Langsam aber sicher darf und muss man Olivia Wilde zu den ganz großen Regisseurinnen unserer Zeit zählen. Ihr Debüt „Booksmart“ war schon herausragend, „Don't Worry Darling“ darf meiner Meinung nach auch in keiner Bestenliste aus 2022 fehlen – SO gut. Mit „The Invite“ legt Wilde jetzt ihre dritte Regiearbeit vor – und heuert dafür bei den Indiekünstlern von A24 an. „The Invite“ präsentiert sich als Kammerspiel mit doppeltem Boden, das sich zwar wie eine Komödie liest, dank verdrehter Arthouse-Optik aber fast schon wie ein Thriller oder Horrorfilm schaut.
Im Kern geht's in „The Invite“ um Joe und Angela (Seth Rogen und Olivia Wilde), die eine Dinnerparty für ihre Nachbarn von oben geben wollen. Hawk und Pina (Edward Norton und Penélope Cruz) sind nicht nur rätselhaft, sondern auch unglaublich charmant – doch irgendwas passt hier nicht zusammen...
Kleiner Spoiler vorab: Olivia Wilde hat sich „The Invite“ keinesfalls selbst ausgedacht. Der neue A24-Film basiert auf „Sentimental“ von Cesc Gay aus dem Jahr 2020, der mit „Die Nachbarn von oben“ auch schon ein Remake aus der Schweiz bekommen hat. „The Invite“ macht aber alles anders: Statt die Vorlage eins zu eins zu adaptieren, macht Olivia Wilde die dialoglastige Beziehungskiste jetzt zu einem bissigen Genrewerk, in dem nichts so ist, wie es scheint.
Einen deutschen Kinostart hat „The Invite“ bisher noch nicht.
In den USA startet der neue Film von Olivia Wilde derweil im Juni – hier der erste Trailer:
