Packendes Sportdrama um den afroamerikanischen Spitzenathleten Jesse Owens, der allen Widerständen zum Trotz bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin brillierte.

Kinostart: 28.07.2016

Stephan James
als Jesse Owens

Jason Sudeikis

Jason Sudeikis
als Larry Snyder

Jeremy Irons

Jeremy Irons
als Avery Brundage

Carice van Houten
als Leni Riefenstahl

William Hurt
als Jeremiah Mahoney

Eli Goree
als Dave Albritton

David Kross
als Carl 'Luz' Long

Barnaby Metschurat
als Joseph Goebbels

Tony Curran
als Lawson Robertson

Shanice Banton
als Ruth Solomon

Jonathan Aris
als Alfred J. Lill

Tim McInnerny
als Charles Sherrill

Nicholas Woodeson
als Fred Rubien

Jesse Bostick
als Ken Seitz

Glynn Turman
als Harry Davis

Handlung

Jesse Owens ist der Erste aus seiner Familie, der es aufs College schafft. Dort gelingt es ihm, den Coach Larry Snyder, selbst ehemaliger Olympionike, von seinen außergewöhnlichen Laufkünsten zu überzeugen. In Windeseile stellt Jesse einen Weltrekord nach dem anderen auf und qualifiziert sich für die Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Doch dann sieht es so aus, als würde sich sein Traum von der Olympiateilnahme doch nicht erfüllen, weil das amerikanische Komitee erwägt, Hitler eine Absage zu erteilen.

Der afroamerikanische Spitzenathlet Jesse Owens brillierte allen Widerständen zum Trotz bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Packendes Sportdrama von Regieveteran Stephen Hopkins ("Explosiv - Blown Away").

Kritik

Inspirierendes Biopic über den afroamerikanischen Spitzensportler Jesse Owens, der 1936 bei der Olympischen Spielen in Berlin vier Goldmedaillen gewann.

Owens war zu seiner Zeit für viele Jahre der schnellste Mann der Welt, der mehrere Leichtathletik-Rekorde brach. Doch Regisseur Stephen Hopkins erzählt nicht nur ein typisches Sportdrama um Talent, Training und Triumph. Einen Fingerzeig hierfür gibt der englische Titel "Race", der sowohl Rennen als auch Rasse bedeutet. Denn die deutsch-amerikanisch-kanadische Koproduktion thematisiert (wenn auch fast schon zu dezent) sowohl den Rassismus, der Owens zu Hause entgegenschlug als auch die antisemitische Rassenpolitik der Nazis. Ironischerweise wurde Owens offenbar in Deutschland wesentlich zuvorkommender behandelt als in seinem Heimatland, wo er nach seinem beispiellosen Olympiasieg erst kurz vor seinem Tod offizielle Anerkennung erhielt.

Das Drehbuch des Skriptteams Joe Shrapnel und Anna Waterhouse ("Frankie & Alice") schildert den Werdegang Owens (top: "Selma"-Darsteller Stephan James) ab seiner Collegezeit. Als Student an der Ohio University wird er vom etwas abgebrannten Coach Larry Snyder ("Wir sind die Millers"-Spaßvogel Jason Sudeikis sympathisch in einer ernsten Rolle) unter die Fittiche genommen. Synder bringt dem Naturtalent Technik und Disziplin bei, was sich beim Uni-Leichtathletikwettbewerb in Ann Arbor 1935 bezahlt macht. Dort bricht Owens drei Weltrekorde, was zu seiner Teilnahme an den nächstjährigen Olympischen Spielen in Berlin führt. Dort schreibt er Sportsgeschichte und unterminiert Hitlers Träume vom Siegeszug arischer Athleten.

Bis die Handlung aber nach Berlin verlagert wird, entfaltet sich die Story nach gefälligem, aber etwas eintönigem Muster. In Deutschland angekommen, steigert sich der Spannungsgrad beträchtlich. Die Atmosphäre im Olympiastadion ist geradezu elektrisierend, was von Archivaufnahmen unterstützt wird. Die Inszenierung bemüht sich nicht nur den unheilvollen Einfluss der Nazis zu vermitteln, sondern auch eine andere Seite der Deutschen zu zeigen. Dazu gehören Owens ungewöhnliche Freundschaft mit dem deutschen Starathleten Luz Long und wie das deutsche Publikum eher bereit war für den Afroamerikaner zu jubeln als seine Landsleute zu Hause. Diese differenzierte Herangehensweise trägt dazu bei diese grundsolide produzierte Geschichtsstunde alles andere als langweilig zu gestalten. ara.

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Info

Kinostart: 28.07.2016

Frankreich/Deutschland/Kanada 2016

Länge: 1 h 58 min

Genre: Drama

Originaltitel: Race

Regie: Stephen Hopkins

Drehbuch: Joe Shrapnel, Anna Waterhouse

Musik: Rachel Portman

Produktion: Jean-Charles Levy, Nicolas Manuel, Luc Dayan, Louis-Philippe Rochon, Dominique Séguin, Kate Garwood, Karsten Brünig, Stephen Hopkins

Kostüme: Mario Davignon

Kamera: Peter Levy

Schnitt: John Smith

Ausstattung: David Brisbin

Website: http://www.zeit-fuer-legenden.de