Bittere Tragikomödie vor dem Hintergrund des Holocaust, die trotz des Schreckens der Ereignisse einen gewissen Humor versprüht.

Kinostart: 23.03.2000

Die Handlung von Zug des Lebens

Wir schreiben das Jahr 1941 und die Nazis sind dabei sämtliche Juden in Konzentrationslager zu deportieren. Als eine kleine osteuropäische jüdische Gemeinde davon erfährt, beschließt sie mit einem ausgeklügelten Plan über die Sowjetunion nach Palästina zu fliehen. Dazu wollen sie einen Teil der Dorfbewohner als Wehrmachtssoldaten verkleiden, die die restlichen Dorfbewohner dann in einem Zug nach Osten „deportieren“ sollen.

Allerdings geht schon zu Beginn ihrer Reise so einiges schief, denn obwohl sie zwar deutsch gelernt, Papiere gefälscht und Uniformen genäht haben, ist ihr Zug an keinem Bahnhof gemeldet und so müssen sie unweigerlich auffallen. Doch sie schaffen es wieder einmal mit einem Trick den misstrauischen SS-Hauptsturmführer davon zu überzeugen, dass es sich um einen geheimen Transport ganz besonders gefährlicher Juden handelt, die nämlich gleichzeitig auch noch Kommunisten sind.

Nachdem das von den Juden verlassene kleine Dorf von den Nazis niedergebrannt wurde, schwingt sich der Rest der Gemeinde zu Widerstandskämpfern auf, die von der Echtheit des Zuges überzeugt sind und den kleinen Schwindel nicht durchschauen. Nachdem sie mehrfach versuchen den Zug anzuhalten, sind sie endgültig verwirrt, als sie die als Wehrmachtssoldaten verkleideten Juden mit ihren Gefangenen zusammen beten sehen.

So geht ihre Reise nach Osten unaufhörlich weiter, wobei sie immer wieder neuen Schwierigkeiten und Verwechselungen trotzen müssen.

Zug des Lebens - Ausführliche Kritik

„Zug des Lebens“ ist eine Tragikomödie des rumänisch-französischen Regisseurs Radu Mihăileanu, die sich mit dem Thema der Deportation der Juden innerhalb des Zweiten Weltkrieges durch die Nazis beschäftigt. Dabei sucht der Film einen ganz neuen und fast komödiantischen Ansatz, der oftmals an Roberto Benignis Film „Das Leben ist schön“ denken lässt. Denn hier ist es die jüdische Gemeinde selbst, die sich vermeintlich deportiert und so nach Palästina retten will.

So erzeugt der Film „Zug des Lebens“ immer wieder eine gewisse Situationskomik, die aber den Ernst der eigentlichen Lage und die Gefahr, der sich die Juden auf ihrer Flucht ausgesetzt sehen, nicht vergessen lässt. Wunderbar gespielt von seinen Hauptakteuren schafft es der Film trotz seiner ernsten Thematik mit dem typischen jiddischen Humor und einer intelligenten und sensiblen Umsetzung durch den Regisseur auf ganzer Linie zu überzeugen.

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Info

Plakat des Films: Zug des Lebens

Kinostart: 23.03.2000

Genre: Drama