Katastrophen-Mystery-Thriller über aggressive Meeresorganismen, die die Menschheit bedrohen.

Kinostart: nicht bekannt

Lavinia Wilson

Lavinia Wilson
als Eva Meinert

Fahri Yardim

Fahri Yardim
als Finn

Katja Weitzenböck

Katja Weitzenböck
als Britta Schneider

Hubertus Grimm
als Peter Kranz

Xaver Hutter
als Bernd Meinert

Thomas Limpinsel
als Holger Schneider

Nina Eichinger
als Reporterin

Sieruan Casey
als Sergej

Johanna Dürolf
als Lisa

Wolfgang Raach
als Viktor

Carolin Pohl
als Astrid

Kritik

Die Geschichte erinnert an Frank Schätzings Bestseller "Der Schwarm", und 120 Minuten hätten es auch nicht sein müssen. Davon abgesehen aber macht auch der zweite Film aus der ProSieben-Filmreihe "Thrill Time" dem neuen Markennamen alle Ehre.

Wie schon bei "Crashpoint" lässt sich die Handlung auf einen Satz reduzieren: Ominöse Organismen aus dem Meer raffen die deutschen Küstenbewohner dahin. Allerdings spicken Philipp Weinges und Günter Knarr (Buch und Produktion) die Geschichte geschickt mit diversen Zutaten. Dass Ärztin Eva (Lavinia Wilson) um das Leben ihrer kleinen Tochter bangt, die mit Evas Ex-Mann eine Bootstour macht, gehört zu den erwartbaren Zutaten. Ungewöhnlicher ist die Figur einer verblüffend skrupellosen Managerin (Katja Weizenböck), die über Leichen geht, um Job und Bonus zu verteidigen. Ihrer Firma gehört eine Ölplattform, die zu Beginn des Films während eines Orkans in Schieflage gerät und beinahe havariert. Kurz drauf werden die Kliniken an der Küste regelrecht gestürmt; in reichlich unappetitlichen Szenen kotzen sich die Menschen beinahe buchstäblich die Seele aus dem Leib. Ein ziemlich unkonventioneller Meeresbiologe (Fahri Ogün Yardim) findet raus, dass die Erreger der Epidemie aus dem Meer stammen. Gemeinsam mit Eva und einem schnöseligen Mitarbeiter (Hubertus Grimm) des Umweltbundesamts sucht der Biologe am Fuß der Bohrinsel nach der Brutstätte der Keime. Das Trio stößt auf einen durch die Bohrungen freigesetzten Jahrmillionen alten Organismus, der sich dank der günstigen Bedingungen in der Nordsee explosionsartig entwickelt.

So faszinierend diese Evolution im Zeitraffer auch ist: Das 45-minütige Finale ist dann doch etwas zu lang geraten. Auf der anderen Seite beweist Pro Sieben nicht nur mit der ungewöhnlichen Dauer dieses TV-Movies Mut: Nachdem sich das Trio ins U-Boot gequetscht hat, kippen Inhalt und Erzählweise komplett. Hatte Regisseur Hans Horn die Handlung zuvor mit dynamischer, gern nah bei den Figuren agierender Kamera (Bernhard Jasper) und zügigem Schnitt vorangetrieben, so gestaltet er die submarinen Szenen fast bedächtig.

Natürlich sorgt die Konstellation der Figuren für eine weitere Spannungsebene, denn die beiden Herren wetteifern selbstredend um die Gunst der Dame. Außerdem sind sie für die komödiantischen Einlagen zuständig: Der beamtete Anzugträger ist ein Frauenschwarm, leidet aber unter kleineren Zwangsneurosen, die Grimm angenehm beiläufig in sein Spiel integriert. Die Figur mit der größten Vielfalt ist allerdings der flippige Wissenschaftler Finn, den Yardim fast als Moritz-Bleibtreu-Kopie spielt. Finns Wohnmobil ist eine Mischung aus Labor und Kifferhöhle, und zur Arbeit hört er Rock-Musik, die die Tölzer Bananafishbones eigens für den Film geschrieben haben: Hans Horn ist der Bruder der beiden Band-Mitglieder Peter und Sebastian Horn. tpg.

Wertung Questions?

FilmRanking: 16507 -2356

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Tod aus der Tiefe

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland/Österreich 2009

Genre: Thriller

Originaltitel: Tod aus der Tiefe

Regie: Hans Horn

Drehbuch: Philipp Weinges, Günter Knarr

Musik: Andrej Melita, Peter Horn

Produktion: Andreas Richter, Philipp Weinges, Günter Knarr

Kamera: Bernhard Jasper, Max Bestle

Schnitt: Andreas Menn

Ausstattung: Uwe Radicke