Ein bildgewaltiger Mix aus Justizdrama und Sci-Fi-Thriller aus Deutschland? Yes, auch ein blindes Kinohuhn findet eben manchmal ein Popcorn. Nachdem jahrelang vor allem die Streaminganbieter um Netflix und Prime Video dafür gesorgt haben, dass der deutschsprachige Film im internationalen Vergleich mithalten kann („Dark“, „Paradise“), versucht sich Regisseurin und Drehbuchautorin Lena Stahl jetzt mal wieder an einem Genrefilm auf der großen Leinwand.
Schon Filme wie „Stereo“ oder Moritz Bleibtreus Regiedebüt „Cortex“ haben gezeigt, dass der deutsche Film durchaus auch Hollywood-Potenzial haben kann – das beste Beispiel war aber Baran bo Odars uns Jantje Frieses „Who Am I – Kein System ist sicher“ im Jahr 2014.
Witzigerweise ebenfalls mit Hannah Herzsprung: Die deutsche Charakterdarstellerin übernimmt eine der Hauptrollen in Lena Stahls „Corpus Delicti“, die den dystopischen Justiz-Thriller von Juli Zeh für die ganz große Leinwand adaptiert hat. Im Mittelpunkt steht die Wissenschaftlerin Mia Holl (Hannah Herzsprung), deren Leben in einer nicht näher benannten Zukunft aus den Fugen gerät, als ihr Bruder Moritz (Damian Hardung aus „Maxton Hall – Die Welt zwischen uns“ auf Prime Video) des Mordes beschuldigt wird. Da das Justizsystem von einer KI geregelt wird, gibt es eigentlich keinen Zweifel an seiner Schuld – doch Mia ist sich sicher, dass ihr Bruder unschuldig ist...
Neben Hannah Herzsprung und Damian Hardung sind auch Alexander Fehling, Haley Louise Jones und Christian Friedel mit dabei.
„Corpus Delicti“ läuft ab dem 1. Oktober in den deutschen Kinos.