House of the Dragon
19.06.2024, von Frank Keilacker

Coen-Brüder statt George R.R. Martin: „House of the Dragon“ ändert Schockszene deutlich

Die zweite Staffel von „House of the Dragon“ startet mit einer Veränderung, die sich deutlich auf das Ende der ersten Folge auswirkt.

In seiner Familienchronik „Feuer und Blut“ lässt Autor George R.R. Martin einen ungenannten Maester anhand verschiedener Quellen die Geschichte des Hauses Targaryen zusammentragen. Da es sich dadurch nicht um eine verlässliche Schilderung der Ereignisse handelt, kann die auf dem Buch basierende Fernsehserie „House of the Dragon“ problemlos immer wieder abweichen und erzählen, was damals wirklich passierte.

Dies gilt auch für das dramatische Finale der ersten Folge der zweiten Staffel. Statt des ursprünglich ins Visier genommenen Ziels stirbt hier ein Kind durch ein Attentat. Im Original muss sich dessen Mutter sogar entscheiden, welchen ihrer beiden Söhne sie opfern will – und wählt den jüngeren. Die Auftragskiller töten jedoch den älteren.

Die extrem drastische Szene aus der Buchvorlage, in der sogar eine Vergewaltigung droht, wurde in „House of the Dragon“ deutlich abgemildert, unter anderem, weil der jüngere Sohn in der Serie bislang nicht existiert. Dies liegt daran, dass die Serie die 30 Jahre der Vorlage auf 20 Jahre komprimiert und er deshalb erst noch geboren werden muss. Deshalb sind seine Geschwister in der Serie auch deutlich jünger, als der Schicksalsschlag die Familie trifft.

Ein weiterer Grund für die Abänderung der Szene war die Arbeit mit den Karstellern. „Wir wussten, dass es eine Herausforderung sein würde, so junge Kinder zu einer guten Leistung zu bringen – als Vater von Kindern in diesem Alter bin ich mit all dem vertraut“, sagte Showrunner Ryan Condal zu „Entertainment Weekly“. „Es gibt Dinge, die man Kindern am Set zumuten kann und andere nicht. Wenn man versuchen würde, die Geschichte originalgetreu umzusetzen, wäre es in jeder Hinsicht eine Herausforderung, eine gute Leistung von einem Kind zu bekommen. Oft sieht es so aus, als würde das Kind das alles durchmachen, aber man benutzt clevere Schnitte und Einblendungen."

Condal und sein Team strebten eine emotionale Sequenz an, die sich am Rhythmus des Buches orientiert, aber auch für Zuschauer funktioniert, die das Buch noch nie in der Hand hatten: „Wir wollten, dass es ein bisschen wie eine düstere Coen-Brüder-Raubsequenz wirkt, die am Ende eine schreckliche Wendung nimmt.“ Die Filme der Coen-Brüder sind bekannt für ihre dunkle, oft komische und dramatische Darstellung von Verbrechen, die unvorhersehbar und tragisch enden. Solche Sequenzen findet man beispielsweise in Filmen wie „Fargo“ oder „No Country For Old Men“, wo komplexe Charaktere und unerwartete Wendungen die Zuschauer in Atem halten.

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