Sympathische Romantikkomödie um einen jungen Mann, der nur drei Stunden Zeit hat, der besten Freundin seine Liebe zu gestehen.

Kinostart: 25.07.2013

Nicholas Reinke

Nicholas Reinke
als Martin

Claudia Eisinger

Claudia Eisinger
als Isabel

Peter Nitzsche
als Fred

Lucy Wirth
als Johanna

Dietrich Hollinderbäumer
als Gott

Hartmut Schreier
als Taxifahrer

Matthias Brenner
als Karl Lindauer

Doris Buchrucker
als Doris Lindauer

Christian Heiner Wolf
als David

Katharina Goebel
als Anna

Florian Schmidt-Gahlen
als Tom

Pascal Fligg
als Georg

Christian Lex
als Paul

Annina Butterworth
als Marie

Judith von Radetzky
als Andrea

Joana Adu-Gyamfi
als Melanie Brooks

Horst Krauss
als Polizist Horst

Alexander Krötsch
als Polizist Alex

Miriam Mack
als Lara

Christian Ammermuller
als Gast

Stefan Rutz
als Pfarrer

Catalina Navarro Kirner
als Fotografin

Handlung

Der stille Poet Martin jobbt sich durchs Leben und träumt von seinem Fantasy-Theaterstück, das in seiner Schreibtischschublade steckt. Dort entdeckt es die engagierte Aktivistin Isabel und entfacht damit seinen Ehrgeiz: Während Bühnenbild und Proben langsam Gestalt annehmen, entwickelt sich zwischen den beiden eine Freundschaft. Aber erst, als Isabel für längere Zeit zu einem Hilfsprojekt nach Afrika reist, gesteht ihr Martin im letzten Moment seine Liebe - und löst einen turbulenten Tag aus, bei dem sich beide verlieren, bis nur drei gemeinsame Stunden bleiben.

Der stille Poet Martin jobbt sich durchs Leben und träumt von seinem Fantasy-Theaterstück, das in seiner Schreibtischschublade steckt. Dort entdeckt es bei einer Party die engagierte Aktivistin Isabel und entfacht damit seinen Ehrgeiz: Während Bühnenbild und Proben langsam Gestalt annehmen, entwickelt sich zwischen den beiden eine Freundschaft. Aber erst, als Isabel für längere Zeit zu einem Hilfsprojekt nach Afrika reist, gesteht ihr Martin im letzten Moment seine Liebe - und löst einen turbulenten Tag aus, bei dem sich beide verlieren, bis nur drei gemeinsame Stunden bleiben.

Einem jungen Mann bleiben nur drei Stunden Zeit, um seiner Langzeit-Besten-Freundin seine Liebe zu gestehen. Sympathische romantische Komödie vor dem sommerlichen München.

Kritik

Bezaubernd vereint Boris Kunz im sommerlichen München charmante Lovestory und Ensemble-Komödie.

Hat er mit seinem Kurzfilm "Daniels Asche" bereits Preise und Herzen gesammelt, dürfte Kunz das mit seiner HFF-Abschlussarbeit ebenfalls spielend gelingen. Sein im ganz eigenen Independent-Stil gehaltenes Debüt ist eine witzige Romcom mit liebenswert-skurrilem Ensemble. Die Lovestory bricht mit künstlerischer Ambition eine Lanze für hoffnungslose Romantiker und porträtiert eine Generation und ihre Träume auf hinreißende Weise.

Um zwei füreinander Bestimmte zusammenzubringen, braucht es die Tatkraft einer ganzen Theatergruppe plus Gott persönlich, was sowohl an die Tradition eines Ernst Lubitsch, Linklaters "Before Sunrise", als auch das Regional-Mirakel "Wer früher stirbt, ist länger tot" anknüpft. Beide sind um die Dreißig, der stille Poet Martin (Nicholas Reinke, "Buddenbrooks") und die anstrengende Weltverbesserin Isabel (Claudia Eisinger aus "Blutzbrüdaz"), die auf einer Party sein Fantasy-Theaterstück entdeckt und ihn animiert, es zu realisieren. Bis Träume verwirklicht werden und sich beide ihre Gefühle eingestehen, steht die engagierte Aktivistin vor der Abreise nach Afrika, erteilt seinem Liebesgeständnis eine Absage und stürzt den angehenden Theaterregisseur in eine depressive Weltflucht. Dann wird der Flug um einen Tag verschoben. Bis sich beide nach einer ausgiebigen Suchaktion durch alle Freunde und Verwandte endlich finden, bleiben ihnen nur noch die titelgebenden drei Stunden.

Mag zunächst nicht jede Pointe passen, je länger "Drei Stunden" läuft, desto wunderbarer wirkt die Lost&Found-Dramaturgie. Der im sonnigen München spielende Film erzählt viel über das Lebensgefühl einer Generation und die Geschlechter und betört mit zarter Musik von "Rosalie und Wanda", die verträumt-sinnierende bis melancholische Stimmungen der Protagonisten einfängt.

Überforderte Figuren verbreiten durch ihre Menschlichkeit gute Laune und wachsen ans Herz. Selten war eine Komödie näher an Leben und Stadt dran. Zugleich nutzt das augenzwinkernde Märchen einen Schuss Fantasy, wenn sich Martin mit einem legeren Gott (Dietrich Hollinderbäumer als lässiger Impresario) zum Zwiegespräch auf ein Bier trifft und zu seinem Glück geschubst werden muss. Der Tonfall aus witzig-originellen Dialogen, nächtlicher Spontan-Hochzeit in sternklarer Nacht über der Isar sowie einer Theaterkunst à la Michael Ende fällt so unverwechselbar wie unwiderstehlich aus.

tk.

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Info

Plakat des Films: Drei Stunden

Kinostart: 25.07.2013

Deutschland 2012

Länge: 1 h 41 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Drei Stunden

Regie: Boris Kunz

Drehbuch: Alexander Costea, Boris Kunz

Musik: Konstantin Ferstl, Rosalie Eberle, Manfred Mildenberger

Produktion: Khaled Kaissar

Kostüme: Monika Staykova

Kamera: Martin Niklas

Schnitt: René Loos

Ausstattung: Markus Dicklhuber

Website: http://www.dreistunden-derfilm.de