Melodrama um die Lebenspartner zweier Komapatienten.

Kinostart: nicht bekannt

Benno Fürmann

Benno Fürmann
als Leo Borchert

Heike Makatsch

Heike Makatsch

Jessica Schwarz

Jessica Schwarz
als Esther Steinborn

Manfred Zapatka
als Josef Richter

Lisa Kreuzer
als Barbara Richter

Sofie Eifertinger
als Zora Borchert

Thomas Limpinsel
als Dr. Pacht

Karoline Eichhorn
als Conny Reinert

Kai Ivo Baulitz
als Kai Kienzler

Michel Diercks
als Felix Schulz

Ulrike Arnold
als Frau Koller

Kritik zu Zweimal zweites Leben

Der ZDF-Sonntagsfilm ist die überraschende Variation einer bekannten Geschichte und hat zudem vier vorzügliche Hauptdarsteller zu bieten.

Vor einigen Jahren hat das ZDF diese Geschichte so ähnlich schon einmal erzählt. Der Film hieß "Solange du schliefst" (2010); der Titel war bei weitem nicht die einzige Parallele zur Hollywood-Komödie "Während Du schliefst" (1995). "Zweimal zweites Leben" variiert zwar ein paar Variablen, aber die Gründzüge sind die gleichen:

Bei einem Reitunfall zieht sich Ännie (Heike Makatsch) eine schwere Kopfverletzung zu und fällt ins Koma. Ihr Mann Leo (Benno Fürmann) kümmert sich liebevoll um sie. Aber auch nach drei Monaten sind praktisch keine Fortschritte erkennbar. Als ein weiterer Komapatient in das Zimmer kommt, zeigt sich rasch, dass dessen Freundin Esther (Jessica Schwarz) und Leo mehr als nur das Schicksal ihrer Partner verbindet. Ausgerechnet nach ihrer ersten gemeinsam verbrachten Nacht wacht Ännie wieder auf, doch Mann und Tochter sind Fremde für sie.

Das Handlungsmuster birgt großes Melodrampotenzial, aber Autor Bernd Lange umgeht die entsprechenden Kitschfallen ebenso geschickt wie konsequent, zumal das Drehbuch auch unbequeme Fragen anspricht. Selbst wenn Benno Fürmann seinen Leo mit einer fast übernatürlichen Zuversicht versieht: Die Hauptfiguren sind facettenreich, die Darsteller ausnahmslos vorzüglich. Das gilt keineswegs nur für das prominente Trio: Vierte im Bunde ist Sofie Eifertinger als Teenagertochter in ihrer ersten größeren Rolle. Sie macht das fabelhaft und mit erstaunlicher Präsenz; nebenbei hat sie auch einige wunderbare Dialogzeilen.

Angesichts der überzeugenden Schauspielerführung sowie der vielen liebevoll umgesetzten Details ist es umso erstaunlicher, dass sich das Regieduo Claudia Prietzel und Peter Henning im Nachhinein von "Zweimal zweites Leben" distanziert hat. tpg.

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Info

Plakat des Films: Zweimal zweites Leben

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2015

Genre: Drama

Originaltitel: Zweimal zweites Leben

Regie: Claudia Prietzel, Peter Henning

Drehbuch: Bernd Lange

Musik: Andreas Weidinger

Produktion: Stefan Raiser, Felix Zackor

Kostüme: Janne Birck

Kamera: Michael Hammon

Schnitt: Sabine Brose

Ausstattung: Josef Sanktjohanser