Drama um eine Journalistin, die junge Prostituierte (und ihre Freier) interviewt und dabei ihre eigenen Werte einer Probe unterzieht.

Kinostart: 29.03.2012

Juliette Binoche

Juliette Binoche
als Anne

Anaïs Demoustier

Anaïs Demoustier
als Charlotte

Joanna Kulig
als Alicja

Louis-Do de Lencquesaing
als Patrick

Krystyna Janda
als Alicjas Mutter

Andrzej Chyra
als sadistischer Kunde

Ali Marhyar
als Sa

Jean-Marie Binoche
als Annes Vater

François Civil
als Florent

Pablo Beugnet
als St

Valérie Dréville
als Charlottes Mutter

Jean-Louis Coulloc'h
als Charlottes Vater

Arthur Moncla
als Thomas

Scali Delpeyrat
als Charles

Laurence Ragon
als Colette

Alain Libolt
als Colettes Mann

Swann Arlaud
als junger Freier

Nicolas Layani
als Kunde mit Gitarre

Laurent Jumeaucourt
als Kunde mit Muttermal

José Fumanal
als weinender Kunde

Martine Vandeville
als Sekret

Jenny Bellay
als pensionierter Nachbarin

Tom Henin
als Florents Freund

Die Handlung von Das bessere Leben

Eine erfolgreiche Pariser Journalistin recherchiert für ein Hochglanzmagazin über Studentinnen, die sich für ein besseres Leben prostituieren. In intensiven Gesprächen mit zwei jungen Frauen lernt sie das Milieu jenseits jeglicher Romantik kennen, in dem zumeist verheiratete Männer ihrer Lust nachgehen. Und sie realisiert plötzlich die Brüche und Defizite in ihrer großbürgerlichen Existenz, die kleinen und großen Lügen, die einen scheinbar heilen Familienalltag bestimmen.

Eine erfolgreiche Pariser Journalistin recherchiert für ein Hochglanzmagazin über Studentinnen, die sich für ein besseres Leben prostituieren. In intensiven Gesprächen mit zwei jungen Frauen lernt sie das Milieu jenseits jeglicher Romantik kennen, in dem zumeist verheiratete Männer ihrer Lust nachgehen. Und sie realisiert plötzlich die Brüche und Defizite in ihrer großbürgerlichen Existenz, die kleinen und großen Lügen, die einen scheinbar heilen Familienalltag bestimmen.

Eine Journalistin interviewt junge Prostituierte und ihre Freier und unterzieht dabei ihre eigenen Werte einer Probe. Schwieriges und komplexes Drama, das die hässlichen Seiten des horizontalen Gewerbes dem goldenen Käfig der Moral gegenüberstellt.

Kritik zu Das bessere Leben

Ist Prostitution die ultimative Befreiung der Frau, in dem sie über ihren Körper bestimmt und ihn bewusst verkauft oder ist Prostitution die ultimative Unterwerfung als Ware im Kapitalismus für ein "besseres Leben"? Diesen Fragen geht die Journalistin Anne nach. Der Abgabetermin des Artikels für das Hochglanzmagazin "Elle" rückt immer näher und sie findet keine Antwort. Während sie in intensiven Gesprächen mit zwei Studentinnen das Milieu näher kennenlernt, in dem zumeist verheiratete Männer ihrer Lust nachgehen, die Mädchen aber glauben, die Sache in der Hand und Vergnügen am Sex zu haben, realisiert sie die Leerstellen in ihrer Ehe und die Brüche und Defizite in ihrer großbürgerlichen Existenz, die kleinen und großen Lügen, die den scheinbar heilen Familienalltag mit zwei widerspenstigen Söhnen bestimmen. Sie hat all das, was die jungen Frauen anstreben und kennt die Schalheit abgestandener Gefühle. Je mehr Zeit sie mit den beiden Protagonistinnen verbringt, um so mehr nimmt ihre Verunsicherung zu, bald weiß sie nicht mehr, ob sie ein neues Leben anfangen oder im Kokon des alten es sich weiter ökonomisch und gesellschaftlich gut gehen lassen soll.

Die Solidarität und Komplizenschaft zwischen den drei Frauen und eine weibliche, sehr intime Annäherung an das Thema ist sofort spürbar, wie auch die Naivität der bürgerlichen Anne, die sich tastend auf Neuland bewegt, geschockt und fasziniert sich von den beiden mitreißen lässt. Um die dunkle Seite der Prostitution zu demonstrieren, baut Regisseurin Malgoska Szumowska eine Vergewaltigungsszene mit einer Schampusflasche ein. Die polnisch-französisch-deutsche Koproduktion, zu großen Teilen in NRW gedreht, erkundet die Bedürfnisse auf beiden Seiten - Sex als Austauschware gegen Bares, nicht aus existenzieller Not heraus, sondern um sich mehr leisten zu können, auf der anderen das bürgerliche Wohlstandsmodell als gescheiterte Verheißung auf das Glück. Bei der Gegenüberstellung der hässlichen Seiten des horizontalen Gewerbes mit dem goldenen Käfig der Moral, vergisst die Regisseurin, sich auf die Figuren einzulassen. Dabei wäre es mit den Schauspielerinnen Juliette Binoche, Anais Demoustier und Joanna Kulig ein Einfaches gewesen noch mehr unter der Oberfläche zu bohren und den Veränderungen sozialer und familiärer Beziehungen auf den Grund zu gehen. mk.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 29.03.2012

Deutschland/Frankreich/Polen 2011

Länge: 1 h 34 min

Genre: Drama

Originaltitel: Elles

Regie: Malgorzata Szumowska

Drehbuch: Malgorzata Szumowska, Tine Byrckel

Musik: Pawel Mykietyn

Produktion: Marianne Slot, Malgorzata Szumowska

Kostüme: Katarzyna Lewinska

Kamera: Michal Englert

Schnitt: Jacek Drosio, Françoise Tourmen

Ausstattung: Pauline Bourdon