Sympathischer Western um Bankräuber-Brüder im zwanziger Jahre Stil.

Kinostart: nicht bekannt

Matthew McConaughey

Matthew McConaughey
als Willis Newton

Skeet Ulrich

Skeet Ulrich
als Joe Newton

Ethan Hawke

Ethan Hawke
als Jess Newton

Vincent D'Onofrio
als Doc Newton

Dwight Yoakam
als Brentwood Glasscock

Julianna Margulies
als Louise Brown

Charles Gunning
als Slim

Becket Gremmels
als Lewis

Gail Cronauer
als Ma Newton

Chloe Webb
als Avis Glasscock

Die Handlung von Die Newton Boys

1919: Willis Newton frisch aus dem Gefängnis entlassen will nicht als armer Farmer enden. Stattdessen will er vom professionellen Bankraub leben. Als vertrauenswürdige Partner rekrutiert er seine drei jüngeren Brüder und einen Tresorsprengspezialisten. Nach mehr als 80 Banken, bei denen es niemals Verletzte gab, wagt sich das sympathische Quintett 1924 an einen Postzug.

Uvalde, Texas, 1919. Willis Newton, gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen, will nicht als armer Farmer vor sich hin vegetieren, sondern lieber vom professionellen Bankraub leben. In seinen jüngeren Brüdern Joe, Jess und Doc sowie einem Nitroglyzerin-Experten hat er schnell vertrauenswürdige Partner gefunden. Als sie per Zufall an eine Liste der am wenigsten gesicherten Banken Nordamerikas geraten, beginnt das Quintett mit einer Serie von 60 Raubzügen, die schließlich 1924 in dem spektakulären Überfall auf einen Postzug gipfelt.

Sympathischer Western um Bankräuber-Brüder im zwanziger Jahre Stil.

Kritik zu Die Newton Boys

Kleine Jungs spielen gerne Cowboy und Indianer, und erwachsene Hollywood-Regisseure erfüllen sich oftmals einen Kindheitstraum, indem sie irgendwann in ihrer Karriere auch einmal einen Western, das uramerikanischste aller Genres, drehen. Generation-X-Aushängeschild Richard Linklater ("Dazed and Confused", "Before Sunrise") nimmt sich für seinen jungenhaft verspielten Genreausflug der authentischen Geschichte der texanischen Newton-Brüder an, die 1924 mit dem bis dato größten Raubüberfall auf einen Postzug in die amerikanische Geschichte eingingen.

Für die Rollen der Newtons wurden mit Matthew McConaughey ("Contact"), Ethan Hawke ("Große Erwartungen"), Skeet Ulrich ("Scream - Schrei!") und Vincent D'Onofrio ("Men in Black") vier ebenso attraktive wie angesagte Jungstar-Mimen verpflichtet, die das Western-Gangster-Komödiendrama mit einer geballten Ladung männlichem Charme aufpolieren. Ansonsten fallen das detailgetreue Produktionsdesign und die sorgfältig kreierten Kostüme besonders auf, womit die Prohibitonsära authentisch und absolut überzeugend zum Leben erweckt wird. Die von Linklater mitverfaßte Geschichte kann dagegen nicht immer das Interesse uneingeschränkt wachhalten, da es vor allem in der ersten Hälfte an dramaturgischer Spannung mangelt. Dennoch ist "Newton Boys" ein großer Schritt für den Texaner, dessen vier vorangegangene Filme sich allesamt im Zeitraum von 24 Stunden abspielten. Hier beweist er, daß er auch ein Händchen für konventionelle Stoffe hat.

In chronologische, die Jahre 1919 bis 1924 umfassende Kapitel gegliedert, werden die Newtons zunächst als arme Farmer eingeführt, wobei der älteste Bruder Willis (ein spitzbübisch-sympathischer McConaughey überzeugt mit seiner besten Darstellung seit "Lone Star") gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Er ist der Ansicht, daß es moralisch nicht sonderlich verwerflich sein kann, als Kleingauner von großen Gaunern, und damit meint er Versicherungsgesellschaften, zu klauen. Zusammen mit seinen drei Brüdern Jess (Hawke als trinkfester draufgängerischer Charmebolzen), Joe (Ulrich fungiert kurzfristig als Stimme der Vernunft) und Doc (Vincent D'Onofrio bekommt nicht allzuviel Gelegenheit, sein beachtliches Talent auszuspielen) und dem Nitroglyzerin-Spezialisten Glasscock (Countrysänger Dwight Yoakam, zuletzt schon sehr beeindruckend in "Sling Blade"), raubt er insgesamt über 80 Banken aus und ermöglicht sich und seinen Brüdern ein luxuriöses Leben in Saus und Braus. Als der Versuch, im Ölgeschäft Fuß zu fassen, fehlschlägt, lassen sich die Newtons auf einen gewagten Postzugüberfall ein.

Wie bei "Bonnie und Clyde" und "Zwei Banditen" handelt es sich bei "The Newton Boys" um ein klassisches Amerikana, doch man fühlt sich von den Ereignissen nur bedingt in den Bann gezogen. Zu flach sind die Charakterzeichnungen der texanischen Robin Hoods ausgefallen, die die Szenerie dennoch dermaßen dominieren, daß Julianna Margulies und Chloe Webb als Gangsterliebchen bestenfalls als optische Staffage dienen. Keinesfalls sollte man den Abspann verpassen, in dem Ausschnitte mit dem echten Willis Newton bei Johnny Carsons "Tonight Show" im Jahr 1980 und ein Interview mit Joe gezeigt werden. ara.

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Info

Plakat des Films: Die Newton Boys
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 1998

Länge: 2 h 2 min

Genre: Western

Originaltitel: The Newton Boys

Regie: Richard Linklater

Drehbuch: Richard Linklater, Claude Stanush, Clark Lee Walker

Musik: Bad Livers, Edward D. Barnes

Produktion: Anne Walker-McBay

Kostüme: Shelley Komarov

Kamera: Peter James

Schnitt: Sandra Adair

Ausstattung: Catherine Hardwicke, Andrea Dopaso, John A. Frick