Das Duo Infernale Quentin Tarantino und Robert Rodriguez zeichnen für dieses Splatter-Action-Western-Paket verantwortlich.

Kinostart: 15.12.2015

Harvey Keitel

Harvey Keitel
als Jacob Fuller

George Clooney

George Clooney
als Seth Gecko

Quentin Tarantino

Quentin Tarantino
als Richard Gecko

Juliette Lewis
als Kate Fuller

Richard "Cheech" Marin
als Chet Pussy / Carlos

Fred Williamson
als Frost

Salma Hayek
als Santanico Pandemonium

Marc Lawrence
als Motelbetreiber

Michael Parks
als Texas Ranger Earl McGraw

Kelly Preston
als Kelly Houge

Tom Savini
als Sex Machine

John Saxon
als FBI Agent Stanley Chase

Danny Trejo
als Razor Charlie

Ernest Liu
als Scott Fuller

John Hawkes
als Pete Bottoms

Handlung

Das mordende Brüderpaar Seth und Richard Gecko befindet sich nach einem Bankraub auf der Flucht ins Gangsterparadies El Rey in Mexiko. Um die Grenze zu überqueren, kidnappen sie einen ungläubigen Priester und seine beiden Kinder. In einer üblen Bikerbar entfaltet sich ein regelrechtes Hölleninferno und die ungleiche Reisegesellschaft wird von blutrünstigen Vampir-Stripperinnnen attackiert. Die Situation scheint auswegslos...

Die Brüder Seth und Richard Gecko sind das meistgesuchte Gangsterpaar der USA. Auf der Flucht vor dem FBI nehmen sie den Priester Jacob Fuller und dessen zwei Kinder gefangen. In deren Camper überqueren sie die Grenze nach Mexiko, um sich dort bei ihrem Verbündeten Carlos zu verstecken. Der vereinbarte Treffpunkt ist die weithin berüchtigte Titty-Twister-Bar. Während die Geckos und ihre Geiseln dort auf Carlos warten, verwandelt sich die Belegschaft urplötzlich in blutsaugende Bestien.

Mordendes Brüderpaar gabelt auf der Flucht nach einem Bankraub eine Predigerfamilie auf und landet mit ihr in einer üblen Spelunke, in der sich die Gäste als durstige Vampire entpuppen. Überdrehter Kult-Action-Spaß von Quentin Tarantino und Robert Rodriguez.

Kritik

Die Zeitgeist-Kultfiguren Quentin Tarantino und Robert Rodriguez müssen mit ihrem hochenergetischen und hypergewalttätigen Genreversatzstück aus Gangster-Roadmovie und Vampirschocker-Komödie einem gewaltigen Hype gerecht werden. Selbst wenn der Massenappeal von "Pulp Fiction" nicht erreicht werden kann, bietet "From Dusk Till Dawn" wildeste Unterhaltung für ein großes Publikum, zumal er mit George Clooney ("ER - Emergency Room") in der Hauptrolle einen charismatischen Leinwand-Heroen zu bieten hat, der das Zeug zum Superstar hat.

15 Monate, nachdem sich Quentin Tarantino mit dem phänomenalen Erfolg seiner Crime & Blood-Orgie "Pulp Fiction" als frenetisch gefeierter Generation-X-Guru etablierte, läßt er nun mit dem bereits 1990 geschriebenen "From Dusk Till Dawn" erneut seine Brillanz als Drehbuchautor mit einem unfehlbaren Gespür für interessante Charaktere und Dialoge unter Einstreuung treffender Popkultur-Referenzen und zahlloser Filmhommagen aufblitzen. Action-Ästhet Robert Rodriguez ("Desperado") inszenierte das unkonventionelle Genregemisch stilsicher und mit hervorragendem Timing in der Tradition eines hyperventilierenden Exploitation-Spektakels und huldigt Kultikonen wie Blaxploitation-Held Fred Williamson, Komiker Cheech Marin und F/X-Großmeister Tom Savini, die in fabelhaften Nebenrollen besetzt wurden.

In der "Mörder auf der Flucht"-Eingangssequenz hinterlassen die beiden Bankräuber-Brüder Seth (Frauenschwarm Clooney versprüht eisgekühlten Charme) und Richard Gecko (Tarantino fällt als leicht debiler Kindskopf-Killer zumindest nicht negativ auf) bei einem exzessiv-blutigen Shootout zahlreiche Leichen. Das Ziel dieser "Natural Born Killers" ist die Gangster-Enklave El Rey (aus Jim Thompsons Erzählung "The Getaway") in Mexiko. Um die Grenze zu überqueren, kidnappen sie den Priester Jacob Fuller (superb: Harvey Keitel) und seine beiden Kinder in Gestalt von Juliette Lewis und Ernest Lui. Tarantino greift hier wieder das theologische Thema von verlorenem Glauben und Erlösung auf, das bereits in "Pulp Fiction" eine nicht unerhebliche Rolle spielte. Anlaufstelle der Geckos ist eine üble Biker-Bar mit dem vielversprechenden Namen "Titty Twister" (Celicia Montiel kreierte ein grandios atmosphärisches Produktionsdesign), in der nach Salma Hayeks ("Desperado") stimulierendem Schlangentanz ein Hölleninferno im Stil von George Romeros "Die Nacht der lebenden Toten" oder noch deutlicher Sam Raimis "Tanz der Teufel" ausbricht. Genußvoll ironisiert schüttet Rodriguez kübelweise Horrorklischees von Blood, Guts, Gore und Splatter aus, nur um den Teufelsritt schließlich in einen von "Assault - Anschlag bei Nacht" inspirierten Showdown münden zu lassen, in dem die Protagonisten sich auf die finale blutrünstige Auseinandersetzung mit den barbarischen Blutsaugern vorbereiten.

Deutlich schneidet bei diesem Doppel-Film die erste Hälfte besser ab, da das überspitzte Vampirelement trotz etlicher witziger Dialoge und frenetischem Tempo bisweilen langatmig wirkt. Genügend cineastisches Gedankenfutter bietet dieses ungewöhnliche Spektakel dennoch allemal, um Tarantino-Puristen und Fans überdrehter Unterhaltung von Sonnenuntergang bis zum Morgengrauen hitzig diskutieren zu lassen. ara.

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Info

  • FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe

FSK: ab 18

Kinostart: 15.12.2015

USA 1995

Länge: 1 h 47 min

Genre: Komödie

Originaltitel: From Dusk Till Dawn

Regie: Robert Rodriguez

Drehbuch: Quentin Tarantino

Musik: Graeme Revell

Produktion: Quentin Tarantino, Gianni Nunnari, Robert Rodriguez, Meir Teper

Kostüme: Graciela Mazon

Kamera: Guillermo Navarro

Schnitt: Robert Rodriguez

Ausstattung: Cecilia Montiel