Opulent inszenierte Heimatgeschichte der Tiroler Aufstände unter der Führung von Andreas Hofer 1809 aus der Perspektive einer jungen Frau.

Kinostart: 27.01.2011

Inga Birkenfeld
als Katharina Heimstedt

Wolfgang Menardi
als Franz Egger

Anton Algrang
als Hermann Egger

Verena Plangger
als Elisabeth Egger

Martin Abram
als Gallus Egger

Markus Oberrauch
als Veit Egger

Verena Buratti
als Anna Hofer

Klaus Gurschler
als Andreas Hofer

Hans Stadlbauer
als Staatspfarrer

Jutta Speidel
als Waltraud Heimstedt

Gerd Anthoff
als Dr. Ludwig Heimstedt

Hildegard Schmahl
als Katharina

Mathieu Carrière
als Capitaine

Götz Burger
als Oberleutnant Wimmer

Eisi Gulp
als Erik

Martin Thaler
als Franz Raffl

Felix Rech
als Sergent

Annabel Faber
als Dienstm

Ingrid Schölderle
als Johanna

Die Handlung von Bergblut

Die gebildete Arzttochter Katharina lässt Wohlstand und ihre Eltern in Bayern hinter sich, um mit dem jungen Südtiroler Franz in den Bergbauernhof seiner Eltern zu ziehen. Während er und einer seiner Brüder sich von Andreas Hofer für den Freiheitskampf begeistern lassen und gegen Franzosen und Bayern in einen aussichtslosen Krieg ziehen, kämpft Katharina um die Anerkennung der verbliebenen Bauersleute. Als immer mehr Verletzte aus den Krieg zurückkehren, kümmert sie sich als Krankenschwester wie eine Ärztin um sie.

Die gebildete Arzttochter Katharina lässt Wohlstand und ihre Eltern in Bayern hinter sich, um mit dem jungen Südtiroler Franz in den Bergbauernhof seiner Eltern zu ziehen. Während er und einer seiner Brüder sich von Andreas Hofer für den Freiheitskampf begeistern lassen und gegen Franzosen und Bayern in einen aussichtslosen Krieg ziehen, kämpft Katharina um die Anerkennung der verbliebenen Bauersleute. Als immer mehr Verletzte aus den Krieg zurückkehren, kümmert sie sich als Krankenschwester wie eine Ärztin um sie.

Arzttochter gerät auf südtiroler Bergbauernhof in Andreas Hofers Freiheitskampf gegen Franzosen und Bayern. Top ausgestattetes Heimatdrama von Filmhochschulabsolvent Philipp J. Pamer, Publikumspreis beim Filmfest München.

Kritik zu Bergblut

Opulent inszenierte Heimatgeschichte der Tiroler Aufstände 1809 gegen Bayern und Frankreich mit Freiheitsheld Andreas Hofer an der Spitze.

Dass der Bayern 3-Publikumspreis beim Filmfest München ausgerechnet an ein düsteres Historiendrama ging, damit hatte wohl keiner gerechnet, zumal der Tiroler Andreas Hofer nicht gerade auf der Agenda junger Zuschauer steht. Aber der Heimatfilm, nicht nur für Tiroler interessant, hat jede Menge Gefühlspotenzial und einen für einen Hochschulabschlussfilm außergewöhnlichen visuellen Schauwert. HFF-Absolvent Philipp J. Pamer, selbst Tiroler und nicht weit von Hofers Geburtsort aufgewachsen, kannte Land und Leute und traute sich, einen "1809-Film über Südtirol in Südtirol von einem Südtiroler mit Südtirolern" zu drehen und dem Freiheitshelden ein filmisches Denkmal zu setzen. Mit einem Drehbuch in sieben Versionen überzeugte er den jungen Produzenten Florian Reimann.

Der Fokus liegt weniger wie bei anderen Hofer-Filmen auf Schlachtszenen, sondern auf gesellschaftlichen Verhältnissen und das persönliche Schicksal einer jungen Frau. Der Ehemann einer bayerischen Arzttochter tötet bei einem Streit in Augsburg einen französischen Soldaten, das Paar (eine überzeugende Kombination Wolfgang Menardi und Inga Birkenfeld) flieht in seine Heimat, das unzugängliche Passeiertal. Auf dem Bergbauernhof wird die Schwiegertochter mit Feindseligkeit empfangen. Während sie sich den Respekt der Familie erkämpft, begeistert sich ihr Mann für die freiheitlichen Thesen des Gastwirtes Andreas Hofer und zieht enthusiastisch in den Krieg. Die ersten Siege gegen Franzosen und Bayern führen zu großen Feiern im Dorf, aber dann schlagen die übermächtigen Gegner in aller Härte zurück.

Der altmodisch klingende Titel "Bergblut" weckt Assoziationen zu "Blut und Boden", eine Vorstellung, mit der die Machart des Films aber aufräumt. Intensiv gezeigt werden die kargen Lebensbedingungen auf dem Hof, der entbehrungsreiche Alltag im Befreiungskrieg und der Wille zur Unabhängigkeit des Bergvolks, das Auflehnen gegen Moral der Zeit durch die die Moderne repräsentierende "Stadtfrau". Neben der durchweg guten Besetzung beeindrucken vor allem die Landschaftsmotive und die dichte historische Atmosphäre (oft in Fackel- und Kerzenlicht sowie in sehr kleinen Räumen), auf die Leinwand gebracht von Kameramann Namche Okon, ebenfalls Absolvent der HFF München. Präsent, aber nicht aufdringlich die vom Deutschen Filmorchester Babelsberg eingespielte Musik. mk.

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Info

Plakat des Films: Bergblut
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 27.01.2011

Deutschland 2010

Länge: 2 h 3 min

Genre: Drama

Originaltitel: Bergblut

Regie: Philipp J. Pamer

Drehbuch: Philipp J. Pamer

Musik: Sami Hammi

Produktion: Florian Reimann, Philipp J. Pamer

Kostüme: Barbara Schwarz

Kamera: Namche Okon

Website: www.bergblut.com