Ausgezeichnetes Drama um einen Zuhälter, der Karriere als Rapper macht.

Kinostart: nicht bekannt

Taraji P. Henson
als Shug

Elise Neal
als Yevette

Isaac Hayes
als Arnel

Paula Jai Parker
als Lexus

DJ Qualls
als Shelby

Ludacris
als Skinny Black

Die Handlung von Hustle & Flow

Einst träumte Djay (Terrence Dashon Howard) von einer Karriere als Rapper, wie es zum Beispiel seinem alten Schulkumpel, Gangsta-Rapper Skinny Black (Ludacris), gelang. Doch bei Djay reichte es nur zum richtigen Gangster, mit kleiner Drogenküche und drei hübschen Pferdchen, die für ihn laufen. Da hört der Pimp von einem Konzert, das Skinny Black ganz in der Nähe geben wird. Er beschließt, ihn mit einem Demo zu überraschen, auf dass Skinny seine sicher superben Industriebeziehungen spielen lassen möge. Doch erst mal will der Song seines Lebens komponiert, arrangiert und eingespielt werden ...

Harte Crime Story trifft sensibles Künstlerportrait in diesem US-Überraschungserfolg und heißen Tipp nicht nur für Freunde des R&B.

Zuhälter DJay aus Memphis fragt sich, was aus all seinen großen Träumen geworden ist, die er mal hatte. Eine zufällige Begegnung mit Key, einem Tontechniker, der immer ins Musikgeschäft wollte, motiviert DJay dazu, endlich Nägel mit Köpfen zu machen, seine eigenen Raps zu schreiben und zusammen mit dem Kirchenmusiker Shelby eine Platte aufzunehmen. Dadurch ändert sich sein Leben von Grund auf.

Als der kleine Zuhälter DJay zufällig seinen alten Freund Key, einen Toningenieur, wiedertrifft, gerät er ins Grübeln. Schließlich träumte auch er einst von einer Karriere im Musikbusiness. Also beginnt DJay, der schon immer gerne mit Worten spielte, Rap-Texte aufzuschreiben. Mit Hilfe von Key und Shelby, einem Kirchenmusiker, macht er sich daran, die ersten Songs aufzunehmen. Als der Rap-Superstar Skinny Black seinen Besuch ankündigt, sieht DJay die große Chance gekommen, sein Leben von Grund zu ändern.

Kritik zu Hustle & Flow

Der diesjährige Sundance-Publikumspreis-Gewinner ist eine ambitionierte Low-Budget-Variante von Curtis Hansons "8 Mile": Terrence Howard brilliert als schwarzer Underdog-Eminem in Memphis, dessen Traum vom Hiphop-Startum über Umwege Realität wird.

Als Produzenten konnte Newcomer-Regisseur Craig Brewer niemand anderes als John Singleton ("2 Fast 2 Furious", "Shaft") gewinnen, der neben MTV Films an Bord kam. Das größte Ass, das Brewer bei seinem auf 16mm gedrehtem Hip-Hop-Drama aus dem Ärmel schüttelt, ist allerdings Hauptdarsteller Terrence Howard, der hierzulande in Nebenrollen wie zuletzt dem brillanten "L.A. Crash"positiv auffiel und hiermit in den USA bereits seinen Durchbruch feierte. Howard spielt den Zuhälter und Dealer Djay, mit Dauerwelle, gepimptem Wagen und Hang zum Philosophieren, der nach einer Zufallsbegegnung mit seinem ehemaligen Schulfreund Key (Anthony Anderson) an seinen früheren Traum von einer Musikerkarriere erinnert wird. Zusammen mit Key, mittlerweile Toningenieur, und dem schlaksigen weißen Kirchenmusiker Shelby (DJ Qualls) bastelt er sich in seiner Wohnung ein eigenes Studio, in dem die drei die Musik zu seinen selbst geschrieben Raptexten erfinden.

Die Story konzentriert sich vor allem darauf, mit welchen Mitteln jedermann sich selbst verwirklichen kann und bringt damit auch den Nicht-Rap-Fans unter den Zuschauern das Genre mit unerschütterlichem Enthusiasmus näher. Wer bei der potentiellen Hit-Textzeile "It's hard out there for a pimp" nicht ins Schmunzeln gerät, muss spätestens angesichts der Begeisterung, die die Darsteller und insbesondere Darstellerinnen an den Tag legen, die Waffen strecken: Djays ärmliches häusliches Leben wird von drei Frauen bestimmt - der großmäuligen Stripperin Lexus (Paula Jai Parker), die er schließlich aus der Wohnung schmeißt, seiner Haupteinnamequelle, der naiven Nola (immer toll: Taryn Manning), die letztlich über sich selbst hinauswächst, ebenso wie seiner schwangeren Freundin Shug (rührend: Taraji P. Henson), die als zufällig engagierte Backgroundsängerin ihre Erfüllung findet. Dass Brewer im Mittelteil bisweilen haarscharf am Kitsch vorbeistreift, wird im letzten Akt durch eine angenehm realistische Note, die nicht ohne Gewalt auskommt, wieder ausgeglichen - allerdings nicht ohne den Optimismus aufzugeben, der "Hustle & Flow" zu einem immer mitreißenden Aufsteiger-Märchen macht. Mit Musikern wie Ludacris und der Legende Isaac Hayes in Nebenrollen besetzt, setzt Brewers Film zugleich der Südstaatenmusikszene der USA ein Denkmal, das von schwüler Atmosphäre, dem Improvisationstalent in den Armenvierteln der Stadt Memphis und der stets authentischen Sprache und Umgebung geprägt ist. In dieser Hinsicht ist "Hustle & Flow" tatsächlich noch eine Spur aufrichtiger und aufreibender als sein großer Bruder "8 Mile". deg.

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Info

Plakat des Films: Hustle & Flow
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 2004

Länge: 1 h 56 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Hustle & Flow

Regie: Craig Brewer

Drehbuch: Craig Brewer

Musik: Scott Bomar, Jordan Houston, Cedric Coleman, Paul Beauregard

Produktion: John Singleton, Stephanie Allain

Kostüme: Paul Simmons

Kamera: Amelia Vincent

Schnitt: Billy Fox

Ausstattung: Keith Brian Burns

Website: http://www.hustleandflow.de