Die Handlung von Chainsaw Man

Um seinen Lebensunterhalt zu sichern und die Schulden seines verstorbenen Vaters zu bezahlen, jagt Denji im Auftrag der Yakuza gefährliche Teufel. Dabei kann er auf die Hilfe seines kleinen Begleiters Pochita zählen, den er einst mit einer selbstlosen Tat rettete. Doch schon bald lockt die Yakuza die beiden in eine tödliche Falle, um selbst die Gunst eines mächtigen Teufels zu gewinnen. Pochita entschließt sich, Denji zu retten – und fusioniert mit ihm zum „Chainsaw Man“. Da er in dieser Form allerdings eine potentielle Bedrohung darstellt, wird Denji in eine Spezialeinheit zwangsrekrutiert.


Kritik zu Chainsaw Man

Mit „Chainsaw Man“ schuf Tatsuki Fujimoto einen bemerkenswerten Manga, der sich schon vor der Ausstrahlung des Anime mehr als 13 Millionen Mal verkaufen konnte. Dennoch dauerte es bemerkenswert lange, bis sich ein Studio an die Adaption wagte – schließlich ist der erste Part bereits seit 2020 abgeschlossen. Der Mangaka gönnte sich sogar eine zweijährige Pause, bis er im August mit dem zweiten Teil der Story zurückkehrte. Diese schlägt eine etwas andere Richtung ein, da Fujimoto seine ursprüngliche Intention für die Geschichte nun umsetzt, nachdem er sie für die Veröffentlichung im renommierten Shonen Jump-Magazin zuvor stärker an dessen Zielgruppe angepasst hatte.

Die erste Staffel von „Chainsaw Man“ basiert auf den ersten vier Bänden des Manga und ist damit so etwas wie die Einführung in eine brutale Welt, in der die Sehnsüchte der Menschen zur Geburt von Teufeln führen. Das bekannte Anime-Studio MAPPA (u.a. „Jujutsu Kaisen“, „Attack on Titan: The Final Season“, „Vinland Saga“ (Staffel 2) sorgt dabei für herausragende Animationen, die aufgrund des angestrebten Realismus allerdings oft ungewohnt anders wirken.

Zudem ließ MAPPA seiner kreativen Ader recht freien Lauf, was sich nicht nur in gelungenen Ergänzungen zur originalgetreu erzählten Hauptstory niederschlägt. So ist das Intro beispielsweise mit Referenzen zu anderen bekannten Werken wie „Pulp Fiction“, „Jacob's Ladder“ oder „The Big Lebowski“ gespickt. Jede Episode der ersten Staffel erhielt zudem ein ganz individuelles Outro, in dem sich neben den Animatoren auch zahlreiche etablierte und aufstrebende japanische Musiker austoben durften.

Lohnt sich, weil „Chainsaw Man“ einen hervorragenden Mix aus Action, Gewalt und schwarzem Humor bietet, bei dem die einzelnen Charaktere deutlich facettenreicher sind, als es auf den ersten Blick wirkt. Statt strahlender Helden gibt es hier eher traumatisierte Persönlichkeiten, die trotzdem weiter ihrer Mission folgen. Ihre Ziele können allerdings manchmal schwer verständlich sein und sogar Sympathien kosten, bis sich der Gesamtkontext der jeweiligen Figur erschließt.


Staffel 1, 2022, 12 Folgen

Staffel 1 von Chainsaw Man erstausgestrahlt am 12.10.2022

Denji möchte eigentlich nur wie ein ganz gewöhnlicher junger Mann leben – was ihm angesichts der Schulden seines verstorbenen Vaters allerdings verwehrt bleibt. ... mehr