Christophe Barratier ("Die Kinder des Monsieur Mathieu") lässt in seinem Film das Paris der Vorkriegsjahre wieder auferstehen und inszeniert eine Hommage an die Macht des Theaters.

Kinostart: 27.11.2008

Gérard Jugnot
als Monsieur Pigoil

Kad Merad

Kad Merad
als Jacky

Clovis Cornillac
als Milou

Nora Arnezeder
als Douce

Pierre Richard
als Monsieur Radio

Bernard-Pierre Donnadieu
als Galapiat

Maxence Perrin
als Jojo

François Morel
als C

Élisabeth Vitali
als Viviane

Christophe Kourotchkine
als Lebeaupin

Eric Naggar
als Grevoul

Eric Prat
als Detective Tortil

Julien Courbey
als Mondain

Philippe du Janerand
als Triquet

Die Handlung von Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück

Ein Arbeiterviertel in Paris. Als 1936 die Sozialisten ihren Wahlsieg feiern, ist den drei Freunden Pigoil (Gérard Jugnot), Milou (Clovis Cornillac) und Jacky (Kad Merad) keineswegs zum Jubeln zumute. Haben sie doch erst kürzlich ihren Job verloren, weil das Vaudeville-Theater "Chansonia" die Pforten schließen musste. Bevor das Sozialamt anklopft, besetzen die drei das Gebäude, um mit einem Musical-Hit die Finanzen zu glätten. Leider sind sie künstlerisch ziemlich unfähig.

Drei ahnungslose Möchtegern-Künstler träumen groß und leben klein in Christophe Barratiers herzerwärmendem neuen Film nach seinem Hit "Die Kinder des Monsieur Mathieu". Das tragikomische Vorkriegs-Sozialdrama unterhält vortrefflich mit romantischen und musikalischen Ambitionen.

Mitte der Dreißigerjahre arbeiten die drei Freunde Pigoil, Milou und Jacky in Paris in dem Vaudeville-Theater Chansonia. Ein großer Schock ist es für sie, als das Bühnenhaus in einem Arbeiterviertel die Vorhänge für immer schließen soll. Doch auch privat haben sie mit Problemen zu kämpfen. So wird Pigoil z. B. das Sorgerecht für seinen Sohn entzogen. Bald schließen die Freunde den Plan, das Theater mit einer eigenen Show wieder zu eröffnen. Als sie beim Casting die junge Sängerin Douce entdecken, scheinen sie den kommenden Star ihrer Bühne gefunden zu haben.

Mitte der 30er Jahre arbeiten die Freunde Pigoil, Milou und Jacky in Paris in einem Vaudeville-Theater. Ein großer Schock ist es für sie, als das Bühnenhaus die Vorhänge für immer schließen soll. Doch auch privat haben sie mit Problemen zu kämpfen. So wird Pigoil das Sorgerecht für seinen Sohn entzogen. Bald fassen die Freunde den Plan, das Theater mit einer eigenen Show wieder zu eröffnen. Als sie beim Casting die junge Sängerin Douce entdecken, scheinen sie den kommenden Star ihrer Bühne gefunden zu haben.

Kritik zu Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück

Poetisch-nostalgisch gefärbter Blick auf das Paris der 1930er Jahre und den Kampf eines Ensembles für ihr Musiktheater und eine eigene Show.

"Der sieht gar nicht wie ein Mörder aus", murmelt der Polizist beim Verhör von Pigoil, dem Prinzipal des Musiktheaters "Chansonia". Und der naiv dreinschauende rundliche Mann erzählt seine Geschichte: Die beginnt am Silvesterabend 1935. Auf der Bühne tobt das Leben, hinter den Kulissen fliegen die Fetzen: der kommunistische Arbeiterführer Milou ruft zum Streik wegen ausstehender Löhne auf, Pigoils Frau läuft mit dem Star des Ensembles davon und der Theaterdirektor erschießt sich um Mitternacht, weil er dem erpresserischen Miethai Galapiat Geld schuldet. Das Ende der legendären Bühne scheint eingeläutet. Aber nicht mit uns, sagen sich die Mitarbeiter, besetzen im Frühjahr das Etablissement und bringen den Bösewicht Galapiat dazu, sie zu dulden - nicht aus Gutmütigkeit, sondern um als Gutmensch seine Chancen in der Politik zu steigern. Ohne großes Budget melden sich aber nur Laien für die Auftritte, einzig eine junge Sängerin kann die Zuschauer begeistern, um deren Gunst buhlen ausgerechnet die Feinde Galapiat und Milou - mit fatalen Konsequenzen.

Die Hauptfigur spielt wie in "Die Kinder des Monsieur Mathieu" erneut Gérard Jugnot, ein armer und ehrlicher Hund. Um diese liebenswürdige Gestalt drapiert Barratier markante Charaktere wie den tragikomischen, mit den Faschisten liebäugelnden Imitator Jacky (Kad Merad aus "Willkommen bei den Sch'tis"), den "roten" Milou oder den spleenigen Eremiten "Monsieur Radio" (Pierre Richard).

Barratiers Liebeserklärung an ein Paris der Fantasie (das Filmset wurde in der Nähe von Prag gebaut), bei dem die politische und gesellschaftliche Wirklichkeit nur als folkloristische Folie dienen, ist ein alles verzaubernder Tanz, eine gelungene Paarung aus Nostalgie und Gefühl, wunderschönem Kitsch und herzerwärmenden Klischee. Historisch wichtige Fakten werden "en passant" gestreift, es geht vor allem um ein emotionsreiches Sittengemälde mit Werten wie Solidarität und sozialer Gerechtigkeit, um den kleinen und respektablen Mann von der Straße im "Faubourg", der auch nach härtesten Schicksalsschlägen mit neuer Kraft für seine Würde kämpft. Die manchmal ganz unwirklichen Farben verdankt diese stilisierte Vision der Seinemetropole Clint Eastwoods Kameramann Tom Stern, der den Bildern eine traumhafte Magie verleiht, mag sie für Realisten vielleicht "zuckersüß" wirken. Dazu ein bunter Strauß Chansons - Parisliebhaber schwimmen im Glück. mk.

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Info

Plakat des Films: Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 27.11.2008

Deutschland/Frankreich/Tschechien 2008

Länge: 2 h 1 min

Genre: Drama

Originaltitel: Faubourg 36

Regie: Christophe Barratier

Drehbuch: Christophe Barratier

Musik: Reinhardt Wagner

Produktion: Jacques Perrin, Jacques Perrin, Nicolas Mauvernay, Nicolas Mauvernay

Kostüme: Carine Sarfati

Kamera: Tom Stern

Schnitt: Yves Deschamps

Website: http://www.paris.film.de