19.12.2018 München
von Katrin Zywek

Kino-Highlights gab es im Jahr 2018 viele. Doch wenn Sommerwetter, Fußball-WM oder aktuell Weihnachtsmärkte locken, bleibt der Sehgenuss oft auf der Strecke. Wir verraten unsere 10 besten Filme des Jahres und auch warum man sie unbedingt gesehen haben sollte.


 

Ready Player One

Gerade haben wir geglaubt, einen der Urväter der Nerds an das schwere Historienkino verloren zu haben, da kommt Steven Spielberg mit „Ready Player One“ daher. Die Geek-Bibel von Ernest Cline bringt er als furioses Action-Feuerwerk und mit viel Augenzwinkern auf die Leinwand. So soll Gaming auf der Leinwand aussehen, so cool kann 2018 Kino sein.

 

Bad Times At the El Royale

Acht Fremde, eine verregnete Nacht und ein ständig spannendes Ratespiel, wer das wohl überlebt. Drew Goddards bisher beste Regiearbeit, mit Jeff Bridges in Hochform. Der coolste Gangster-Film des Jahres.
 

Lady Bird

Ein charmanter Comig-of-Age-Film, der nicht versucht, dem Zuschauer die Welt zu erklären. Saoirse Ronan hätte (schon wieder) den Oscar verdient – die Beziehung zu Filmmama Laurie Metcalf ist genial. Das perfekte Gegengewicht zu den Action-Blockbustern, die man sowieso sieht.

 

Mackie Messer

Wenn Brecht im Jahr 2018 gelebt und seine „Dreigroschenoper“ auf die Leinwand gebracht hätte, dann wäre womöglich dieser Film entstanden. Bei so viel V-Effekten ist Mitdenken angesagt. Und wer doch mal den Faden verliert, der darf sich von Tanz, Gesang, tollen Kostümen und faszinierender Kulisse mitreißen lassen!

 

Der Junge muss an die frische Luft

Hape Kerkelings Kindheit war rührend und tragisch zugleich: Regisseurin Caroline Link hat die jungen Jahre des Entertainers im liebvollen Farbsetting und mit tollem Hauptdarsteller beeindruckend in Szene gesetzt. Ein Muss für jeden Hape-Fan!

 

Christopher Robin

Herzerwärmend und Nostalgie pur: Der Film versetzt zurück in die eigene Kindheit und erinnert daran, das Leben nicht zu ernst zu nehmen. Winnie Puuh mit seiner treu-doofen Naivität kann man nur lieb gewinnen!

 

Avengers: Infinity War

Das erste Zusammentreffen (fast) aller Superhelden aus dem Marvel Cinematic Universe hätte gewaltig schief gehen können. Ist es aber nicht. „Infinity War“ ist besser als alle Marvel-Vorgängerfilme und hat ein Cliffhanger-Ende, das Nicht-Comickennern den Mund offen stehen lässt.

 
Bohemian Rhapsody

Queen sind dank ihrer Musik unsterblich. „Bohemian Rhapsody“ setzt mit einem genialen Rami Malek Freddie Mercury das filmische Denkmal, das Fans sehen wollen.

 

22. Juli

Das Böse kriecht nicht durch einen rauchenden Schlund aus der Hölle auf die Erde. Und Menschen sterben auch nicht in Superzeitlupe mit martialischer Hintergrundmusik! Paul Greengrass seziert in seinem ebenso reduzierten wie wuchtigen Drama minutiöse den Doppel-Anschlag vom 22. Juli 2011 auf Oslo und Utoya. Und schildert die vorsichtigen Versuche der Überlebenden, weiterzumachen.


Hast du alle 10 Highlight-Filme gesehen?

Ja 19%