Leinwandadaption der erfolgreichen Kinderbücher und Zeichentrickserie um einen Plüschhasen.

Kinostart: 03.02.2005

Handlung

Die kleine Sophie und ihr Plüschhase Felix sind ein Herz und eine Seele. Deshalb ist das Mädchen zunächst auch untröstlich, als ihr das Stofftier ausgerechnet beim Urlaub in Norwegen abhanden gekommt. Doch die Sorge ist unbegründet: Felix hat sich bloß einen Abenteuerurlaub genommen und unterrichtet seine Freundin mit Briefen aus aller Welt. Vor einem hartnäckigen Poltergeist nach Fernost entkommen, erkundigt Felix die Südsee und den Himalaya, wo er Freundschaft mit dem Yeti schließt. In Schottland macht er die Bekanntschaft des Ungeheuers von Loch Ness, und in Transylvanien spielt er eine Runde Fang den Hut mit den Enkeln des Grafen Dracula. Aber am schönsten ist es doch zu Hause.

Bereits sechs Abenteuer des Plüschhasen aus den Kinderbücher von Annette Langen und Illustratorin Constanza Droop wurden in 22 Sprachen übersetzt, bevor nun erstmals eine Kinoversion die Leinwand erobert.

Sophie und ihr Plüschhase Felix machen mit der Familie Campingurlaub in Norwegen, als Felix durch dumme Umstände von seinen Leuten getrennt wird und sich alleine zurück nach Hause durchschlagen muss. Unterwegs begegnet er Elfen, fliegenden Pferden, Yetis, dem Ungeheuer von Loch Ness und der Verwandtschaft des Grafen Dracula, wie er Sophie regelmäßig in langen Briefen berichtet.

Aufgrund dummer Umstände verliert die kleine Sophie im Urlaub ihren geliebten Plüsch-Hasen Felix. Doch das Langohr ist glücklicherweise ein begnadeter Briefeschreiber, so dass sie aus erster Hand von den Abenteuern des mutigen und durch kaum etwas zu erschütternden Felix erfährt. Bis Sophie ihn wieder in die Arme schließen kann, macht das reiselustige Tier unter anderem Bekanntschaft mit Pegasus, dem Yeti, dem Ungeheuer von Loch Ness und einer Handvoll Vampire, während es gleichzeitig von einem nervigen Poltergeist gejagt wird.

Kritik

UIP - seit "7 Zwerge - Männer allein im Wald" auch mit einheimischen Produktionen erfolgsverwöhnt - schickt nun in einer weiteren deutschen Produktion einen putzigen Hasen auf Weltreise. Und da dieser als bebildertes Buch, TV-Serie und mannigfaltiger Merchandising-Artikel (Hauptsache, kariert) bei (Klein-)Kindern äußerst beliebt ist, sollte das erste abendfüllende Zeichentrickabenteuer mit Felix durchaus ähnliche Zahlen schreiben können wie Warners "Der kleine Eisbär", der bei seinem Kinostart im Herbst 2001 ähnliche Voraussetzungen erfüllte.

Gerade mal zehn Jahre hat Felix, Held der Kinderbücher von Autorin Annette Langen und Illustratorin Constanza Droop, auf dem Buckel, und schon hat er Millionen von Kinderzimmern erobert. Dabei kommt der globetrottende Nager mit der signifikanten karierten Schleife um den Hals nicht nur in Bilderbuch-Form und als Fernsehserien-Star großartig an, er lässt sich auch genial vermarkten. In erster Linie natürlich als süßes Kuscheltier, aber das Karomuster lässt sich auch auf allerhand nützlich Dinge wie Geldbörse oder Köfferchen, Brotzeitbeutel oder Rucksäcklein, Zahnbürste oder Bleistift pressen. Der enorme Bekanntheitsgrad insbesondere bei Vorschulkindern und Erst- bis Zweitklässlern verhalf der Marke Felix u ihrem ersten Leinwand-Auftritt. Wie der Titel "Felix - Ein Hase auf Weltreise" schon impliziert, verschlägt es den Hasen auch in der Kino-Version von Guiseppe Maurizio Laganà, in seiner italienischen Heimat eine Koryphäe in Sachen Animation und auch Regisseur der zweiten "Felix"-TV-Staffel, schon nach den ersten Filmminuten in die große weite Welt. Sehr zur Trauer seiner "Besitzerin", der achtjährigen Sophie. Und während diese zu Hause auf ein Lebenszeichen ihres Kuscheltiers, zum Glück ein begnadeter Briefeschreiber, wartet, wird der mutige und durch kaum etwas zu erschütternde Felix episodenartig von einer abenteuerlichen Begegnung in die nächste katapultiert. Gejagt von einem nervigen Poltergeist und dessen Vasallen macht das reiselustige Langohr unter anderem Bekanntschaft mit Pegasus, dem Yeti, dem Ungeheuer von Loch Ness und einer Handvoll Vampire, bis er schließlich von seiner Sophie wieder in die Arme geschlossen werden kann..

Wie es sich für einen Animationsfilm für den Nachwuchs gehört, sind Figuren und Hintergründe einfach gezeichnet und klar strukturiert. Da die Story häppchenweise präsentiert wird, werden gefährliche Situationen, sofern vorhanden, schnell aufgelöst. Trendgemäß wurden die Stimmen teils von Profis, teils von VIPs wie Uschi Glas, die eine alte Eule spricht, oder Hugo Egon Balder als "Männlicher Dodo" synchronisiert. Das Ergebnis ist ähnlich solide wie die musikalische Untermalung, bei der Schlager-Ikone Vicky Leandros mit dem Titellied und weiteren Songs für das Altmodisch-Klassische steht, während Ralph Kretschmar mit seinen nicht jedermanns Geschmack treffenden, rappenden Kakerlaken wohl auch die älteren Buben bzw. das internationale Publikum bedienen soll. Dennoch bleibt der Charme, den der illustrierte Felix in mittlerweile sechs Büchern verbreitet, weitgehend erhalten. Und dass man am Ende der übersichtlichen 80 Minuten auch noch ein wenig über diverse Legenden und Sagengestalten erfahren hat, ist ein kleiner Tribut an Pisa und unsere Wissensgesellschaft. Lustig und spannend, lehrreich und dramaturgisch leicht bekömmlich - so macht Felix seinem Namen alle Ehre und sorgt für glückliche Kinder. lasso.

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Info

Plakat des Films: Felix - Ein Hase auf Weltreise

Kinostart: 03.02.2005

Deutschland 2005

Länge: 1 h 24 min

Genre: Animation

Originaltitel: Felix - Ein Hase auf Weltreise

Website: http://www.felix-derfilm.de/