Afroamerikanische Antwort auf die Kultkomödie "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug".

Kinostart: nicht bekannt

Kevin Hart

Kevin Hart
als Nashawn

Tom Arnold

Tom Arnold
als Mr. Hunkee

MethodMan
als Muggsy

SnoopDogg
als Captain Mack

Arielle Kebbel
als Heather Hunkee

Loni Love
als Shaniece

K.D. Aubert
als Giselle


als Jamiqua

Godfrey
als Gaeman

Brian Hooks
als DJ

Missi Pyle
als Barbara

Sofía Vergara
als Blanca

D. L. Hughley
als Johnny

Gary Anthony Williams
als Flame

Dwayne Adway
als Jerome

Terry Crews
als Flugbegleiter Thug

Ryan Pinkston
als Billy Hunkee

Sommore
als Cherry

John Witherspoon
als Blinder Mann

Stephen Keys
als Riggs

Angell Conwell
als Tamika

Robert Isaac Lee
als Richter Pong

Karl Malone
als Karl Malone

Handlung

Nachdem er in einem spektakulären Schmerzensgeldprozess runde 100 Millionen Dollar von einer Airline erpresste, gründet Nashawn Wade (Kevin Hart) kurzerhand eine eigene Fluggesellschaft, ganz zurecht geschnitten auf die Bedürfnisse eines afroamerikanischen Kundenkreises. Dazu gehören ein Passagierjet im Spezialdesign, Soul Food auf der Speisekarte, eine Touristenklasse mit Ghettobus-Optik und ein Kapitän, der lieber zum Joint als zum Steuer greift. Auch an Bord: Ein schwitzender weißer Mann (Tom Arnold) mit seiner geschlechtsreifen Teenie-Tochter.

Schwarze Variante des bewährten "Airplane"-Motivs, unter Verwendung zahlreicher wohlplatzierter Tabutritte, dargereicht von Musikvideo-Spezialist Jessy Terrero in seinem Regiedebüt.

Nashawn Wade verklagt erfolgreich eine Airline auf Schmerzensgeld und gründet von den 100 Millionen zugestandenen Dollar die erste Fluggesellschaft in Besitz eines Schwarzen. Beim Jungfernflug präsentiert sich diese mit einem Casino, einem Club, und einem haschrauchenden Piloten mit Höhenangst. An Bord befindet sich außerdem eine einzige weiße Mittelklassefamilie und nicht zu vergessen neben Luxus-Business- und Touristenklasse die sogenannte "Low Class", deren Einrichtung inklusive Bierwerbung einem abgenutzten Großstadtbus gleicht.

Als man Nashawn Wade 100 Millionen Dollar Schmerzensgeld zuspricht, gründet er umgehend NWA, die erste Airline im Besitz eines Schwarzen. Ans Steuer seines metallic-lialafarbenen Luden-Clippers setzt er den unter Höhenangst leidenden Dauerkiffer Mack, den Rest der Crew bildet ein Haufen triebgesteuerter Knallchargen. Gott sei Dank gibt es einige bedauernswerte Passagiere des in First, Business und eine abgewrackte, Stadtbus-artige Lower Class eingeteilten Fliegers, die zeitweise das Ruder in die Hand nehmen.

Kritik

24 Jahre nachdem die turbulente Zucker/Abrahams/Zucker-Produktion "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" in den Kinos landete, schickt MGM jetzt eine afroamerikanische Variante des Kultklassikers an den Start. Mit Rapper Snoop Dogg ("Starsky & Hutch") am Steuer als verkiffter Flugkapitän Mack präsentiert sich eine vulgär-krude Tiefflieger-Komödie, die angestrengt möglichst oft die Schallmauer des guten Geschmacks zu durchbrechen versucht. Dabei hebt der vorrangig um Rassenstereotype, sexuelle Stimulation und Verdauungsfunktionen kreisende Humor in seiner krassen Plumpheit allerdings kaum so recht ab.

Eine ähnliche Story kennt man bereits aus "Next Friday", in dem Rapper Ice Cube und seine schwarze Filmfamily in eine weiße Vorstadt ziehen und das Aufeinanderprallen der Kulturen für Heiterkeit sorgen soll. Im Fall von "Soul Plane" spielt sich das sketchhafte Geschehen fast ausschließlich im metalliclila glitzernden Titelflugzeug (mit Hydrauliklifts wie ein Zuhältermobil aufgemotzt) ab. Hier findet sich eine weiße Familie (mit Tom Arnold als geplagten Patriarch) unter den fast ausschließlich schwarzen Passagieren in der Minderheit wieder. Sie sind an Bord beim Jungfernflug der NWA-Fluggesellschaft, die Besitzer Nashawn Wade (Kevin Hart) mit ihm zugestandenen 100 Mio. Dollar Schmerzensgeld gegründet hat. In der Ersten Klasse ist alles vom Allerfeinsten, es folgt eine bescheidenere Business-Klasse und schließlich eine "Low Class", deren Einrichtung inklusive Bierwerbung einem abgenutzten Großstadtbus gleicht. Die Filmemacher sind bei ihren politisch bemüht unkorrekten Spitzen bemüht, Gleichberechtigung walten zu lassen, auf dass jede Zielscheibe (seien es Schwarze, Weiße, Blinde, Schwule oder Araber) gleichermaßen ihr parodistisches Fett abbekommen soll. Debütregisseur Jesse Terrero, der seine Musikvideo-Erfahrung zeitfüllend zweimal einbringt (das Sicherheitsvideo ist eine Parodie auf den Destiny's-Child-Clip "Survivor", und im Partyraum wird ein klischeeüblicher Clip gedreht) springt hektisch-abgehackt von einem Gag zum nächsten. Während der Captain nur sein nächstes High im Sinn hat, scheinen alle anderen fast ausschließlich mit dem Ausleben ihrer sexuellen Fantasien beschäftigt zu sein. Atempausen gönnt sich Terrero mit zwei dramatischen Einlagen, in denen Nashawnes Ex-Verlobte und die rebellische Teentochter von Arnolds Mr. Hunkee das Handlungsruder übernehmen. Ein kommerzieller Take Off darf eher vom genretypischen Rap und HipHop Soundtrack, denn von dieser etwas platten Black Urban Comedy erwartet werden. ara.

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Info

Plakat des Films: Soul Plane
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 2004

Länge: 1 h 26 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Soul Plane

Regie: Jessy Terrero

Drehbuch: Chuck Wilson, Bo Zenga

Musik: Christopher Lennertz, Null

Produktion: David Scott Rubin

Kostüme: Shawn Barton

Kamera: Jonathan Sela

Schnitt: Michael R. Miller

Ausstattung: Robb Buono, Jeff Wallace

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