Animierte Leinwandadaption der berühmten Kästner-Geschichte um Zwillingsschwestern.

Kinostart: 10.05.2007

Handlung

In einem Ferienheim am Bühlsee in den 50er Jahren stehen sich plötzlich die zwei kleinen Mädchen Louise und Lotte gegenüber. Sie gleichen einander aufs Haar, wussten aber bislang nichts voneinander. Beide sind Zwillinge, die nach der Geburt durch die Trennung der Eltern auseinandergerissen wurden. Sie hecken einen Plan aus: Die aufmüpfige Louise fährt als Lotte zu ihrer Mutter nach München, die brave Lotte zu Louises Vater nach Wien. Trotz erheblicher Verhaltensunterschiede durchschauen die Eltern das Spiel zunächst nicht.

Erich Kästners

In dem Zeichentrickfilm nach dem bekannten Roman von Erich Kästner treffen sich zufällig die beiden Mädchen Luise und Lotte, die sich äußerlich sehr ähneln. Auf der Suche nach dem Grund für die verblüffende Ähnlichkeit spielen sie nicht nur mit ihren Eltern ein doppeltes Spiel.

In einem Ferienheim laufen sich zwei elfjährige Mädchen über den Weg, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen. Schnell finden Luise und Lotte heraus, dass sie tatsächlich Zwillinge sind und jeweils bei dem getrennt lebenden Elternteil in Wien beziehungsweise München aufwachsen. Um ihre Eltern kennenzulernen, beschließen sie, ihre Rollen zu tauschen und so für jede Menge Aufregung in dem "anderen" Zuhause zu sorgen - bis alsbald der Wunsch in ihnen reift, Vater und Mutter mögen wieder zueinander finden.

Kritik

Mit seiner klassisch animierten Version des Kästner-Klassikers schielt Trickompany-Chef Michael Schaack ("Das kleine Arschloch") nun nach dem ganz jungen Publikum.

Eigentlich waren mit Tomy Wigands Adaption von "Das fliegende Klassenzimmer" vor fünf Jahren die Neuverfilmungen von Erich Kästners wichtigsten Kinderbüchern abgeschlossen. Doch dann tat sich der Rechteinhaber, der Münchner Produzent Peter Zenk, mit dem Hamburger Animationsguru Michael Schaack zusammen. Das Ergebnis ist eine Zeichentrick-Version von "Das doppelte Lottchen", die Josef von Bakys Original von 1950 näher steht als die 1993er-Fassung von Joseph Vilsmaier, dessen Modernisierungsversuche sich ja bereits im Titel "Charlie und Louise" niederschlugen. Der Grund: Schaack und sein Regisseur Toby Genkel beließen die Handlung in den 50er-Jahren und ließen sich zudem von den weltberühmten Zeichnungen des langjährigen Kästner-Illustratoren Walter Trier inspirieren. Das Ergebnis ist ein in sehr einfachem, so gut wie CGI-freiem Stil gehaltener und damit auch für Kindergartenkinder geeigneter Verwechslungsspaß, der die altbekannte Geschichte erzählt: In einem Ferienheim laufen sich zwei elfjährige Mädchen über den Weg, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen. Schnell finden Luise und Lotte heraus, dass sie Zwillinge sind und jeweils bei dem getrennt lebenden Elternteil in Wien bzw. München aufwachsen. Darauf beschließen sie, ihre Rollen zu tauschen und so für jede Menge Aufregung in dem "anderen" Zuhause zu sorgen - bis alsbald der Wunsch in ihnen reift, Vater und Mutter mögen wieder zueinanderfinden.

Schaack und Genkel, eher bekannt durch animiertes Proletenkino für Erwachsene ("Das kleine Arschloch", "Werner - Gekotzt wird später!"), geben sich hier erstmals ganz zahm und kindgerecht. Zwar leisten sie sich ein paar ulkige Sidekicks wie etwa zwei schnatternde Enten und einen mitfühlenden Dackel, ansonsten weichen sie kaum von der wunderbaren Vorlage ab. Diese jedoch lebt vor allem von der Möglichkeit der Verwechslung und der damit verbundenen Gefahr des Entdecktwerdens, was aber vor allem dann seinen Reiz entfaltet, wenn dabei Menschen aus Fleisch und Blut im Spiel sind. Im Zeichentrick, wo alles beliebig rekonstruierbar ist, also auch eineiige Zwillinge, kommt dieser Effekt kaum zur Geltung, obwohl sich anerkannte Synchronsprecher wie Céline Vogt ("Lauras Stern"), Carin C. Tietze (u.a. Stimme von Juliette Binoche) und Andreas Fröhlich (u.a. Stimme von Ethan Hawke) alle Mühe geben, Emotionen zu transportieren. Kästners guter Name wird dennoch dafür sorgen, dass bildungsbewusste Eltern das doppelt gezeichnete "Lottchen" gemeinsam mit ihrem Nachwuchs gerne ansehen werden. Und die dürfen sich schon jetzt auf den nächsten animierten Kästner freuen - "Emil und die Detektive" befindet sich bei Schaack bereits in Planung. lasso.

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Info

Plakat des Films: Das doppelte Lottchen

Kinostart: 10.05.2007

Deutschland 2007

Länge: 1 h 22 min

Genre: Animation

Originaltitel: Das doppelte Lottchen

Website: http://www.lottchen-derfilm.de