Österreichisch-deutsche Verwechslungskomödie über einen internationalen Top-Terroristen und einen Mitarbeiter einer Keksfabrik, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen.

Kinostart: 03.07.2014

Die Handlung von Die Mamba

Die "Mamba", ein international gesuchter Top-Terrorist, fürchtet nichts und niemanden. Bis sein Weg sich zufällig mit dem von Hossein Sarivi kreuzt. Der Mann, geplagter Gatte und Sounddesigner einer Keksfabrik, sieht ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich. Das Unglück nimmt seinen Lauf als Sarivi fristlos gekündigt wird und sich aus Angst vor seiner Ehefrau heimlich auf Jobsuche macht. Plötzlich wird er für einen Auftragskiller gehalten, von einem neurotischen CIA-Agenten gehetzt und darf sich über ein Groupie in Person einer sexy Nachwuchsterroristin freuen.

Der Topterrorist "Mamba" fürchtet nichts und niemanden. Bis sein Weg sich mit dem von Hossein Sarivi kreuzt. Der Mann, geplagter Gatte und Sounddesigner einer Keksfabrik, sieht ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich. Das Unglück nimmt seinen Lauf, als Sarivi gekündigt wird und sich aus Angst vor seiner Ehefrau heimlich auf Jobsuche macht. Plötzlich wird er für einen Auftragskiller gehalten, von einem neurotischen CIA-Agenten gehetzt und darf sich über ein Groupie in Person einer sexy Nachwuchsterroristin freuen.

Ein internationaler Top-Terrorist und ein Mitarbeiter einer Keksfabrik sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Österreichisch-deutsche Verwechslungskomödie mit Michael Niavarani und Christoph Maria Herbst.

Kritik zu Die Mamba

Ali Samadi Ahadi parodiert das Thrillergenre, derweil Kabarettist Michael Niavarani in seiner Doppelrolle als Tollpatsch und Topterrorist für Action-Klamauk sorgt.

"Die Mamba" - würde man dem Titel das Adjektiv "schwarz" voranstellen, wäre Filmfans gleich klar, womit man es zu tun hat - einem "Edgar Wallace"- oder "Kommissar X"-Krimi, entstanden irgendwann in den Sechziger- oder Siebzigerjahren. Als Persiflage auf genau diese bundesrepublikanischen Publikumserfolge kann man die Verwechslungskomödie lesen, in der Regisseur Ali Samadi Ahadi ("Salami Aleikum") versiert mit den Versatzstücken des Spionagethrillers jongliert und als (Anti-)Helden den in seiner Heimat Österreich populären Kabarettisten Michael Niavarani in einer Doppelrolle besetzt hat.

Ein im "rosaroter Panther"-Stil gehaltener Zeichentrickvorspann stimmt trefflich ein, dann lernt man Hossein Sarivi (Niavarani) kennen, seines Zeichens Sounddesigner bei einer Wiener Keksfabrik. Den Job ist er aber bald los, weil er einem neuen Gebäck zwecks besseren Beißklangs Zement beigemischt hat. Von diesem Rauswurf darf die Gattin (famose Furie: Proschat Madani), handgreifliche Herrscherin im biederen Reihenhaus, nichts wissen, eine unerwartete "Dienstreise" kommt dem Unglücksraben da gerade recht. Grund des Trips ist eine Verwechslung - Hossein sieht nämlich einem international gesuchten Topterroristen mit Decknamen "Mamba" (Niavarani) wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich.

Der Plot ist wie es sich für die Gattung gehört hanebüchen konstruiert, sprich lediglich Mittel zum Zweck. Um eine "Mission: Impossible" - Trottel gegen Killermaschine - geht es, in deren Verlauf der vollschlanke Neo-Agent auch schon mal in Tom-Cruise-Manier kopfüber vom Seil hängt und in den Fußstapfen von Leslie Nielsens "nackter Kanone" seinem Widersacher arges Kopfzerbrechen bereitet. Zum Personal gehören unterbelichtete Islamisten, die bereits an ihrem Bekennervideo scheitern, eine formschöne, im doppelten Wortsinn lustvoll von Melika Foroutan gespielte Nachwuchsterroristin, die im Lara-Croft-Outfit "bella figura" macht, sowie ein überschlauer CIA-Mann namens Bronski, den Christoph Maria Herbst in bewährt zwanghafter "Stromberg"-Manier zum Leben erweckt.

Heimisches Gelsenkirchener-Barock-Spießertum trifft auf österreichisch-orientalisches Laissez-faire, "a guada Schmäh" wird geführt, die Split-Screen-Technik kommt ebenso zum Einsatz wie Zeitlupenactioneinlagen. Hängebauchschweine lassen im Tiergarten Schönbrunn ihr Leben, (versehentlicher) Partnertausch weckt neue Gelüste und natürlich wird auch auf Verfolgungsjagden im pittoresken Labyrinth arabischer Altstadtgassen nicht verzichtet. In punkto Schauwerten gibt es bei dieser handwerklich routiniert gehandhabten Parodie nichts zu mäkeln, budgetbedingt unter Hollywood-Standard bleiben lediglich die pyrotechnischen Effekte. Eine turbulente, kurzweilige und mit Filmzitaten gespickte Scheherazade, die nie vorgibt mehr zu sein, als das was sie ist: derb-dreister Action-Klamauk. geh.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 03.07.2014

Deutschland/Österreich 2014

Länge: 1 h 36 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Die Mamba

Regie: Ali Samadi Ahadi

Drehbuch: Ali Samadi Ahadi, Arne Nolting

Musik: Marcus Nigsch

Produktion: Markus Pauser, Erich Schindlecker, Armin Hofmann, Frank Geiger, Mohammad Farokhmanesh

Kostüme: Theresa Ebner-Lazek

Kamera: Marcus Kanter

Schnitt: Bettina Mazakarini

Ausstattung: Veronika Merlin

Website: http://www.senator.de/movie/die-mamba