Drama über den Umgang eines kleinen bayerischen Ortes mit einer fahrlässigen Tötung.

Kinostart: 12.03.2009

Thomas Unger
als Benedikt Kirchner

Stefan Murr

Stefan Murr
als Robert Kirchner

Bernadette Heerwagen

Bernadette Heerwagen
als Annette

Marisa Burger
als Gabi Stemmer

Michael Fitz
als Bernhard Stemmer

Johannes Herrschmann
als Bruder Johannes

Meike Droste
als Laura

Handlung

Nachdem er vor drei Jahren betrunken die kleine Lena überfahren hatte, ist Benedikt (Thomas Unger) abgetaucht. Nun kehrt er in sein kleines oberbayerisches Heimatdorf Baching zurück, wo alles geschah. Seine Schuld ist juristisch abgegolten, moralisch keinesfalls. Die Heimkehr reißt Wunden auf: bei den nun getrennten Eltern des Kindes (Marisa Burger, Michael Fitz) und bei seinem Bruder (Stefan Murr), der nun mit Benedikts Ex (Bernadette Heerwagen) zusammen ist.

Matthias Kiefersauer

Nachdem Benedikt Kirchner in betrunkenem Zustand in seinem Heimatort Baching ein kleines Mädchen überfahren hat, flüchtet er zunächst für drei Jahre nach Berlin. Er merkt jedoch, dass er auf Dauer nicht vor der Vergangenheit davonlaufen kann, und beschließt, in das oberbayerische Dorf zurückzukehren, um sich der Verantwortung und seiner Schuld zu stellen. Doch seine Rückkehr wird nicht von allen positiv aufgenommen. So verhalten sich z. B. die inzwischen getrennten Eltern des verstorbenen Kleinkinds völlig unterschiedlich; aber auch sein enger Familienkreis wirkt gespalten.

Kritik

Heimatfilmdramödie um die schwerwiegenden menschlichen Folgen eines tödlichen Autounfalls, der in einem bayrischen Voralpendorf eine schmerzvolle Aussöhnung nach sich zieht.

Drei Jahre, nachdem Benedikt (Thomas Unger) betrunken die kleine Lena totfuhr und nach Berlin flüchtete, ist seine Bewährung vorbei. Das Heimweh treibt ihn zurück ins fiktive Baching, das beschaulich zwischen Alpengipfeln liegt und seiner 450-Jahr-Feier entgegensieht. Zugleich versucht er sich auch seiner moralischen Verantwortung zu stellen, macht aber mit seiner Heimkehr und dem Versuch aufzuräumen, zunächst alles nur schlimmer. Er reißt kaum verheilte Wunden auf und bringt damit das fragile Gefüge im Ort aus dem Lot - schmerzvolle Turbulenzen sind die Folge: Bei Gabi (Marisa Burger) und Bernhard (Michael Fitz), den Eltern des getöteten Kindes, die mittlerweile getrennt leben. Bei seinem Bruder Robert (Stefan Murr), der das elterlichen Wirtshaus betreibt und mit Benedikts früherer Freundin Annette (Bernadette Heerwagen) nun ein Kind hat. Bei Annette selbst, die sich noch immer zu ihm hingezogen fühlt. Und auch bei der im Unfallwagen gesessenen Jugendfreundin Laura (Meike Droste), die ihn bei sich wohnen lässt und auf einen Neuanfang hofft.

Matthias Kiefersauer, der mit der Heimatkomödie "Das große Hobeditzn" zuletzt im Fernsehen reüssierte, hat kein bleiernes Schuld-und-Sühne-Drama im Sinn. Zwar erzählt er nach eigenem Drehbuch von einem halben Dutzend Figuren, die alle ihr Problembündel mit sich herumtragen. Aber die aus den Fugen geratenen Lebensläufe konterkariert er beständig mit frivoler Witzelei, bislang gar leichtfertigem Optimismus und vor allem einem sonnig-gemütlichen Dorf, woraus eine verträgliche Melo-Mischung entsteht, die keinen zu sehr belastet. Denn sein Film ist ein Prachtexemplar des modernen Heimatfilms, der sich trotz aller Zerwürfnisse frech, unbekümmert und lebenslustig präsentiert und ein Plädoyer voller Lokalkolorit fürs "dahoam is dahoam" abliefert. Zunächst stellt Kiefersauer die bestürzende Konfusion sowie die Unbeholfenheit der mitunter holzschnittartig geratenen Charaktere aus, über schwierige Themen zu reden. Langsam aber kommt ein Dialog zustande und verborgene Gefühle treten hervor, wodurch die Geschichte an Zugänglichkeit gewinnt und letztlich Frohmut und Versöhnung ermöglicht. tk.

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Info

Plakat des Films: Baching
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 12.03.2009

Deutschland 2008

Länge: 1 h 32 min

Genre: Drama

Originaltitel: Baching

Regie: Matthias Kiefersauer

Drehbuch: Matthias Kiefersauer

Musik: Rainer Bartesch

Produktion: Martin Choroba, Golli Marboe

Kostüme: Barbara Schwarz

Kamera: Stefan Biebl

Schnitt: Silvia Nawrot

Ausstattung: Irene Edenhofer-Welzl

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