in Schottland und Australien gedrehte Arbeit. Warme Sepiatöne dominieren in der Gegenwart, satte, kräftige Farben in der Vergangenheit, in der der schottische Offizier Lomax (fantastisch: Jeremy Irvine) während des Zweiten Weltkriegs von den Japanern gefangen genommen wird. Als Zwangsarbeiter wird er am Bau der Eisenbahnlinie zwischen Thailand und Burma, der sogenannten "death railway", eingesetzt, ein sadistischer Offizier namens Nagase (Tanroh Ishida) macht ihm und seinen Kameraden dabei das Leben zur Hölle.

Wie Lomax seinen Frieden findet, auf Drängen seiner Frau schließlich nach Fernost reist, um Nagase (Hiroyuki Sanada) mit dessen Taten zu konfrontieren, auf diesen emotionalen Höhepunkt steuert der Film zu. Bedächtig und unspektakulär hält Teplitzky den Ton, Grausamkeiten, Entbehrung und Qualen deutet er nur an. Erinnerungen an "Die Brücke am Kwai" werden wach, statt auf ein aufwändiges Produktionsdesign - was auch dem 26-Millionen-Dollar-Budget geschuldet ist - setzt er ganz auf das nuancierte, differenzierte Spiel von Firth und Kidman, die Rachel Weisz als Hauptdarstellerin ablöste. Die Schauwerte sind ansprechend, Kostümbild und Ausstattung akkurat und der Score Davis Hirschfelders ("Australia") liefert die nötige Dramatik. geh.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 25.06.2015

Australien/Großbritannien 2013

Länge: 1 h 48 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Railway Man

Regie: Jonathan Teplitzky

Drehbuch: Frank Cottrell Boyce, Andy Paterson

Musik: David Hirschfelder

Produktion: Bill Curbishley, Andy Paterson, Chris Brown

Kostüme: Lizzy Gardiner

Kamera: Garry Phillips

Schnitt: Martin Connor

Ausstattung: Steven Jones-Evans

Website: http://www.dieliebeseineslebens-film.de

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