Opulente Verfilmung des gleichnamigen, prämierten Romans von Thomas Mann über Aufstieg und Fall einer großbürgerlichen Familiendynastie.

Kinostart: 25.12.2008

Armin Mueller-Stahl

Armin Mueller-Stahl
als Konsul Jean Buddenbrook

Iris Berben

Iris Berben
als Konsulin Bethsy Buddenbrook

Jessica Schwarz

Jessica Schwarz
als Tony Buddenbrook

August Diehl
als Christian Buddenbrook

Mark Waschke
als Thomas Buddenbrook

Raban Bieling
als Hanno Buddenbrook

Léa Bosco
als Gerda Buddenbrook, geb. Arnoldsen

Justus von Dohnányi
als Bendix Gr

Fedja Huêt
als Hermann Hagenstr

Maja Schöne
als Anna Iwersen

Nina Proll
als Aline Puvogel

Martin Feifel
als Alois Permaneder

Sunnyi Melles
als Senatorin M

Josef Ostendorf
als Senator James M

Sylvester Groth
als Bankier Kesselmayer

André M. Hennicke
als Gosch

Elert Bode
als Konsul Lebrecht Kr

Krijn ter Braak
als Meneer Arnoldsen

Teresa Harder
als Ida Jungmann

Martin Horn
als Carl Smolt

Wolfgang Hinze
als Hinrich Hagenstr

Max von Pufendorf
als Ren

Tonio Arango
als Stephan Kistenmaker

Cas Enklaar
als Van Kellen

Thomas Munkas Meinhardt
als Prokurist Marcus

Michael Abendroth
als Dr. Grabow

Matthias Deutelmoser
als Dr. Giesecke

Nicholas Reinke
als Peter D

Katharina Marie Schubert
als Eva Ewera

Jan Peter Heyne
als Dr. Brecht

Alexander Fehling
als Morten Schwarzkopf

Handlung

Mitte des 19. Jahrhunderts haben es die Buddenbrooks in Lübeck zu Reichtum und Ansehen gebracht. Die alteingesessene Familie um Konsul Jean (Armin Mueller-Stahl) und Konsulin Bethsy (Iris Berben) ist durch Getreidehandel wohlhabend geworden. Als Jean stirbt, kommen schwere Zeiten auf die Dynastie zu, weil die Kinder Thomas (Mark Waschke), Christian (August Diehl) und Tony (Jessica Schwarz) ihre Lebenskonflikte nicht bewältigen können.

Thomas Manns

Die Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Zeit der großen Handelsdynastien. In Lübeck lebt und arbeitet die großbürgerliche Familie der Buddenbrooks, die über Getreidehandel seit Generationen zu Wohlstand und Ansehen gekommen ist. Über die Geschicke von Familie und Geschäft herrscht Patriarch Jean Buddenbrook. Auch die drei Kinder Thomas, Christian und Tony müssen ihre privaten Bedürfnisse dem Anspruch ihres Vaters unterordnen. Die Söhne sollen das Handelshandwerk lernen und Tony muss ihre große Liebe einer standesgemäßen Hochzeit opfern. Doch als Jean stirbt, treten die persönlichen Lebensvorstellungen der Kinder wieder in den Vordergrund, und das Familienimperium zerbricht langsam.

In Lübeck lebt und arbeitet die großbürgerliche Familie der Buddenbrooks. Über die Geschicke von Familie und Geschäft herrscht Patriarch Jean Buddenbrook. Auch die drei Kinder Thomas, Christian und Tony müssen ihre privaten Bedürfnisse seinem Anspruch unterordnen. Die Söhne sollen das Handelshandwerk lernen, und Tony muss ihre große Liebe einer standesgemäßen Hochzeit opfern. Doch als Jean stirbt, treten die persönlichen Lebensvorstellungen der Kinder wieder in den Vordergrund, und das Familienimperium zerbricht langsam.

Kritik

Mit der aufwändigen Adaption des vielleicht bedeutendsten deutschen Romans wird Dr. Heinrich Breloer vor allem das Bildungsbürgertum in Verzückung versetzen.

66 Jahre alt musste er werden, um als Kinoregisseur in Erscheinung treten zu dürfen - Fernsehfilmemacher Dr. Heinrich Breloer, siebenfacher Grimme-Preisträger, Vater des so genannten Doku-Dramas und spätestens seit seinem opulenten TV-Dreiteiler "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" ein ausgewiesener Experte des literarischen Oeuvres von Thomas Mann. Mit der Adaption des mit dem Literaturnobelpreis bedachten Romans "Buddenbrooks" setzt Breloer nun einen Meilenstein in punkto Literaturverfilmung, übertrifft sich selbst in Sachen Detailversessenheit, überzeugt in Sachen erlesenes Kostümdesign, opulenter Ausstattung und erstklassiger Schauspielführung. So kann man von der aufwändigsten Bavaria-Produktion seit Wolfgang Petersens "Das Boot" mit Fug und Recht behaupten, dass man es hier - um mit Thomas Mann zu sprechen - mit einem Film von einiger Größe zu tun hat.

