Erste Kinokomödie von und mit Mike Myers nach seinen "Austin Powers"-Erfolgen, in der er als indischer Guru Amerika erobern will.

Kinostart: 02.10.2008

Mike Myers

Mike Myers
als Guru Pitka

Jessica Alba

Jessica Alba
als Jane Bullard

Justin Timberlake

Justin Timberlake
als Jacques "Le Coq" Grande

Romany Malco
als Darren Roanoke

Meagan Good
als Prudence

Ben Kingsley
als Guru Tugginmypudha

Omid Djalili
als Guru Satchabigknoba

Deepak Chopra
als Deepak Chopra

Handlung

Seit man ihn als Baby vor einem indischen Ashram fand, zogen Gurus den kleinen Pitka (Mike Myers) auf, bis dieser in die USA auszog, um massenhaft Jünger für seine exzentrischen Lebensweisheiten zu begeistern. Jane (Jessica Alba), Besitzerin eines Eishockeyteams, bietet ihm zwei Millionen Dollar, wenn er ihren Star Darren (Romany Malco) wieder mit seiner Ex-Frau vereint. Seit sie mit Rivale Jacques (Justin Timberlake) geht, hat Darren seine Form verloren.

Nach dem Erfolg der "Austin Powers"-Reihe fungierte Star-Komiker Mike Myers vor allem als Stimme des tollkühnen "Shrek". Nun ist wieder Zeit für augenzwinkernden Slapstick und zweideutige Witze mit angesagten Stars - dargeboten in der Nonsense-Tradition eines Benny Hill.

Pitka ist ein Amerikaner, der im fernen Indien von Gurus großgezogen wurde und nun in seine Heimat zurückkehrt, um sich im Selbsthilfegeschäft einen Namen zu machen. Gleich die erste Herausforderung erweist sich als Hürde: Pitka soll sich eines professionellen Eishockeyspielers annehmen, der sowohl privat wie auch beruflich eine harte Zeit erlebt, als seine Frau ihn wegen eines anderen Spielers verlässt.

Guru Pitka ist in heiliger Liebesmission unterwegs. Auf Bitte von Jane Bullard, der Besitzerin des Eishockey-Teams der Toronto Maple Leafs, soll er den Starspieler Darren Roanoke mit seiner von ihm getrennten Frau Prudence wieder vereinen. Denn nur dann hat das Team eine Chance, den Stanley Cup zu gewinnen. Erschwerend ist der Umstand, dass Prudence mit Jacques "Le Coq" Grande angebandelt hat. Doch Pitka ist mit allen spirituellen Weisheits-Wassern gewaschen. Gleichzeitig verliebt sich "Seine Heiligkeit" in die schöne Jane.

Kritik

Nach fünf Jahren Abwesenheit von Liveaction-Filmen mimt "Austin Powers"-Komiker und "Shrek"-Stimme" Mike Myers in der vulgären Slapstick-Komödie einen schrägen Selbsthilfe-Guru.

Das Drehbuch, das an einen ausgedehnten "Saturday Night Live"-Sketch erinnert, schrieb Myers in Zusammenarbeit mit Newcomer Graham Gordy. Als Regisseur suchte sich der zudem produzierende Hauptdarsteller mit Marco Schnabel ein ebenfalls unbeschriebenes Blatt. Es handelt sich also um eine Mike-Myers-Show. Die Idee für Guru Pitka kam Myers bereits Mitte der Neunziger Jahre, seine spätere Freundschaft mit Selbsthilfe-Autor Deepak Chopra erwies sich als zusätzliche Inspirationsquelle. Äußerlich könnte Pitka als Love Child von Beatles-Guru Maharishi Mahesh Yogi und Charles Manson durchgehen. Er benimmt sich ähnlich ausfallend wie der "Spion in geheimer Missionarstellung", nur dass er diesmal in heiliger Liebesmission unterwegs ist. So soll Pitka auf Bitte von Jane Bullard (Jessica Alba), der Besitzerin des Eishockey-Teams der Toronto Maple Leafs, den Starspieler Darren Roanoke (Romany Malco, zuletzt Türhüter von Tina Feys "Baby Mama") mit seiner von ihm getrennten Frau Prudence wieder vereinen. Denn nur sofern Darren sein Mojo wieder findet, hat das Team eine Chance den Stanley Cup zu gewinnen. Erschwerend ist der Umstand, dass Prudence mit Jacques "Le Coq" Grande (Justin Timberlake selbstparodistisch als sexy Biest mit aufgeplusterten Genitalbereich) angebandelt hat. Doch Pitka ist mit allen spirituellen Weisheits-Wassern gewaschen. Gleichzeitig verliebt sich "Seine Heiligkeit" in die schöne Jane, was zwar durch seinen Keuschheitsgürtel kompliziert wird, gleichzeitig für alberne Erektions-Soundeffekte gut ist.

Krude Sexscherze sind die Eckpfeiler dieser mit Bad-Taste-Gags (wie eine Wischmop-Attacke mit Urin) angereicherten New-Age-Parodie. Zweideutige Anagramme sind noch das brave Vorspiel, der Höhepunkt wird mit laut trötender Elefanten-Erotik im Eisstadium eingeläutet. Beim obligatorischen Fäkalhumor wird unter anderem mit Elefantendung geklotzt, während MiniMe Verne Troyer griesgrämig als Coach Cherkof als Punchingball für Zwergenwitze herhalten muss. Myers verzichtet auf sein patentiertes "Powers"-Rezept mehrere Figuren zu spielen, stattdessen verkörpert er Guru Pitka als Teenager (sein Kopf CGI-montiert auf einem Kinderkörper), jungen Mann und taucht in einem Cameo als sich selbst auf. In weiteren Gastauftritten marschieren Deepak Chopra, Val Kilmer und Jessica Simpson auf, ohne den Lachquotienten zu beeinflussen. "Gandhi" Ben Kingsley als schielender Guru Tugginmypudda schneidet besser ab. Heiterkeit kommt zudem auf, wenn Pitka sich seine Sitar zur Brust nimmt und Songs von Dolly Parton ("9 to 5"), Extreme ("More Than Words") und der Steve Miller Band ("Joker") anstimmt. Richtig ausgelassen wird die Komödie mit dem - laut Myers - Anliegen, erbauliche Botschaften von Liebe, Freude und Selbstakzeptanz zu verbreiten, allerdings erst zum over-the-top Bollywood-gestylten Gesangs- und Tanzfinale. ara.

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Info

Plakat des Films: Der Love Guru
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 02.10.2008

USA 2008

Länge: 1 h 27 min

Genre: Komödie

Originaltitel: The Love Guru

Regie: Marco Schnabel

Drehbuch: Mike Myers, Graham Gordy

Musik: George S. Clinton

Produktion: Michael De Luca, Mike Myers

Kostüme: Karen Patch

Kamera: Peter Deming

Schnitt: Lee Haxall, Billy Weber, Gregory Perler

Ausstattung: Charles Wood

Website: http://www.derloveguru.de