Remake von Joseph L. Mankiewiczs Klassiker "Mord mit kleinen Fehlern", in dem ein gehörnter Krimischriftsteller seinen jungen Rivalen mit einem raffinierten Plan um die Ecke bringen will.

Kinostart: 20.12.2007

Michael  Caine

Michael Caine
als Andrew Wyke

Jude Law

Jude Law
als Milo Tindle

Handlung

Als der arbeitslose Schauspieler Milo Tindle (Jude Law) die Einladung des steinreichen Krimiautors Andrew Wyke (Michael Caine) annimmt, hätte er es besser wissen müssen. Der selbstgerechte Wyke hat sich alle materiellen Träume erfüllt - nur seine Frau geht mit Tindle fremd und hat ihn verlassen. Nun heuchelt er Interesse für den jüngeren Rivalen und schlägt ihm einen illegalen Deal vor: Tindle soll Wykes Juwelen rauben, um seiner Freundin ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen.

Der perfide Plan eines gehörnten Krimischriftstellers soll das Leben eines Rivalen beenden - das reimt sich auf Mankiewiczs Klassiker "Mord mit kleinen Fehlern", dessen elegant-bissiges Remake ein pikantes Kräftemessen mit Besetzungs-Clou und Harold-Pinter-Script bietet.

Andrew Wyke ist durch das Verfassen von Krimis zu Reichtum gekommen. Der selbstgerechte Mann hat alles, was man sich erträumen kann. Aber er weiß auch, dass seine Frau ihn wegen des arbeitslosen Schauspielers Milo Tindle verlassen hat. Wyke lädt den jüngeren Rivalen zu sich in sein entlegenes Anwesen ein und heuchelt Verständnis für die Situation, weist aber auch darauf hin, dass seine Frau Luxus gewöhnt ist und weiterhin einfordern wird. Um ihr ein schönes Leben bieten zu können, soll Milo die Juwelen Wykes stehlen und zu Geld machen. Milo geht auf das Angebot ein, ahnt allerdings nicht, dass Wyke Perfides im Schilde führt.

Andrew Wyke ist durch das Verfassen von Krimis zu Reichtum gekommen. Dennoch hat ihn seine Frau ihn wegen dem arbeitslosen Schauspieler Milo Tindle verlassen hat. Wyke lädt den Rivalen zu sich in sein entlegenes Anwesen ein und heuchelt Verständnis für die Situation, weist aber auch darauf hin, dass seine Frau Luxus gewöhnt ist. Um ihr ein schönes Leben bieten zu können, soll Milo die Juwelen Wykes stehlen und zu Geld machen. Milo geht auf das Angebot ein, ahnt allerdings nicht, dass Wyke Perfides im Schilde führt.

Kritik

Kenneth Branagh inszeniert den Kampf zweier Männer um die weibliche Beute als brillantes Schauspielerduell zwischen Michael Caine und Jude Law.

Wie reagiert ein Mann, wenn ihn der Liebhaber seiner Angetrauten zur Scheidung überreden und das Objekt der Begierde selbst heiraten will? Theater- und Filmregisseur Kenneth Branagh zeigt es in dieser hinreißenden Leinwandadaption nach Anthony Shaffers Theaterstück und zieht alle Register, überrascht mit gelungener filmischer Umsetzung und präzisem Lichteinsatz. Michael Caine mimt den gehörnten Andrew Wyke als abgrundtief sadistischenn Intellektuellen, der den hergelaufenen arbeitslosen Schauspieler Milo Tindle in die sozialen Schranken weist. Als gewiefter Krimi-Autor weiß er, wie man Menschen manipulieren und zu irrationalem Handeln bringen kann. Die Begegnung zwischen den beiden wird zur ultimativen Abrechnung mit Eifersucht und Besitzdenken, Machogehabe und aufgeblasenem Ego. Erst trinkt man gepflegt mehrere Gläschen Scotch, um dann ins Geschäft zu kommen. Wyke schlägt dem überraschten Tindle einen Deal vor: Er soll in sein Haus einbrechen, aus dem Safe millionenschweren Schmuck klauen, damit der Schriftsteller die Versicherung übers Ohr hauen kann, und darf zum Lohn die Geliebte sein Eigen nennen. Per Handschlag besiegelt, wird die diebische Aktion gestartet, aus der sich ein makabres Spiel entwickelt. Denn ein in seinem Stolz verletzter und betrogener Ehemann ist zu allem fähig. Nicht nur Michael Caine als Inkarnation des Perfiden und Jude Law, der ihm an hinterhältigem Einfallsreichtum nicht nachsteht, machen "Sleuth" zum intelligenten Vergnuegen, die pointierten Dialoge möchte man am liebsten auswendig lernen. Da sitzt jedes Wort und wirft Widerhaken, funktionieren Sätze wie Fallbeile. Kein Wunder, Nobel-Preisträger Harold Pinter schrieb das Drehbuch und reißt mehr seelische Abgründe auf als die Bühnenvorlage oder Joseph Mankiewicz Verfilmung "Mord mit kleinen Fehlern" aus dem Jahr 1972, in der Michael Caine als jugendlicher Widersacher Laurence Olivier herausforderte. In der neuen Version streiten sich schlicht zwei Männer um die weibliche Beute, der eine hat sie, der andere will sie wieder haben. Der Junge punktet mit Testosteron, Abenteuer und Romanze, der Alte mit Geld, Sicherheit und Ansehen. Dabei geht es den Kampfhähnen irgendwann gar nicht mehr um die Trophäe, sondern nur noch um Wettbewerb und Kräftemessen, um Macht und Männlichkeit und darum, den Konkurrenten zu schlagen, und vor allem, ihn zu demütigen. Ganze Arbeit leistet als Dritte im Bunde die Ausstattung. Von außen ein altmodisches hoch herrschaftliches Haus auf dem Land, innen eine Orgie aus Stahl, Glas und Überwachungskameras. Zum außergewöhnlichen Ambiente noch geschliffener Witz, feine Ironie und grausamer Sarkasmus vom Duo Branagh/Pinter - eine kongeniale Kombination. Schwärzer und böser gehts nicht. mk.

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Info

Plakat des Films: 1 Mord für 2
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 20.12.2007

USA 2007

Länge: 1 h 29 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Sleuth

Regie: Kenneth Branagh

Drehbuch: Harold Pinter

Musik: Patrick Doyle

Produktion: Jude Law, Kenneth Branagh, Simon Halfon, Tom Sternberg, Marion Pilowsky, Simon Moseley

Kostüme: Alexandra Byrne

Kamera: Haris Zambarloukos

Schnitt: Neil Farrell

Ausstattung: Tim Harvey