In Rob Reiners ebenso bissiger wie witzig-spritziger Senioren-RomCom brillieren Michael Douglas und Diane Keaton als Streithähne und Liebespaar in spe.

Kinostart: 06.11.2014

Michael Douglas

Michael Douglas
als Oren Little

Diane Keaton

Diane Keaton
als Leah

Sterling Jerins
als Sarah

Annie Parisse
als Kate

Michael Terra
als Peter

Yaya DaCosta
als Kennedy

Sawyer Tanner Simpkins
als Dylan

Maxwell Simkins
als Caleb

Maurice Jones
als Ray

Scott Shepherd
als Luke

Andy Karl
als Ted

Frances Sternhagen
als Claire

Frankie Valli
als Clubbesitzer

Luke Robertson
als Jason

Meryl Williams
als Rita

David Aaron Baker
als David Shaw

Handlung

Immobilienmakler Oren ist ein Ekel wie er im Buche steht - er schreckt nicht einmal davor zurück, einen Hund mit einer Paintball Gun von seinem Grundstück zu vertreiben. Der Tod seiner Frau hat ihn zum Misanthropen werden lassen, für seine Mitmenschen hat er nur Verachtung übrig. Da taucht unerwartet sein entfremdeter Sohn auf und präsentiert ihm die bislang unbekannte Enkelin. Auf sie soll er aufpassen, während er eine mehrmonatige Haftstrafe absitzt. Oren fällt aus allen Wolken und schiebt das Mädchen postwendend zu seiner Nachbarin, der Loungesängerin Leah, ab.

Kritik

Von der Menschwerdung eines Menschenfeindes erzählt Rob Reiner in seiner launigen RomCom, die mit Diane Keaton und Michael Douglas ideal besetzt ist.

Ein Widerspenstiger wird wieder einmal gezähmt, diesmal ist es Michael Douglas den Diane Keaton domestiziert. Eine flüssig erzählte, streng den Regeln des Genres verpflichtete Vorzeige-RomCom ist Rob Reiner ("Harry und Sally") mit "Das grenzt an Liebe" gelungen. Perfektes Handwerk bekommt man ebenso geboten wie spritzige Dialoge und die frappierenden Ähnlichkeiten zu "Besser geht's nicht" - da wurde einst Misanthrop Jack Nicholson von Helen Hunt nachhaltig "geheilt" - erklären sich dadurch, dass Mark Andrus für beide Filme die raffinierten Skripts verantwortete.

"I've looked at love from both sides now..." Joni Mitchells Ohrwurm, interpretiert von Judy Collins, eröffnet die hindernisreiche, turbulente Lovestory, weitere, klug ausgewählte Hits wie "Let's Work Together" oder "Ramblin' Man" befeuern die Handlung und sorgen (mit) fürs richtige Wohlfühl-Feeling - wie auch die ewig verwegen gewandete Keaton, die mit Standards wie "Blue Moon" oder "The Shadow of Your Smile" beweist, dass sie auch als Sängerin hätte Karriere machen können.

Hier leidet sie nun als Loungesängerin Leah unter den Launen ihres Vermieters Oren (Douglas), mit dem sie Tür an Tür in dessen schicken Appartementhaus "Shangri-La" - nomen non est omen! - im malerischen Connecticut wohnt. Seit dem Tod der Gattin steht der erfolgreiche Immobilienmakler mit jedermann auf Kriegsfuss, Verbalinjurien sind seine Spezialität, notfalls greift er jedoch auch zur Paintball Gun, um Hunde zu vertreiben. Als unerwartet sein entfremdeter Sohn mit der ihm bislang unbekannten Enkelin auftaucht - Opa soll auf sie aufpassen, während der Papa eine mehrmonatige Haftstrafe absitzt -, schiebt er das Kind postwendend zur Nachbarin ab.

Die Menschwerdung eines Menschenfeinds beschreibt Routinier Reiner, der sich Toupet-bewehrt als Artie auch unters Ensemble mischt, in der Folge. Elegant und mit leichter Hand führt er die Kombattanten zusammen. Langsam wird sich Oren der Reize und Qualitäten Leahs bewusst. Recht bald landet man gemeinsam im Bett - nicht ohne dass Leah mitgeteilt hat, dass sie dabei ihren BH anzulassen gedenkt -, als Kompliment hat sie Oren zuvor wissen lassen, dass er schon Häuser verkauft hat, die älter als sie und obendrein noch in einem wesentlich schlechteren Zustand waren.

Douglas und Keaton spielen souverän auf und sich als Streithähne gekonnt die Bälle zu. Freundlich und hell hält Reed Morano ("Kill Your Darlings") seine Bilder, die Sets sind ansehnlich und ein Happy End ist unabdingbar. Ein wunderbar entspanntes Old-School-Vergnügen mit milden Slapstick-Momenten bei dem sich Herz ungeniert auf Schmerz reimt und zu dem Ms. Keatons regelmäßige Weinkrämpfe ganz wunderbar passen. geh.

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Info

Kinostart: 06.11.2014

USA 2014

Länge: 1 h 34 min

Genre: Komödie

Originaltitel: And So It Goes

Regie: Rob Reiner

Drehbuch: Mark Andrus

Musik: Marc Shaiman

Produktion: Rob Reiner, Mark Damon, Alan Greisman

Kostüme: Ellen Mirojnick, Leah Katznelson

Kamera: Reed Morano

Schnitt: Dorian Harris

Ausstattung: Ethan Tobman

Website: http://www.senator.de/movie/and-so-it-goes