Mitreißendes Actiondrama um einen als Routine eingeschätzten US-Militäreinsatz in Somalia, der sich zur Tragödie auswuchs.

Kinostart: 10.10.2002

Josh Hartnett

Josh Hartnett
als Matt Eversmann

Ewan McGregor

Ewan McGregor
als Grimes

Tom Sizemore

Tom Sizemore
als Danny McKnight

Eric Bana
als "Hoot" Gibson

William Fichtner
als Jeff Sanderson

Ewen Bremner
als Shawn Nelson

Sam Shepard
als William F. Garrison

Ron Eldard
als Mike Durant

Tom Guiry
als Ed Yurek

Jason Isaacs
als Mike Steele

Zeljko Ivanek
als Gary Harrell

Jeremy Piven
als Cliff Wolcott

Brian Van Holt
als Jeff Struecker

Nikolaj Coster-Waldau
als Gary Gordon

Matthew Marsden
als Dale Sizemore

Orlando Bloom
als Todd Blackburn

Kim Coates
als Chris "Wex" Wexler

Hugh Dancy
als Kurt Schmid

Ioan Gruffudd

Charlie Hofheimer

Danny Hoch

Glenn Morshower

Brendan Sexton

Johnny Strong

Richard Tyson

Steven Ford

Tom Hardy
als Twombly

Die Handlung von Black Hawk Down

In den frühen 90er Jahren verhindern in Somalia verfeindete Bürgerkriegsmilizen, dass von der UNO gelieferte Nahrungsmittelhilfen ihre tatsächlichen Adressaten in der hungernden Bevölkerung erreichen. Beim Versuch, einen der Warlords dingfest zu machen, gerät ein Einsatzkommando der US-Streitkräfte mitten in der Hauptstadt Mogadischu in einen Hinterhalt. Fast 24 Stunden muss ein Häuflein von knapp 40 Männern einer tausendfachen Übermacht schwerbewaffneter Milizionäre stand halten.

Ridley Scott

Um den Machtapparat von Somalias Diktator Aidid zu schwächen, entführen US-Spezialeinheiten in Mogadischu einige seiner wichtigsten Kräfte. Doch der Kurzeinsatz in der Höhle des Löwen mündet in eine Katastrophe, als US-Hubschrauber abgeschossen werden, fast 100 versprengte Soldaten festsitzen und sich einer Übermacht wütender Angreifer stellen müssen.

Mogadischu 1993. Der machthungrige Clan-Chef Mohamed Aidid regiert mit Hilfe seiner Terror-Milizen das darbende Land und scheut nicht einmal davor zurück, die UNO-Truppen anzugreifen. Um den Machtapparat des Despoten zu schwächen, entführen US-Einheiten dessen wichtigste Männer. Doch der Einsatz mündet in einer Katastrophe, als zwei Hubschrauber abgeschossen werden und rund 100 versprengte amerikanische Soldaten in den Häuserschluchten festsitzen, eingekesselt von einer Übermacht wütender Somalis...

Mogadischu 1993. Bei einem Einsatz gegen den machthungrigen Clan-Chef Aidid werden zwei US-Hubschrauber abgeschossen und rund 100 versprengte amerikanische Soldaten eingekesselt. Hyperrealistischer (Anti-)Kriegsfilm von Ridley Scott.

Kritik zu Black Hawk Down

Wenn die Kolonialschlacht in "Zulu" und der Straßenkampf in "The Warriors" eine Verbindung eingehen, dürfen sich kritische Köpfe eine Auszeit nehmen, aber die Herzen klopfen aufgeregt in diesem Adrenalin pumpenden Actiondrama über einen US-Militäreinsatz in Somalia, der mit den visuellen Waffen des modernen Kinos ins Bewusstsein derer gehämmert wird, die ihn 1993 nur als historische Randnotiz erlebten. Brandaktuell durch Somalias Rolle als Terroristenrefugium und vermutete Verbindungen zu Osama Bin Laden bringt "Black Hawk Down" alles mit, um Ridley Scott in seinem ersten Film für Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer nach "Gladiator" und "Hannibal" seinen dritten Hit in Folge feiern zu lassen.

