Musikdokumentation über die Hardrocker Metallica und den schwierigen Weg zum Erfolg ihres Albums "St. Anger".

Kinostart: 26.08.2004

Handlung

Zur Jahrtausendwende steht die Existenz der erfolgreichsten Rockband der Welt auf der Kippe. Metallica, die in den 90ern mehr Scheiben verkauften als Eminem oder Madonna, präsentieren sich zerrissen von internen Streitigkeiten: Bassist Jason Newsted schmeißt kurz vor Produktion des neuen Albums alles hin, Lars Ulrich verzettelt sich in einen Kleinkrieg gegen die Musikbörse Napster, und Sänger James Hetfield begibt sich für ein komplettes Jahr in den klinischen Drogenentzug, um endlich den Dämon Wodka zu besiegen. Danach geht's verstärkt zum Gruppenpsychologen und Dokumentarfilmerteam ins Studio, um "St. Anger" einzuspielen.

Nicht weniger als 1200 Stunden Film kurbelten Joe Berlinger und Bruce Sinofsky, um nun diese nicht nur für Headbanger lohnende Dokumentation eines menschlichen und kreativen Reifeprozesses daraus zu destillieren.

Nach ihrer letzten Tour wollten sich Sänger James Hetfield, Gitarrist Kirk Hammett, Drummer Lars Ulrich und Bassist Jason Newsted für die Aufnahmen zu einem neuen Album im Studio treffen. Dann erschütterte die Nachricht von Newsteds Ausstieg aus der Band die Musikwelt. Die restlichen drei Bandmitglieder versuchten einen Neuanfang: Sie mieteten sich auf einem alten Militärgelände ein, um erstmals ein Album zu produzieren, an dem jeder gleichermaßen beteiligt sein würde - mit Hilfe eines Psychologen, der dafür sorgen sollte, die Probleme zu lösen, die sich innerhalb der Band aufgestaut hatten.

Nach ihrer letzten Tour wollen sich Sänger James Hetfield, Gitarrist Kirk Hammett, Drummer Lars Ulrich und Bassist Jason Newsted eigentlich wieder im Studio treffen und ein neues Album aufnehmen. Da wird die Musikwelt von der Nachricht erschüttert, dass Newsted bei Metallica aussteigen will! Daraufhin mieten sich die verbliebenden Bandmitglieder auf einem verlassenen Militärgelände ein und versuchen einen Neuanfang - mit Hilfe eines Psychologen, der die Probleme, die innerhalb der Band herrschen, lösen soll.

Kritik

Fast eine Mio. Dollar am US-Boxoffice spielte die Dokumentation über eine der erfolgreichsten Bands der Welt ein. Darin entpuppen sich die "Metallica"-Mitglieder nicht etwa als "Monster" wie der Titel suggerieren mag, sondern als Mimosen, die von dem vom Management engagierten Band-Therapeuten verarztet werden, um ihr aktuelles Album "St. Anger" auf nehmen zu können.

Denn nicht auf die über zwei Jahrzehnte lange, turbulente Bandgeschichte wie es etwa MTV-Specials bereits leisteten, konzentriert sich das Regieduo Joe Berlinger und Bruce Sinofsky, sondern auf die immerhin auch zwei Jahre andauernden Studio-Sessions (- mit Unterbrechungen, da James Hetfield einen Entzug und Familienurlaub einlegte), die sie kontinuierlich begleiteten und auch chronologisch zusammenschnitten.. Damit gelingen ihnen ein origineller Ansatz und gleichzeitig auch vielschichtige Porträts der Gründungsmitglieder Hetfield und Lars Ulrich und dem seit 1983 mit der Band spielenden Kirk Hammett. Hetfield, charismatischer Kopf und Sänger, sonst gerne den Metal-Macho mimend, zeigt sich unsicher und verstockt, Drummer Ulrich, sich aufspielend und fluchend im dauernden Konkurrenzkampf mit Hetfield, Hammett sich den Egos der anderen unterwerfend und harmonisierend. So hat sicherlich noch keine Doku die Schwermetaller gezeigt, so nahe ist ihnen noch niemand mit der Kamera gerückt. Das ist spannend, bisweilen amüsant und manchmal auch berührend zu beobachten, wenn die drei etwa auf die Band-Verluste zu sprechen kommen. Sie sind nicht mehr die rebellischen Krachmacher von einst, sondern als inzwischen 40 Jährige Familienväter, die ihre Kids vom Ballett abholen oder sie bei den Proben auf dem Schoß halten, - und Großverdiener, die ihrem neuem Bassist Robert Trujillo mal eben eine Mio. Dollar als Bonus versprechen.

"Metallica: Some Kind of Monster" ist natürlich keine reine psychologische Studie über Gruppendynamik: Als Zuschauer ist man auch unmittelbar dabei, wie ein Song entsteht, wie (heiliger) Ärger über einen Anruf des Firmenchefs direkt in den Text eines Liedes einfließt, wie manche Tage, Wochen, Monate nichts vorangeht, wie auf einmal ein gemeinsames Proben die Kreativität aller beflügelt und wie krass die Kritik auf das Komponierte sein kann. In einer der herrlichsten Szenen des Films sagt Ulrichs Hippie-Vater seinem Sohn die Meinung. Und natürlich darf Musik nicht fehlen. Klassiker, beim Konzert gespielt oder den Szenen unterlegt, und neue Songs vom Album, z.B. beim Dreh des Titelsong-Clips im Gefängnis, kommen zu Gehör. Trotzdem sollten nicht nur die zahlreichen Fans der Band beim Film auf ihre Kosten kommen, der seit seiner Uraufführung beim Sundance Filmfestival auf etlichen Festivals weltweit lief und u.a. beim Münchner Filmfest sehr gut ankam. hai.

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Info

Plakat des Films: Metallica: Some Kind of Monster
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 26.08.2004

USA 2003

Länge: 2 h 20 min

Genre: Doku

Originaltitel: Metallica: Some Kind of Monster

Regie: Joe Berlinger, Bruce Sinofsky

Produktion: Jon Kaman, Frank Scherma

Kamera: Robert Richman

Schnitt: Doug Abel, M. Watanabe Milmore

Website: http://www.some-kind-of-monster.de

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