Breloer, der so nah als möglich an der Vorlage bleibt, entführt ins Lübeck Mitte des 19. Jahrhunderts, damals eine florierende Handelsstadt, in der Kaufleute wie Jean Buddenbrook (Armin Mueller-Stahl) zu Reichtum und Wohlstand gekommen sind. Gemeinsam mit seiner nicht minder ehrgeizigen Gattin Bethsy (Iris Berben) ist der Konsul bestrebt, seinen Ruf zu wahren und den Einfluss der Patrizierfamilie zu mehren. Das bedeutet auch für die beiden Söhne Tom (Mark Waschke) und Christian (August Diehl), den Beruf des Kaufmanns zu erlernen, und für Tochter Tony (Jessica Schwarz), standesgemäß zu heiraten. Das geht eine Zeitlang gut, bis Tonys erste Ehe mit einem Mitgiftjäger scheitert, somit "Geld und Gatte perdü" sind, und sich Christian mehr für die Kunst als das Kommerzielle zu interessieren beginnt. Nach Jeans Tod -Tom hat inzwischen längst die Geschäfte übernommen - beginnt der tiefe Fall der einst so ruhmreichen Buddenbrooks. Tonys zweite Ehe mit einem bayerischen Lebemann geht in die Brüche, Tom überwirft sich endgültig mit seinem Bruder, als dieser sich mit einer "Minderwertigen", einer Tänzerin, einlässt und die Geschäfte mit dem Getreide verlaufen immer glückloser. Zwar wird Tom noch zum Senator gewählt und kann dabei seinen alten Jugendfreund und jetzigen Rivalen Hagenström ausstechen, aber als er das neue Heim, das er für sich, seine hübsche holländische Frau und seinen Sohn gebaut hat, bezieht, fällt ihm das türkische Sprichwort ein: "Wenn das Haus fertig wird, kommt der Tod". Es folgt ein Sterben Shakespearschen Ausmaßes, bei dem erst Mutter Bethsy, dann Tom und schließlich auch noch dessen Sohn Hanno (Raban Bieling, der einstige "Wilde Kerl" beweist großes schauspielerisches Format) dahingerafft werden.

Selten wurden Verlogenheit, Stolz und Standesdünkel der Bourgeoisie so trefflich auf Zelluloid gebannt wie in Breloers aktueller Version der "Buddenbrooks". Dabei kann sich der Filmemacher auf grandiose Schauspieler verlassen, die - angeführt von einem perfekt besetzten Armin Mueller-Stahl - mit Höchstleistungen auftrumpfen. Das betrifft Nebendarsteller wie Sylvester Groth als grausam-gehässig lachenden Bankier Kesselmeyer und Sunnyi Melles als giftspritzende, tratschende Senatorin Möllendorpf ebenso wie August Diehl, der als missratener Sohn Christian seine bis dato beste Karriereleistung abruft. Gerne wäre man ihm auch auf seine Kaufmanns-Reisen nach London oder ins chilenische Valparaiso gefolgt, doch Breloer bleibt eng bei seinen Figuren. Außer ein paar Postkartenansichten von Lübeck, München und der Ostsee mit den entsprechenden historischen Segelschiffen lässt Gernot Rolls Kamera wenig Landschaft zu. Das letztlich macht das 150-Minuten-Epos trotz perfekt choreografierter Massenszenen und an Visconti erinnernde Ballsaalsequenzen dann doch weniger zu einem großen Kinofilm als zu einem jener klassischen Weihnachts-Vierteiler mit Quotenhit-Garantie. lasso.

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Info

Plakat des Films: Buddenbrooks
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 25.12.2008

Deutschland 2008

Länge: 2 h 31 min

Genre: Drama

Originaltitel: Buddenbrooks

Regie: Heinrich Breloer

Drehbuch: Horst Königstein, Heinrich Breloer

Musik: Hans-Peter Ströer

Produktion: Michael Hild, Uschi Reich, Jan S. Kaiser, Matthias Esche, Winka Wulff

Kostüme: Barbara Baum, Sibyll Möbius

Kamera: Gernot Roll

Schnitt: Barbara Weitershausen

Ausstattung: Götz Weidner

Website: http://www.buddenbrooks-derfilm.de

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