Nach der Buchvorlage von Daniel Kehlmann erschuf Regisseur Detlev Buck diese historische Komödie über den Naturforscher Alexander von Humboldt und den Mathematiker Carl Friedrich Gauß.

Kinostart: 25.10.2012

Szenenbild aus Die Vermessung der Welt mit Florian David FitzFlorian David Fitz

Florian David Fitz
als Carl Friedrich Gau

Albrecht Schuch
als Alexander von Humboldt

Jérémy Kapone
als Aim

Vicky Krieps
als Johanna Gauss

Katharina Thalbach
als Mutter Gau

Sunnyi Melles
als Mutter Humboldt

Karl Markovics
als Lehrer B

Michael Maertens
als Herzog

Max Giermann
als Mann vom Milit

David Kross
als Eugen Gau

Aaron Denkel
als Alexander von Humboldt als Kind

Lennart Hänsel
als Carl Friedrich Gau

Baldanpurev Sambuu
als Lama

Agi Dawaachu

Mercedes Jadea Diaz
als Johanna als Kind

Nils Dreschke
als Hauslehrer Kunth

Paul Mikulicz
als Wilhelm von Humboldt, jung

Guntbert Warns
als Vater Gau

Anastasiia Dmitrievna Kyryliuk
als Nina

Jose Alvear
als Eseltreiber

Juanita Guarderas
als erste Dame auf dem Sklavenmarkt

Christina Coral
als zweite Dame auf dem Sklavenmarkt

Georg Friedrich
als Sklavenh

Christian Cobo
als Mestize

Àlex Brendemühl
als Pater Zea

Thomas Loibl
als Barbier

Anna Unterberger
als Minna

Tatjana Merizalde Dobles
als Indianerin

Ronald Kukulies
als Fleischer

Guido Navarro
als Gro

Heiko Klimenko-Hamann
als bedrohlicher Mann

Peter Matic
als Kant

Eric Minsk
als Kants Diener

Anne Berlin
als die eine Frau

Ursula Heyne
als die andere Frau

Rafael Santi
als Schamane

Lennie Gottberg
als Student

Thomas Oláh
als Bote

Amelie Elisa Klein
als Gau

Nino Nervi
als Eugen Gau

Leopold Nicolaus
als Daguerre

Oliver Belling
als Humboldts Lakai

Michael Schenk
als K

Tobias Margiol
als Enkel des K

Sven Regener
als Naturforscher

Leander Haußmann
als ein anderer Naturforscher

Daniel Kehlmann
als der unheimliche Mann

Johannes Zeiler
als Gendarmeriekommandant Vogt

Detlev Buck
als w

Handlung

Anfang des 19. Jahrhunderts erforscht Offizierssohn Alexander von Humboldt Südamerika. Zur gleichen Zeit erobert Carl Friedrich Gauß, Sohn eines Arbeiters, mit der Welt der Zahlen ganz andere Räume. Beide Männer, der Naturforscher und der Mathematiker, werden zu Berühmtheiten ihrer Zeit. Nur zweimal begegnen sich diese Koryphäen, die trotz unterschiedlicher Naturelle und Biografien in ihrer Entdeckungslust, ihrer Weltfremdheit und Überheblichkeit, aber auch in ihrer erlebten Einsamkeit Gemeinsamkeiten haben.

Anfang des 19. Jahrhunderts erforscht Offizierssohn Alexander von Humboldt Südamerika. Zur gleichen Zeit erobert Carl Friedrich Gauß, Sohn eines Arbeiters, mit der Welt der Zahlen ganz andere Räume. Beide Männer, der Naturforscher und der Mathematiker, werden zu Berühmtheiten ihrer Zeit. Nur zweimal begegnen sich diese Koryphäen, die trotz unterschiedlicher Naturelle und Biografien in ihrer Entdeckungslust, ihrer Weltfremdheit und Überheblichkeit, aber auch in ihrer erlebten Einsamkeit Gemeinsamkeiten haben.

Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß sind Berühmtheiten ihrer Zeit - und treffen zweimal aufeinander. Eindrucksvolle Verfilmung von Daniel Kehlmanns Bestseller über zwei berühmte deutsche Forscher des 19.Jahrhunderts.

Kritik

Detlevs Bucks Verfilmung von Daniel Kehlmanns Bestseller ist ein Triumph der Bilder und des intelligent-humorvollen Erzählens.

Dass einer der unberechenbarsten deutschen Filmemacher, der zuletzt mit Kinderfilm, Liebesdrama und Verwechslungskomödie sein Spektrum erweiterte, jetzt mit einem Film über den berechenbaren Raum sein größtes Wagnis eingeht, sorgt für ein Lächeln. Dass dieses dann den Zuschauer für zwei Stunden begleitet, ist eine nicht nur hierzulande seltene Qualität, die in Koalition mit visueller Verführungskraft "Die Vermessung der Welt" zur sehenswerten Entdeckungsreise macht. Und genau darum geht es bei diesem ungewöhnlichen Projekt, das Historienfilm, Komödie, Abenteuer und Bildungsmission über die parallel erzählten Biografien zweier berühmter Männer verschweißt.

Für jeden, den die statistische Glockenkurve in Schul- und Studienzeit zum mentalen Absturz brachte, eröffnet der Film mit einem Trost, wenn der junge Carl Friedrich Gauß, auf den sie zurückgeht, Ende des 18.Jahrhunderts die Rute seines Lehrers zu spüren bekommt. Der Schaden bleibt ja auch begrenzt, wird doch dieser Lehrer Gauß' erster Förderer auf dem Weg zum bekanntesten Mathematiker seiner Zeit werden. Im Unterschied zu Gauß (Florian David Fitz) stammt Alexander von Humboldt (Albrecht Schuch) nicht aus der Welt der Armut, sondern des Wohlstands, besitzt auch nicht den brillanten Verstand des von ihm bewunderten Mathematikers, wohl aber dessen Neugier, die Welt verstehen zu wollen. Humboldt reist dafür um den Globus, studiert Menschen, Fauna und Flora, während der Forschungsraum von Gauß, der das Königreich Hannover vermessen soll, vor allem sein Kopf bleibt. Der Film begleitet beide Männer von der Kindheit bis ins höhere Alter, wechselt zwischen Südamerika und deutscher Heimat hin und her, bis sich Unterschiede und Gemeinsamkeiten, darunter Einsamkeit und Weltfremdheit, erschließen.

Buck, der mit Kehlmann und Daniel Nocke auch das Drehbuch schrieb, bleibt zurückgenommener Beobachter, selbst im bissigen, visuell aufgelösten Kommentar zum jesuitischen Missionarstum, bei dem Vorder- und Hintergrund des Bildes die Heuchelei enttarnen. Leise Komik regiert, entwickelt sich aus den zwei Zentralexoten, aber auch durch witzige Nebenfiguren (herausragend: Michael Maertens als leicht debiler Landesfürst). Trotz eines limitierten Budgets leistet "Die Vermessung der Welt" auch ausstatterisch Erstaunliches, erforscht mit plastischem 3D den Raum von Zimmern, Regenwäldern, ja sogar Körpern. Dieser optisch eindrucksvolle Film, der für einen Schauplatzwechsel die Welt schon einmal auf den Kopf stellt, ist nicht nur eine Liebeserklärung an den Entdeckergeist, sondern auch ans Kino. kob.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 25.10.2012

Deutschland/Österreich 2012

Länge: 2 h 3 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Die Vermessung der Welt

Regie: Detlev Buck

Drehbuch: Detlev Buck, Daniel Nocke, Daniel Kehlmann

Buchvorlage: Daniel Kehlmann

Musik: Enis Rotthoff

Produktion: Detlev Buck, Claus Boje

Kostüme: Thomas Oláh

Kamera: Slawomir Idziak

Schnitt: Dirk Grau

Ausstattung: Udo Kramer

Website: http://wwws.warnerbros.de/dievermessungderwelt/