Intensiv inszeniertes und gespieltes Langfilmdebüt über einen Parkourläufer, der im Sport jede Hürde nimmt, doch im realen Leben an seiner krankhaften Eifersucht zugrunde geht.

Kinostart: 11.03.2010

Arved Birnbaum
als Frankie

Constantin von Jascheroff
als Paule

Georg Friedrich
als Janko

Ralf Dittrich
als Lehmann

Lilly Marie Tschörtner
als Jana

Laurens Walter
als Stefan

Nadja Stübiger
als Sylvie

Piet Fuchs
als Naber

Stefan Feddersen-Clausen
als Seng

Özgür Karadeniz
als Kontrolleur

Martin Butzke
als Chefarzt

Joachim Nimtz
als Arzt

Michael Stiller
als Vater

Walter Sprungala
als Bauherr

Christoph Gawenda
als Polizeibeamter

Daniel Seniuk
als Typ in Disco

Dorothea Arnold
als Krankenschwester

Vilmar Bieri
als Mieter

Georg Alfred Wittner
als Chef in Disco

Die Handlung von Parkour

Mittzwanziger Richie ist Gerüstbauer und führt mit der jüngeren Hannah eine glückliche Beziehung. Am liebsten aber absolviert er mit seinen beiden Kumpels Nonne und Paule Parkourläufe über urbane Industriebrachen. Was er an sportlichen Hürden spielerisch nimmt, daran scheitert er im Leben. Rasend eifersüchtig auf Nonne, der Hannah für ihre Abiprüfung Nachhilfestunden gibt, steigert er sich in einen aggressiven Wahn hinein, der sein aussichtsreiches Leben - Karriere und Beziehung - ruiniert.

Mittzwanziger Richie ist Gerüstbauer und führt mit der jüngeren Hannah eine glückliche Beziehung. Am liebsten aber absolviert er mit seinen beiden Kumpels Nonne und Paule Parkour-Läufe über urbane Industriebrachen. Was er an sportlichen Hürden spielerisch nimmt, daran scheitert er im Leben. Rasend eifersüchtig auf Nonne, der Hannah für ihre Abiprüfung Nachhilfestunden gibt, steigert er sich in einen aggressiven Wahn hinein, der sein aussichtsreiches Leben - Karriere und Beziehung - drastisch ruiniert.

Mittzwanziger Richie, ein begeisterter Parkour-Läufer, ruiniert sich mit aggressiver Eifersucht sein Leben. Das in Hof prämierte Langfilmdebüt von Marc Rensing ist weniger Sportfilm als eindringliches Psychodrama.

Kritik zu Parkour

Ein Parkourläufer steigert sich in diesem authentischen Psychodrama aus Verlustängsten um seine hübsche Freundin in einen unberechenbaren, gewalttätigen Wahn.

Mittzwanziger Richie (Christoph Letkowski) ist Gerüstbauer und führt mit der jüngeren Hannah (Nora von Waldstätten) eine glückliche Beziehung - am liebsten aber absolviert er mit seinen beiden Kumpels Nonne (Marlon Kittel) und Paule (Constantin von Jascheroff) Parkour-Läufe über urbane Gebirge: Häuser, Dächer, Fassaden. Aus schwelender Eifersucht um seine attraktive Freundin vermöbelt er heimlich Nebenbuhler in der Disco. Doch so richtig brechen seine Verlustängste aus, als Hannah, die berechtigte Sorge hat, ihr Abitur nicht zu schaffen, Mathe-Nachhilfestunden nimmt. Denn obwohl er dafür Nonne beauftragt, um ja nicht die Kontrolle über die Situation zu verlieren, wird er rasend eifersüchtig. Nicht ganz unschuldig daran ist sein österreichischer Baukollege Janko (Georg Friedrich als Nervensäge), der mit seinem gescherten Gerede von fortlaufender Untreue seine Paranoia entfacht und den Wahn anstachelt. Geldsorgen, ein betrügerischer Bauherr und eine Pechsträhne später wächst Richie alles über den Kopf, bis er einen tragischen Unfall verschuldet, der Janko ins Krankenhaus befördert. Damit schlittert Richie erst richtig in seinen verbissenen Irrsinn.

Das in Hof (Kodak Förderpreis 2009) und Baden-Baden (MFG Star 2009) prämierte Langfilmdebüt von Marc Rensing beginnt zwar wie ein energiegeladener Sportfilm, ist aber tatsächlich ein klassisches Psychodrama über die vernichtende Wirkung der Eifersucht. Mit Anleihen bei "Das weiße Rauschen" gelingt Rensing, der mit am Drehbuch schrieb, die Chronik einer sich auswachsenden Geisteskrankheit authentisch und dennoch nicht wie eine klinische Fallstudie zu inszenieren, sondern als eindringlichen, bestürzenden Abstieg in die Hölle - ohne jede Effekthascherei. Zwar sind einige Stilmittel zu durchsichtig, aber der düster bebilderte Film schraubt sich gefährlich tief in den ausufernden Wahn hinein - so tief, dass auch der Zuschauer getäuscht wird und einige bittere Überraschungen erlebt. Das Parkour-Laufen in einer Industriebrache dient vor allem als Metapher für den Geisteszustand der Hauptfigur: zunächst sind die Hürden, die er spielerisch nimmt, im Leben jedoch daran scheitert, ein sportlicher Spaß, bald eine Flucht, schließlich (auto)aggressive Destruktivität. Wie Letkowski als psychisch Labiler agiert und immer mehr Freunde verprellt, wenn nicht verprügelt, während ihm selbst in einem wiederkehrenden Vertigo der Boden unter den Füßen weggezogen wird, ist stark und so glaubwürdig, wie die restliche Besetzung eines vielversprechenden Erstlingswerks. tk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 11.03.2010

Deutschland 2009

Länge: 1 h 40 min

Genre: Drama

Originaltitel: Parkour

Regie: Marc Rensing

Drehbuch: Rüdiger Heinze, Marc Rensing

Musik: Thomas Mehlhorn

Produktion: Stefan Sporbert, Rüdiger Heinze

Kostüme: Juliane Maier

Kamera: Ulle Hadding

Schnitt: Sebastian Marka

Ausstattung: Stephanie Schlienz

Website: www.parkour-film.de/