Verfilmung eines der wohl berühmtesten und erschütternsten Dokumente über die Gräuel der Naziverbrechen.

Kinostart: 03.03.2016

Lea van Acken
als Anne Frank

Martina Gedeck

Martina Gedeck
als Edith Frank

Ulrich Noethen

Ulrich Noethen
als Otto Frank

Stella Kunkat
als Margot Frank

André Jung
als Hans van Daan

Margarita Broich
als Petronella van Daan

Leonard Carow
als Peter van Daan

Arthur Klemt
als Albert Dussel

Gerti Drassl
als Miep Gies

Stefan Merki
als Viktor Kugler

Jamie Bick
als Hanneli Goslar

Ella Frey
als Anne Frank, jung

Maximilian Löwenstein
als Jan "Henk" Gies

Michael A. Grimm
als Van Maaren

Michael Kranz
als Hartog

Florian Teichtmeister
als Karl Silberbauer

Marcus Widmann
als Jo Kleinmann

Konstanze Fischer
als Bep Voskuijl

Handlung

Nachdem sie bereits von Frankfurt nach Amsterdam emigrierte, wird die jüdischen Familie Frank nach der Besetzung der Niederlande durch die Deutschen auch in ihrer neuen Heimat von den Nazis verfolgt. Um einer Deportation zu entgehen, versteckt sich die Familie gemeinsam mit vier Leidensgenossen im Hinterhaus von Vater Franks Firma. Über zwei Jahre harrt Anne, die kurz vor dem Einzug ihren 13. Geburtstag feiert, dort aus und hält den Alltag, ihre Gedanken und Sehnsüchte in ihrem Tagebuch fest.

Kritik

Gelungene Neuverfilmung des berühmten Zeitdokuments, die Anne Frank als Teenager mit typischen Freuden und Nöten porträtiert.

"Tu so, als wärst du nicht da", ermahnt die Mutter die junge Anne. Ein Ratschlag, der so gar nicht zu einer 13-Jährigen passt, die mit voller pubertärer Kraft ins Leben drängt. Schnell wird bei Hans Steinbichlers "Anne Frank"-Verfilmung klar: Hier wird kein dröger Geschichtsunterricht abgehalten, sondern aus dem Leben eines frühreifen Teenagermädchens erzählt mit den typischen Freuden und Nöten: Die Emanzipation von den Eltern, die rebellische Verteidigung eigener Standpunkte, die Entdeckung der Sexualität. Nur mit einem Radio als einzigem Draht zur Außenwelt spielt sich diese wichtige Phase des Erwachsenwerdens für Anne in der Enge eines Amsterdamer Hinterhaus-Verstecks ab, in dem sich die Familie Frank mit vier Leidensgenossen versteckt, um der Deportation der Nazis zu entkommen. Ihre Gedanken hält Anne in einem Tagebuch mit rotkariertem Stoff-Umschlag fest.

"Ich glaube nicht, dass sich später Mal jemand für die Ergüsse eines 13-jährigen Schulmädchens interessiert", notiert Anne auf den ersten Seiten jenes Tagebuchs. Wie hätte sie auch ahnen können, dass ihre Aufzeichnungen zu einem der bekanntesten Dokumente des Holocaust werden sollten? Annes Tagebuch wurde schon mehrfach fürs Kino und Fernsehen adaptiert. Der neue Film, basierend auf einem neu aufgelegten Text, ist nun die erste Kinoproduktion aus Deutschland und ganz auf ein junges Publikum von heute zugeschnitten.

Lea van Acken, die mit "Kreuzweg" auf sich aufmerksam machte, verkörpert Anne mit einer Mischung aus Altklugheit, Trotz und Verletzlichkeit - als ganz normales Mädchen und nicht als sakrosante Figur. Als Eltern überzeugen Martina Gedeck und Ulrich Noethen. Der Film beginnt ungewöhnlich mit einem extremen Close-Up auf Lea van Acken, die eine Passage aus dem Tagebuch zitiert. Stilistisch wird der Film im weiteren Verlauf etwas konventioneller, auch wenn Kamerafrau Bella Halben immer wieder sinnliche Bilder schafft. Der Naziterror und die Angst entdeckt zu werden, ist im Film zwar ständig präsent, doch im Vordergrund steht Annes ungebrochene Lust am Leben. Umso härter trifft den Zuschauer schließlich die Deportation der Familie in die Todeslager, die nur der Vater überlebt. zim.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 03.03.2016

Deutschland 2016

Länge: 2 h 8 min

Genre: Drama

Originaltitel: Das Tagebuch der Anne Frank

Regie: Hans Steinbichler

Drehbuch: Fred Breinersdorfer

Musik: Sebastian Pille

Produktion: Michael Souvignier, Daniel Mann, Daniel Mann, Walid Nakschbandi

Kostüme: Katharina Ost

Kamera: Bella Halben

Schnitt: Wolfgang Weigl

Ausstattung: Volker Schaefer

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