Charmant-blumige Love- Story mit wohlgelaunt aufspielenden Protagonisten.

Kinostart: nicht bekannt

Handlung

Lisa ist eine erfolgreiche, jedoch gefühlsverarmte Karrierefrau, der eines Morgens anonym Blumen in die Arbeit gesandt werden. Als Absender entpuppt sich der Florist Lewis, mit dem sie in der Folge eine herrlich romantische Beziehung eingeht. Doch ihre Liebe ist nicht nur auf Rosen gebettet, da Lisa aufgrund einer verkorksten Kindheit als ungeliebtes Adoptivkind an schwerverdaulichem Emotionsballast knabbert.

Lisa Walker lebt nur für ihre Arbeit. Ihren Freund sieht sie kaum - und wenn, dann nur für kurze Zeit. Eines Tages wird ihr ein Blumenstrauß von einem anonymen Verehrer ins Büro geschickt. Gerührt sucht sie nach dem Absender und findet ihn in dem jungen Floristen Lewis Farrell. Zögerlich gibt Lisa dessen Werben nach und schließlich fahren sie sogar gemeinsam an Weihnachten zu Lewis Eltern. Doch der warmherzige Empfang verstört die kühle Managerin derart, daß sie panikartig und für alle unverständlich das Haus verläßt...

Lisa lebt nur für ihre Arbeit. Als sie Blumen ins Büro geschickt bekommt, blüht sie auf. Ihr anonymer Verehrer entpuppt sich als Florist. Romantische Love-Story mit Märchentouch, die von den zwei fabelhaft agierenden Hauptdarstellern getragen wird.

Kritik

Nicht immer auf Rosen gebettet ist die emotional überschäumende Beziehung, die Mary Stuart Masterson ("Grüne Tomaten") und Christian Slater ("True Romance") in dem nachdenklich-anrührenden romantischen Drama "Das Rosenbett" führen. Michael Goldberg gibt mit der modernen Lovestory ein gelungenes Debüt als Regisseur und Drehbuchautor.

Lisa (Masterson) ist eine erfolgreiche Karrierefrau an der Wall Street, deren Beruf ihr vorrangiger Lebensinhalt ist. Ein Kollege dient ihr zum klinischen Abbau sexueller Bedürfnisse, eine einzige Freundin (Pamela Segall sympathisch-süffisant als komisches Ventil) zum Plaudern gegen die Einsamkeit. Wie man einer kurzen Rückblende entnehmen kann, ist Lisa ein Adoptivkind, das mit einem gefühlskalten, alkoholkranken Ersatzvater aufwachsen mußte und nicht einmal das Datum ihres eigenen Geburtstags weiß. Als sie von dessen Tod benachrichtigt wird und darüberhinaus ihr Goldfisch das Zeitliche segnet, bricht sie am Fenster ihrer schicken Altbauwohnung in Tränen aus. Am nächsten Tag erhält sie in der Arbeit ein wunderschönes Blumenarrangement - von einem anonymen Verehrer, der sich schließlich identisch mit dem Überbringer - Florist Lewis (Slater) - erweist.

Wie schon Slaters vorangegangene romantische Hauptrolle an der Seite von Marisa Tomei in dem sträflich unterschätzten "Real Love" ist sein Charakter nicht ohne zweifelhafte Widersprüche angelegt: Nachts beobachtet er seine Angebetete beim Weinen am Fenster und verfolgt sie darauf an ihre Arbeitsstätte. In einer Großstadt wie New York mutet dieses Verhalten eher verdächtig denn vertrauenerweckend an. Zunächst sträubt Lisa sich denn auch mit diesem blumigen Märchenprinzen anzubandeln, doch alles ist in amouröser Butter nachdem ihr gesellschaftlicher Status sich als ebenbürtig erweist - milchmädchenhaft wird offenbart, daß Lewis kein Lieferant, sondern Besitzer des Blumenladens ist. Und nicht nur das: Früher war er selbst ein Top-Finanz-Jongleur! Das traute Glück indes ist vorerst nur von kurzer Dauer.

Als Regisseur macht Goldberg seine Sache überzeugend. Schwächen finden sich in seinem eher mühsamen Drehbuch, das seine zwei Hauptdarsteller derart in den Mittelpunkt der Handlung stellt, daß sie trotz ihres Daseins in der Metropole New York in einem Vakuum zu leben scheinen. Doch aufgrund der starken schauspielerischen Leistungen zielt die an sich simple Love-Story mit komplizierten Begleitumständen letztlich doch deutlich in die nähere Herzgegend. Slater und Masterson machen "Das Rosenbett" zu einem erbaulichen Date Movie. ara.

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Info

Plakat des Films: Das Rosenbett
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: nicht bekannt

USA 1995

Länge: 1 h 27 min

Genre: Drama

Originaltitel: Bed of Roses

Regie: Michael Goldenberg

Drehbuch: Michael Goldenberg

Musik: Michael Convertino

Produktion: Allan Mindel, Denise Shaw

Kamera: Adam Kimmel

Schnitt: Jane Kurson

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