Doctor Who
07.12.2023, von Frank Keilacker

„Geh weg, kleine Serie“: Warum Neil Patrick Harris einer der wenigen US-Stars bei „Dr. Who“ ist

Schon bei „How I Met Your Mother“ konnte man erahnen, wieviele Facetten Neil Patrick Harris als Schauspieler zu bieten hat. In „Doctor Who“ wird er nun zum mehr als ebenbürtigen Gegenspieler.

Bei „Doctor Who“ handelt es sich um eine solch ikonische Serie, dass im Laufe der Jahre viele britische Stars gerne vorbeischauten. James Corden hatte dort ebenso einen Auftritt wie Maisie Williams („Game of Thrones“), Andrew Garfield („Hacksaw Ridge - Die Entscheidung“), Felicity Jones („Die Entdeckung der Unendlichkeit“) sowie Simon Pegg und Nick Frost („Shaun of the Dead“). Doch die internationale Prominenz beschränkte sich auf eine Nebenrolle für die australische Sängerin Kylie Minogue sowie den gescheiterten Versuch, eine neue Serie in britisch-amerikanischer Koproduktion zu starten. 1996 war „Doctor Who – Der Film“ eigentlich als deren Pilot geplant, konnte aber die Erwartungen bei weitem nicht erfüllen. Hier trat u.a. Eric Roberts als Master gegen den 8. Doktor (Paul McGann) an.

Doch nun könnte für „Doctor Who“ eventuell doch noch das Zeitalter der US-Stars anbrechen, da die künftigen Folgen der Serie prominent auf Disney+ gestreamt werden und so natürlich einem breiteren Publikum direkt zugänglich sind. Einen potentiellen Vorgeschmack liefert Neil Patrick Harris, der im kommenden Special „Das Kichern“ (ab 9. Dezember) einen den gefährlichsten Widersacher des Doktors mimt. Der hierzulande vor allem als Barney Stinson („How I Met Your Mother“) bekannte Schauspieler besitzt viele weitere Talente, zu denen unter anderem ein Händchen für Zaubertricks und eine Musicalstimme gehören. Dadurch wurde für den „Dr. Who“-Produzenten Phil Collinson zu einer überzeugenden Besetzung für den Himmlischen Spielzeugmacher – einen uralten und gottgleichen Feind, der seine Opfer mit diversen Spielen quält.

Showrunner Russell T Davies suchte dafür laut „Total Film unbedingt einen Darsteller, der es in Größe, Erfahrung und Können mit David Tennants Doktor aufnehmen kann und im Kräftemessen nicht unterlegen wirkt. Collinsons Vorschlag stieß bei ihm schon deshalb auf offene Ohren, weil er zuvor mit Neil Patrick Harris an der Serie „Its a Sin“ gearbeitet hatte und dessen Agenten kannte. Wie Davies auf einer Presseveranstaltung verriet, fragte er deshalb direkt bei Harris an, ob er nicht ein Drehbuch lesen wolle. Dieser fand die Story faszinierend genug, um in seinem eigentlich arbeitsfreien Sommer zu drehen - wohl auch, weil er sich sehr auf die Zusammenarbeit mit David Tennant freute. Allerdings hatte er vorher noch nie etwas von „Doctor Who“ gehört und daher zunächst viele Fragen.

Davies erklärte auch, warum der Kontakt zu US-Stars selten so reibungslos verläuft: „Normalerweise muss man sich mit furchterregenden amerikanischen Agenten herumschlagen. Ich liebe es, wenn die Leute sagen: Warum spielt jemand wie Sigourney Weaver nicht in Doctor Who mit? Wegen ihres Agenten, deswegen. Der sagt dann einfach: 'Geh weg, kleine Serie'.“ Doctor Who“ muss also „nur“ eine (noch) größere Serie werden, um doch Gehör zu finden.

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