Turbulente Nonsenskomödie mit Will Ferrell, der als NASCAR-Rennass Konkurrenz von Ali G. bekommt.

Kinostart: 12.10.2006

Will Ferrell

Will Ferrell
als Ricky Bobby

John C. Reilly

John C. Reilly
als Cal Naughton Jr.

Sacha Baron Cohen

Sacha Baron Cohen
als Jean Girard

Gary Cole
als Reese Bobby

Michael Clarke Duncan
als Lucius Washington

Leslie Bibb
als Carley Bobby

Die Handlung von Ricky Bobby - König der Rennfahrer

Rennfahrer Ricky Bobby (Will Ferrell) hat es geschafft: Aus ärmsten Verhältnissen stammend, brachte er es mit Risikobereitschaft, harter Arbeit sowie der treuen Unterstützung von Kumpel Cal (John C. Reilly) zum NASCAR-Champion. Als jedoch der schwule französische Formel-1-Pilot Jean Girard (Sacha Baron Cohen) auf der Bildfläche erscheint und ein schwerer Unfall sein Selbstbewusstsein trübt, drohen ihn Glück und Freunde zu verlassen.

Zotig, albern und garantiert politisch unkorrekt: Erfolgskomiker Will Ferrell ("Old School", "Verliebt in eine Hexe") erobert die Sportwelt mit dieser turbulenten Hit-Komödie von "Anchorman"-Regisseur Adam McKay.

Der rebellische NASCAR-Rennfahrer Ricky Bobby sieht sich im eigenen Rennstahl mit harter Konkurrenz konfrontiert. Sein Kollege Jean Girard macht sich daran, ihm die Stellung als Nummer eins streitig zu machen. Als Reaktion tut sich Bobby mit seinem Kumpel Cal zusammen und gründet das Duo Thunder and Lightning. Damit avancieren sie zu den gefürchtetsten Fahrern des ganzen Circuits.

Ricky Bobby hat von seinem Vater nicht nur das Talent mitbekommen, sondern auch die Weisheit: "Wenn du nicht der erste bist, bist du das letzte!". So ist es vor allem sein unbedingter Siegeswille, der Ricky zum unangefochtenen Champion der NASCAR-Rennserie macht. Jedenfalls bis der französische Schnösel Jean Girard in der Szene auftaucht und begründete Ansprüche auf Rickys Krone anmeldet. Dass kann der natürlich nicht auf sich sitzen lassen, und eine sowohl auf als auch neben der Piste erbittert geführte Fehde beginnt.

Kritik zu Ricky Bobby - König der Rennfahrer

Komik-Ass Will Ferrell und NASCAR erweisen sich in der rowdyhaften Redneck-Satire mit rasanten Rennsequenzen als unschlagbare Komödienkombination, die dem Star nach "Anchorman - Die Legende von Ron Burgundy" erneut einen Hit aus eigener Produktion beschert.

Die Story um einen egozentrischen Einfaltspinsel, der einen empfindlichen Karrierecrash erleidet und emotionsreiche Lebenslektionen einstecken muss, bevor er wieder als unangefochtener Meister seines Fachs glänzt, erinnert nicht von ungefähr an Ferrells letzten (US-)Hit "Anchorman". Schrieb doch Ferrell wie zuvor in Zusammenarbeit mit Regisseur Adam McKay das Drehbuch, das mit mehr ausufernden Absurditäten gespickt ist als sich Sponsorensticker auf Ricky Bobbys Rennwagen finden. Bevor der Protagonist jedoch zum NASCAR-König aufsteigen kann, wird ein aufschlussreicher Kindheitsprolog aufgefahren, der zeigt, wie der kleine Bobby nachhaltig von seinem geschwindigkeitsfanatischen Trailertrash-Papa Reese (Gary Cole urkomisch als lotterhafter Loser) und dessen Leitspruch :"If you're not first, you're last!" beeinflusst wird. Ins Erwachsenenalter vorgesprungen, wird Bobbys Dominanz auf der Rennbahn mit versierten Montagen von adrenalingepowerter Autoaction demonstriert. Seinen damit errungenen Neureichen-Luxus teilt der etwas doofe, doch großherzige Superstar mit seiner sexy Trophäen-Ehefrau Carly (Leslie Bibb), seinen beiden rotzfrechen Söhnen Walker und Texas Ranger sowie seinem besten Freund und ergebenen Teamkollegen Cal (John C. Reilly wieder perfekt als zweite Geige). Doch Bobbys perfekt geschmiertes Leben auf der Überholspur kommt zum blamablen Stillstand, als der ehemalige Formel-Eins-Meister Jean Girard (abgefahren amüsant: Sacha Baron Cohen aka Ali G) ihm seinen Titel streitig macht - doch nicht bevor der offenherzig schwule Franzose ihm vor versammelter Mannschaft den Arm gebrochen hat. Ihre mit homoerotischer Spannung knisternde Rivalität, Rickys Absturz in die Gosse und sein langsamer Aufstieg zurück nach oben füllen den Rest der im Endspurt schließlich ein wenig auf Gag-Reserve dahintuckernden Proleten-Parodie.

Ferrell zieht seine übliche manisch-panische Masche ab, bei der auch die mittlerweile zum Markenzeichen gewordene Entblößung seiner Bierkugel peinsames Programm ist. Im Buddyfilm-Segment steht Ferrell kompetent Reilly zur Seite, der ihm als sein ebenso tumber wie treuherziger Kumpel mit unterstützenden Fahrmanövern stets zum Sieg verhilft. Rickys Egoismus, nie auch einmal seinen Freund gewinnen zu lassen, ist eine der Charakterhürden, die es für ihn zu nehmen gilt. Zudem wird noch zum Wohlfühlen ein romantischer Subplot an den Start geschickt, so dass all die genreüblichen Sparten angeschnitten werden. Insgesamt versteht es diese aberwitzige Aneinanderreihung von teils recht bizarren Sketchen salopp das typische NASCAR-Publikum einerseits zu veräppeln, es andererseits auch mit den erstklassigen Rennsequenzen zu unterhalten. ara.

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Info

Plakat des Films: Ricky Bobby - König der Rennfahrer
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 12.10.2006

USA 2006

Länge: 1 h 48 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Talladega Nights: The Ballad of Ricky Bobby

Regie: Adam McKay

Drehbuch: Adam McKay, Will Ferrell

Musik: Alex Wurman

Produktion: Judd Apatow, Adam McKay, Will Ferrell, Jimmy Miller

Kostüme: Susan Matheson

Kamera: Oliver Wood

Schnitt: Brent White

Ausstattung: Clayton Hartley

Website: http://www.ricky-bobby.de/