Das Bild ging um die Welt, traf das Selbstverständnis einer Supermacht ins Mark und besitzt auch heute noch eine psychologisch so destruktive Kraft, das es auch in Scotts Drama, das sich als Plädoyer für Amerikas Rolle als Weltpolizist versteht, nur entschärft nachgestellt werden konnte. Von aufgebrachten Massen wird der nackte Leichnam eines US-Piloten im Oktober 1993 durch die staubigen Straßen von Somalias Hauptstadt Mogadischu geschleift, die nun durch vollendete Harmonisierung von vorhandener Bausubstanz und Ausstattungskunst in Marokko nachgebildet wurde. Mark Bowdens Tatsachenbericht "Black Hawk Down" erzählte detailgetreu nach, wie es zur Tragödie von Mogadischu kommen konnte, bei der 18 Amerikaner und zwischen 500 und 1000 Somalis den Tod fanden. In einer sehr kurzen, die komplizierten chaotischen Verhältnisse nur streifenden Exposition erfährt man von den 300.000 Hungertoten, den blutigen Kämpfen rivalisierender Clans, die mit Mohamed Aidid einen gefürchteten Diktator hervorgebracht haben, der die humanitäre Hilfe der Welt durch Lebensmittel für sich rekrutiert und UNO- Friedenstruppen zum Abschuss freigibt. Weil alle Versuche fehlschlugen, den Bürgerkrieg durch Festsetzung Aidids zu beenden, plant der Einsatzleiter zweier US-Spezialeinheiten (Rangers und Delta Force), Aidid durch Entführung entscheidender Kräfte aus seinem Umfeld zu schwächen. Etwa eine halbe Stunde versucht der mit vielen Charakterköpfen stark besetzte Film, den Figuren, mit denen man später durch das urbane Schlachtfeld ziehen muss, ein Gesicht zu geben. Traditionsgemäß gibt es eine Mischung aus Realisten und Idealisten (Josh Hartnett aus "Pearl Harbor"), Greenhorns und Veteranen (Tom Sizemore als aufrecht im Kugelhagel stehender Kriegsfels), doch der Ton ist im Unterschied zu vielen Bruckheimer-Produktionen stärker pragmatisch als pathetisch-patriotisch. Dass "Black Hawk Down" dennoch auch Heldengedicht ist, liegt an der vorgefundenen militärischen Situation, die zur Konfrontation geradezu zwingt, und am authentischen Selbstverständnis dieser Einheiten, keinen US-Soldaten auf feindlichem Boden zurückzulassen. Letzteres Credo sorgt maßgeblich dafür, dass aus einem geplanten einstündigen Einsatz schließlich 16 Stunden in der Hölle werden, in der sich die wütende Bevölkerung Mogadischus gegen die als Eindringlinge erlebten, festsitzenden Amerikaner fast geschlossen zu erheben scheint. Wenn die Entführungsaktion schon erfolgreich beendet ist, aber sich der erste von schließlich zwei Hubschraubern abgeschossen in die Straßen bohrt, nimmt das Inferno seinen eigentlichen Anfang. Von Fluchtwegen abgeschnitten, in einzelne Kampfzellen isoliert und vom Kommandeur (Sam Shepard) über Video beobachtet, müssen sich 99 US-Soldaten einer Übermacht von tollwütigen Somalis stellen, bis mit dem Morgen endlich die Rettung durch UNO-Truppen naht. Realistisch chaotisch und packend ist dieser Straßenkrieg inszeniert, der durch heutige Erkenntnisse, dass wohl Bin Laden die am Absturz der Black Hawks beteiligten Stinger-Raketen geliefert hat, verschärfte Brisanz bekommt. Der ostafrikanische Gegner bleibt in der eingenommenen Perspektive in seinem blinden Hass meist gesichtslos. Das Sterben ist hier anonym, dort persönlich, aber es verfehlt in beiden Lagern seine Wirkung nicht, auf eine vergessene Tragödie aufmerksam gemacht zu haben. kob.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 10.10.2002

USA 2001

Länge: 2 h 24 min

Genre: Drama

Originaltitel: Black Hawk Down

Regie: Ridley Scott

Drehbuch: Ken Nolan

Musik: Hans Zimmer

Produktion: Ridley Scott, Jerry Bruckheimer

Kostüme: Sammy Howarth-Sheldon, David Murphy

Kamera: Slawomir Idziak

Schnitt: Pietro Scalia

Ausstattung: Arthur Max, Marco Trentini, Keith Pain, Gianni Giovagnoni, Pier Luigi Basile, Ivo Husnjak, Clifford Robinson

Website: http://www.blackhawkdown-derfilm.de