Vor allem in US-Blockbustern kann man sich den mal dezent, mal extrem auffällig platzierten Markenprodukten kaum entziehen. Das „Fack ju Göhte“-Spin-Off „Chantal im Märchenland“ (ab 28. März im Kino) gibt stattdessen einer besonderen Initiative eine Plattform.
Jahre nach ihrem Schulabschluss verfolgt Chantal (Jella Haase) in dem Film weiterhin erfolglos ihren Traum, eine berühmte Influencerin zu werden. Ihre Perspektiven erweitern sich merklich, als sie gemeinsam mit ihrer Freundin Zeynep (Gizem Emre) einen alten Spiegel findet, der die beiden in die Welt der Märchen versetzt.
Einige Zeit zuvor kann Chantal der Realität noch kaum entfliehen: Als sie ihren Plastikbecher inklusive Deckel und Papierstrohhalm achtlos in den Restmüll werfen will, wird sie von der Öko-Influencerin Alice (Phiphi Sarah) gefilmt und zurechtgewiesen. Daraufhin zeigt Chantal, dass sie eigentlich genau weiß, wie es richtig geht: Plastikbecher und -deckel kommen getrennt in die Gelbe Tonne und der Trinkhalm natürlich in den Papiermüll.
Die Szene soll dabei nicht nur unterhalten, sondern auch aufklären. Die Initiative „Mülltrennung wirkt“ will hiermit vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen und vom richtigen Verhalten überzeugen. „In ihrer typisch liebenswerten Art vermittelt Chantal in nur einer kurzen Szene unsere wichtigste Botschaft: Richtige Mülltrennung funktioniert so einfach, dass wirklich jede*r einen Beitrag für die Umwelt leisten kann“, erklärt Axel Subklew, Sprecher der Initiative. „Aufklärung, die Spaß macht, so wollen wir möglichst viele junge Menschen zum Mitmachen motivieren.“
Es bleibt allerdings fraglich, ob eine solch kurze Szene wirklich zum Umdenken bewegen kann. Schließlich handelt es sich hier nicht um so etwas wie das Finale von „Madame Web“, bei dem der Endkampf tatsächlich mit den Buchstaben eines großen Getränkeherstellers geführt wird und schon deshalb durchhaltefähigen Zuschauern noch lange im Gedächtnis haften bleibt.
