Emotionales Drama um die Schuldfrage der RAF nach dem Roman von Bernhard Schlink. Mit den deutschen Stars Sebastian Koch, Katja Riemann, Tobias Moretti und Barbara Auer.

Kinostart: 11.04.2013

Katja Riemann

Katja Riemann
als Inga Lansky

Sebastian Koch

Sebastian Koch
als Jens Kessler

Tobias Moretti

Tobias Moretti
als Ulrich Lansky

Barbara Auer
als Tina Kessler

Sylvester Groth
als Henner Borchard

Robert Gwisdek
als Gregor Lansky

Elisa Schlott
als Doro Lansky

Die Handlung von Das Wochenende

Als ein RAF-Mitglied nach 18 Jahren Haft entlassen wird, versammeln sich in einem Landhaus frühere Weggenossen zum Willkommenswochenende, darunter auch seine Jugendliebe und Mutter des gemeinsamen Sohnes, sowie deren Ehemann. Das Treffen wird zur quälenden Reise in die Vergangenheit und gerät vollends aus den Fugen, als das einstige Liebespaar wieder Gefühle füreinander entdeckt und der plötzlich auftauchende Filius seinem leiblichen Vater mit Aggression begegnet.

Als ein RAF-Mitglied nach 18 Jahren Haft entlassen wird, versammeln sich in einem Landhaus frühere Weggenossen zum Willkommenswochenende, darunter auch seine Jugendliebe und Mutter des gemeinsamen Sohnes, sowie deren Ehemann. Das Treffen wird zur quälenden Reise in die Vergangenheit und gerät vollends aus den Fugen, als das einstige Liebespaar wieder Gefühle füreinander entdeckt und der plötzlich auftauchende Filius seinem leiblichen Vater mit Aggression begegnet.

Als ein RAF-Mitglied nach 18 Jahren aus der Haft entlassen wird, erweist sich ein Familientreffen als explosive Angelegenheit. Emotionale Verfilmung von Bernhard Schlinks Roman mit Starbesetzung (u.a. Katja Riemann).

Kritik zu Das Wochenende

Emotionale Romanverfilmung mit Starbesetzung über das deutsche RAF-Trauma, die Frage von Schuld und die Konfrontation mit Lebenslügen.

Nina Grosse nennt ihren Film eine "politische Familienaufstellung", bei der zwei Dinge wichtig sind, die Aufarbeitung der verdrängten politischen Vergangenheit und die eines sich zuspitzenden Familienkonfliktes. Wie eine Familie versammeln sich ehemalige Weggenossen des RAF-Mitglieds Jens (Sebastian Koch) in einem Landhaus, um ihn nach 18 Jahren Haft willkommen zu heißen. Seine Schwester und ein Autor, der ein Buch über die RAF veröffentlicht hat, Jens' Jugendliebe Inga und Mutter des gemeinsamen Sohnes, sowie deren geschäftstüchtiger Mann, versuchen erfolglos mit Small Talk die komplizierte Situation zu entspannen. Der Ex-Häftling will wissen, wer ihn damals verraten hat, bügelt die groteske Veranstaltung wütend nieder. Schon durch seine Unbeugsamkeit konfrontiert er die anderen mit Verdrängungen und Lebenslügen. Das Wochenende wird zur quälenden Reise in die Vergangenheit und gerät vollends aus den Fugen, als das einstige Liebespaar wieder vergessene Gefühle entdeckt und der plötzlich auftauchende Filius seinem leiblichen Vater mit Aggression begegnet.

Bei der Verfilmung von Bernhard Schlinks Roman hat Nina Grosse einige Änderungen vorgenommen, die aber in den neuen Kontext passen. Jens ist nicht vom Krebs gezeichnet, sondern ein starrköpfiger Typ, der im Kapitalismus immer noch den größten Feind sieht und glaubt, seinen einstigen Prinzipien und Zielen treu bleiben zu müssen, Inga (die sich bei Schlink umbrachte) hat sich hier mit einem satten Leben arrangiert und diskutiert nicht mehr über Unterprivilegierte, sondern über Unterschiede von Parma- und Serranoschinken, die Protagonisten sind jünger als die eigentliche RAF-Generation - ein gelungener Kniff, Menschen in einem Alter zu zeigen, in dem sie noch Lebensentwürfe hinterfragen, ihre Abwendung vom Radikalismus und Hinwendung zum Bürgertum.

Kameramann Benedict Neuenfels und Szenenbildner Knut Loewe geben dem Haus ("ein Boxring, in dem Lebensadern kollidieren"), aus dem Menschen immer wieder vor der Wahrheit "flüchten" und doch zurückkehren, einen ganz speziellen Look, der Befindlichkeiten spiegelt. In dem hochkarätigen Ensemble trumpft Katja Riemann als Frau auf, die nicht nur zwischen zwei Männern, sondern auch zwischen Gestern und Heute steht, zwischen Traum und Trauma, die endlich aus der Passivität ausbricht und eine Entscheidung fällt. mk.

Wertung Questions?

FilmRanking: 1025 -74

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 11.04.2013

Deutschland 2012

Länge: 1 h 36 min

Genre: Drama

Originaltitel: Das Wochenende

Regie: Nina Grosse

Drehbuch: Nina Grosse

Musik: Stefan Broedner

Produktion: Nico Hofmann, Bülent Nacaksiz, Thomas Peter Friedl, Nina Maag, Rike Radtke, Bülent Nacaksiz

Kostüme: Ulla Gothe

Kamera: Benedict Neuenfels

Schnitt: Mona Bräuer

Ausstattung: Knut Loewe

Website: http://www.daswochenende-film.de