Aus für „Citadel“? Na ja, noch nicht ganz – aber der Spionagethriller liegt aktuell auf der Intensivstation. Laut The Hollywood Reporter hat Amazon MGM den Pausenknopf gedrückt – für alle geplanten Spin-offs und sogar für Staffel 2 der Hauptserie. Die Begründung: Qualitätsmängel und Kostenexplosion. Oder auf gut Deutsch: teuer, aber nicht gut genug. Das Spionage-Spektakel mit Richard Madden und Priyanka Chopra Jonas hatte von Anfang an mit Problemen zu kämpfen – Neudrehs, kreative Differenzen, wechselnde Schnittfassungen.
Dabei klang der Plan anfangs ziemlich ambitioniert. Eine weltumspannende Spionageserie, ein internationales Agentennetzwerk, Erinnerungslöschungen, Action pur. Und das Ganze sollte dann auch noch als Franchise mit globalen Ablegern durchstarten. Stolze 300 Millionen Dollar hat Staffel 1 verschlungen, das sind schlappe 50 Millionen pro Folge – da kriegt selbst James Bond Schnappatmung. Inklusive Spin-offs wie „Citadel: Diana“ und „Citadel: Honey Bunny“ kratzt das Franchise nun an der Halb-Milliarde-Marke. Doch statt Oscar-verdächtiger Spannung gab’s lauwarme Kritiken und viele Fragezeichen. Trotzdem: 25 Millionen Menschen schauten Staffel 1 – was erstmal beeindruckt.
Staffel 2 war für Herbst 2025 geplant, jetzt wurde sie auf unbestimmte Zeit in den Frühling 2026 verschoben. Klingt nicht nach einem straffen Drehplan, sondern eher nach Krisensitzung im Konferenzraum. Fakt ist: Das „Citadel“-Universum ist ein teurer Risikopoker – mit ungewissem Ausgang. Fans müssen sich gedulden, Kritiker zucken mit den Schultern und bei Amazon MGM dürfte man sich gerade fragen, ob es wirklich eine gute Idee war, eine halbe Milliarde Dollar in ein Franchise zu stecken, das mehr Schlagzeilen hinter den Kulissen macht als auf dem Bildschirm. Ob Staffel 2 die Kurve kriegt oder das Franchise am Ende wirklich fällt? Das bleibt vorerst abzuwarten.
