Oscar-Preisträger Jeremy Irons macht sich in dieser traumhaft bebilderten Bestseller-Verfilmung auf die Reise seines Lebens.

Kinostart: 07.03.2013

Jeremy Irons

Jeremy Irons
als Raimund Gregorius

Mélanie Laurent

Mélanie Laurent
als Estefania, jung

Jack Huston

Jack Huston
als Amadeu de Prado

Martina Gedeck
als Mariana

Tom Courtenay
als Joao Eca, alt

August Diehl
als Jorge O'Kelly

Bruno Ganz
als Jorge O'Kelly, alt

Lena Olin
als Estefania,

Beatriz Batarda
als Adriana

Marco D'Almeida
als Joao Eca

Christopher Lee
als Vater Bartolomeu

Charlotte Rampling
als Adriana,

Nicolau Breyner
als Da Silva

Jane Thorne
als Clotilde

Burghart Klaußner
als Richter Prado

Adriano Luz
als Mendez

Sarah Bühlmann
als Catarina Mendez

Filipe Vargas
als Vater Bartolomeu, jung

Ana Lúcia Palminha
als Clotilde, jung

Joao Lagarto
als Grenzpolizist

José Wallenstein
als Pide Agent

Eloy Monteiro
als Professor

Joaquim Leitao
als Principal

Jean-Pierre Cornu
als Buchh

Hanspeter Müller-Drossaart
als Mr. K

Dominique Devenport
als Natalie

Max Hubacher
als Sch

Marcal Godinho
als G

Helena Afonso
als Maria Prado

Bruno Salgueiro
als junger Mann

Maria D´Aires
als spuckende Frau

Jorge Veríssimo
als Herren-Ausstatter

Handlung

Raimund Gregorius, seit 30 Jahren in Bern Lateinlehrer an derselben Schule, rettet eine junge Frau vor dem Sprung von der Brücke in den Fluss. Als sie verschwindet, findet er in ihrer Jacke das Buch eines unbekannten Autors und ein Zugticket. Er wirft seinen Job hin und fährt spontan nach Lissabon. Bei der abenteuerlichen Suche nach dem Poeten und Mediziner taucht er ein in dessen Vergangenheit unter der Salazar-Diktatur, in Widerstandsbewegung und Abgründe der Leidenschaft. Auf verschlungenen Umwegen findet er zu sich selbst.

Raimund Gregorius, seit 30 Jahren in Bern Lateinlehrer an derselben Schule, rettet eine junge Frau vor dem Sprung von der Brücke in den Fluss. Als sie verschwindet, findet er in ihrer Jacke das Buch eines unbekannten Autors und ein Zugticket. Er wirft seinen Job hin und fährt spontan nach Lissabon. Bei der abenteuerlichen Suche nach dem Poeten und Mediziner taucht er ein in dessen Vergangenheit unter der Salazar-Diktatur, in Widerstandsbewegung und Abgründe der Leidenschaft. Auf verschlungenen Umwegen findet er zu sich selbst.

Ein Lateinlehrer macht sich von der Schweiz auf den Weg, in Portugal ein Geheimnis aus der Vergangenheit zu kären. Verfilmung des Bestsellers von Pascal Mercier, in der Lebens- und Liebesgeschichte(n) in zwei Zeitebenen verknüpft werden.

Kritik

Brillante Bestseller-Verfilmung von Oscar-Preisträger Bille August mit Jeremy Irons als Mann auf der Suche nach dem wahren Sinn des Lebens.

Pascal Mercier traf 2004 mit seinem Titel gebenden philosophischen Roman ins Schwarze. Das Werk wurde in 32 Sprachen übersetzt und allein im deutschsprachigen Raum zwei Mio. Mal verkauft. Vielleicht weil er "ewige" Fragen aufwarf wie die nach der Freiheit, dem Zufall, der Selbst- und Fremderkenntnis. Sein Held ist ein Lateinlehrer, etwas verstaubt, etwas langweilig. Raimund Gregorius nennen alle nur "Mundus", weil er nur die alte Welt im Kopf hat. Ausgerechnet er rettet eine junge Portugiesin vor dem Sprung von der Berner Kirchenfeldbrücke in die kalten Fluten. In der Jacke, die sie bei ihm zurücklässt, findet er ein Buch mit einem Zugticket nach Lissabon. "Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist, was geschieht dann mit dem Rest?" Dieser Satz elektrisiert ihn, er, der als der verlässlichste Mensch gilt, verlässt die Schule mitten im Unterricht und steigt abends in den Nachtzug nach Lissabon, lässt seine wohl geordnete Existenz hinter sich. Der Mann der Worte folgt den Worten des unbekannten Dichters namens Amadeu Prado.

Bille August schickt einen zurückhaltenden und fulminant aufspielenden Jeremy Irons als Mann am Wendepunkt seines Lebens auf eine lange Reise, die ihn auf Umwegen zu sich selbst führt, während er den Spuren des Portugiesen folgt, der am Tag der Nelkenrevolution starb. Fasziniert von der privaten Geschichte taucht er immer tiefer in die politische, in die alltägliche Grausamkeit unter Diktator Salazar, in die Widerstandsbewegung junger Idealisten, in die Abgründe von Leidenschaft ein. Geschickt verwebt der Oscar-Preisträger verschiedene Zeitebenen und Schicksale, spinnt ein emotionales und gesellschaftliches Puzzle, das sich nach und nach zu einem fantastischen Ganzen zusammensetzt. In atmosphärischer Dichte entwickelt das Drama eine spannende Dynamik, vor allem auch durch die Nebenfiguren (von August Diehl über Mélanie Laurent bis Jack Huston), von der jede eine individuelle Facette und Farbe zur Erzählung beisteuert. Der philosophisch angehauchte Film ist sinnlicher und weniger kompliziert als der Roman, lässt dessen Komplexität aber unangetastet. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 07.03.2013

Deutschland/Portugal/Schweiz 2012

Länge: 1 h 51 min

Genre: Drama

Originaltitel: Nachtzug nach Lissabon

Regie: Bille August

Drehbuch: Greg Latter, Ulrich Herrmann

Musik: Annette Focks

Produktion: Michael Lehmann, Peter Reichenbach, Günther Russ, Michael Steiger

Kostüme: Monika Jacobs

Kamera: Filip Zumbrunn

Schnitt: Hansjörg Weißbrich

Ausstattung: Augusto Mayer

Website: http://nachtzug-nach-lissabon.de/