Das perfekte Geheimnis - auf KINO&CO

Absurd-komische Story um einen Killer einer Spezialeinheit, dessen erster Auftrag nach jahrelangem Warten von einer plötzlich ins Leben tretenden Zufallsbekanntschaft kompliziert wird.

Kinostart: 13.11.2014

Benno Fürmann

Benno Fürmann
als Koralnik

Mavie Hörbiger

Mavie Hörbiger
als Rosa

Wolf Roth
als Van Haarten

Ivan Shvedoff
als Jassen

Erik Madsen
als Olsen

Daniel Drewes
als Nachbar

Rolf Berg
als Kriminalkommisar

Mike McAlpine
als Van Migroet

Charlotte Bohning
als EU-Kommissarin

Clemente Fernandez-Gil
als Ausbilder Wallenstein

Jasin Challa
als Bjarne

Yung Ngo
als Franz.-sprechender Student

Die Handlung von Die Einsamkeit des Killers vor dem Schuss

Seit acht Jahren wartet Koralnik, bester Absolvent eines geheimen EU-Programms, das für gefährliche, antidemokratische Elemente schnelle und tödliche Lösungen bereitstellen soll, auf seine erste Mission. Als er von seinen militärischen Vorgesetzten endlich aktiviert wird, kommt ihm die quirlige Rosa in die Quere. Nicht ganz zufällig, wie Koralnik noch erfahren wird, als er sich an die sofortige Erfüllung seines Auftrags macht und dabei nicht zuletzt dank Rosas eigenen Plänen eine chaotische Nacht erlebt.

Kritik zu Die Einsamkeit des Killers vor dem Schuss

Mit lakonischem Ton und schrägem Humor zeigen Benno Fürmann und Mavie Hörbiger, dass die deutsche Komödie auch anders kann.

Das Genre des Auftragskillers ist atmosphärisch und erzählerisch ein dankbares, vom deutschen Film aber ein selten besuchtes. Zehn Jahre nach "Lautlos" und einem romantisch-dramatischen Ansatz nutzt es Regisseur Florian Mischa Böder für eine vergleichsweise dezent präsentierte Komödie mit absurd-komischer Präferenz, die als Rarität im deutschen Filmangebot Aufmerksamkeit verdient.

Das große Kinoerlebnis kann der nach "Nichts geht mehr" zweite Langfilm Böders trotz breitformatigen Bildern zwar nicht bieten, aber seinen Ton hält er konsequent durch, entwickelt seine geradlinig erzählte Geschichte, meist ohne den Versuchungen überzeichneter Situationskomik zu erliegen. Hauptfigur Koralnik wird im Prolog als Absolvent eines obskuren EU-Programms eingeführt, im Rahmen dessen gefährliche, antidemokratische Elemente ausgeschaltet werden sollen. Doch obwohl ihn sein Chef als besten Mann der Killertruppe bezeichnet, wartet Koralnik acht Jahre lang vergeblich auf seinen ersten Auftrag - immer vorbereitet auf den Ernstfall und nie die Regeln seiner geheimen Tätigkeit verletzend. Allem, was Spaß macht im Leben, hat er sich zwangsläufig verwehrt und damit eine soziale Behinderung entwickelt, die ihn extrem misstrauisch und unkommunikativ gegenüber anderen werden lässt. Das bekommt sein nervender Nachbar zu spüren, den er zu gerne mit einer Kugel stilllegen würde, aber auch Zufallsbekanntschaft Rosa, die ihm ans Nobelauto fährt und sich so in sein Leben drängt. Letzteres kompliziert sich damit erheblich, weil Rosa ausgerechnet dann bei ihm auftaucht, als ihm die erste, sofort zu erledigende Mission per Smartphone übermittelt wird.

Florian Mischer Böders Film, der vor Kurzem in Locarno zu sehen war, konzentriert sich, nicht zuletzt Budget-bedingt, auf wenige Schauplätze und seine beiden Hauptfiguren, die von Benno Fürmann und Mavie Hörbiger mit Gespür für witzige Nuancen interpretiert werden. Absurd-komisch ausgereizt wirkt die im Grunde einfache Geschichte nicht, aber Zurückhaltung erweist sich hier insgesamt als Stärke und der eingeschlagene Kurs als Hoffnungsträger für die deutsche Komödie, die in der Regel recht grobhumorig Flagge setzt. kob.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 13.11.2014

Deutschland 2014

Länge: 1 h 27 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Die Einsamkeit des Killers vor dem Schuss

Regie: Florian Mischa Böder

Drehbuch: Florian Mischa Böder, Clemente Fernandez-Gil

Produktion: Erik Winker, Martin Roelly, Andreas Brauer

Kostüme: Peri de Bragança

Kamera: Matteo Cocco

Schnitt: Andreas Menn

Ausstattung: Cora Pratz

Website: http://www.einsamkeitdeskillers-film.de