Tragikomödie über ein Familienfest, bei dem ordentlich gezankt wird.

Kinostart: 15.10.2015

Günther Maria Halmer

Günther Maria Halmer
als Hannes Westhoff

Hannelore Elsner

Hannelore Elsner
als Renate Westhoff

Michaela May

Michaela May
als Anne Westhoff

Lars Eidinger
als Max Westhoff

Jördis Triebel
als Jenny

Marc Hosemann
als Gregor Westhoff

Barnaby Metschurat
als Frederik Westhoff

Nele Mueller-Stöfen
als Charly

Daniel Krauss
als Vincent

Handlung

Zum 70. Geburtstag des berühmten Pianisten Hannes Westhoff treffen sich dessen drei Söhne mit Anhang und deren trinkfreudige Mutter und Ex-Frau aus Paris im herrschaftlichen Anwesen. Während die zweite Ehefrau verzweifelt versucht, für Harmonie und Feststimmung zu sorgen, eskaliert die emotionale Situation, werden alte Wunden der Vergangenheit aufgerissen und offene Rechnungen beglichen. Erst eine erschütternde Nachricht führt die zerstrittenen Familienmitglieder wieder zusammen.

Kritik

Bestens besetzte und mit bösem Humor inszenierte Tragikomödie über familiäre Geheimnisse und Grausamkeiten, Gemeinheiten und Gemeinsamkeiten

Von der Reihe "Neues Deutsches Fernsehen" beim Filmfest München findet dieser berührende Trip in die Untiefen des Familienlebens den verdienten Weg auf die Kinoleinwand. Wer befürchtet, Lars Kraume würde vielleicht nur einen Aufguss von Thomas Vinterbergs Meisterwerk "Das Fest" präsentieren, kann aufatmen. Zwar feiert man in beiden Filmen den Geburtstag eines Patriarchen - bei Vinterberg der 60., bei Kraume der 70., in beiden Werken werden Geheimnisse, Grausamkeiten und verschiedene Formen von Gewalt aufgedeckt, die in der Kindheit und Jugend Wunden schlugen. Und die Handlung findet in der großbürgerlichen Kleinfamilie statt, ein Hort des Schreckens und des Kampfes. Aber Kraumes Universum ist alltäglicher, er zieht einen menschlicheren und am Ende versöhnenden Zugang vor.

Der berühmte Pianist Hannes Westhoff wird 70 und die Familienmitglieder treffen sich im hochherrschaftlichen Anwesen: die drei Söhne, der sterbenskranke Max, der schwule Frederic und der finanziell klamme Gregor, deren trinkfreudige Mutter und Ex-Frau von Westhoff. Während die zweite Ehefrau verzweifelt versucht, für Harmonie und Feststimmung zu sorgen, eskaliert die emotionale Situation, werden alte Rechnungen beglichen und alte Gräben aufgerissen, kokeln auch schon mal kostbare Partituren und bringt sich der Alte durch Unbarmherzigkeit und Kälte ins Abseits. Erst die Nachricht von Max' Krankheit führt die Zerstrittenen wieder zusammen.

Kraume stützt sich auf sein langjähriges Team von Kameramann Jens Harant bis Barbara Gies als Cutterin und bleibt seinem Lieblingsthema, der bürgerlichen Familienkonstellation in einer unkontrollierten Ausnahmesituation treu, diesmal mit einer leichten französischen Anmutung. Die oft schneidend scharfen Dialoge, die passende Dosierung von Zynismus, Humor und angezählten Gefühlen sind perfekt ausbalanciert. Das Schauspiel-Ensemble brilliert unisono: Ganz vorne dabei Günther Maria Halmer als arroganter und egozentrischer Macho, Hannelore Elsner als Suffnudel mit Scharfblick, Jördis Triebel mit fast analytischen Blick von außen auf das familiäre Innenleben und last but not least Lars Eidinger als einsamer und tragischer Held. mk.

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Info

Plakat des Films: Familienfest
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 15.10.2015

Deutschland 2015

Länge: 1 h 35 min

Genre: Drama

Originaltitel: Familienfest

Regie: Lars Kraume

Drehbuch: Andrea Stoll, Martin Rauhaus

Musik: Christoph M. Kaiser, Julian Maas

Produktion: Verena Monßen, Benjamin Benedict

Kostüme: Anette Guther

Kamera: Jens Harant

Schnitt: Barbara Gies

Ausstattung: Olaf Schiefner

Website: https://www.facebook.com/familienfest.derfilm