Hinreißend verschachteltes Melo mit Noir-Touch über eine tragische Ménage à quatre im Filmemachermilieu.

Kinostart: 06.08.2009

Penélope Cruz

Penélope Cruz
als Lena Rivero

Lluís Homar

Lluís Homar
als Mateo Blanco / Harry Caine

Blanca Portillo
als Judit Garc

Jose Luis Gomez
als Ernesto Martel

Tamar Novas
als Diego

Ángela Molina
als Lenas Mutter

Chus Lampreave
als Concierge

Kiti Manver
als Madame Mylene

Lola Dueñas
als Lippenleserin

Mariola Fuentes
als Edurne

Carmen Machi
als Chon

Kira Miró
als Model

Rossy de Palma
als Julieta

Alejo Sauras
als Alex

Die Handlung von Zerrissene Umarmungen

Harry Caine ist ein erblindeter Drehbuchautor, der bis zu dem Unfall, der ihm das Augenlicht raubte, unter seinem Namen, Mateo Blanco, Filme drehte. Nach dem Tod seines einstigen Produzenten Martel nimmt dessen Sohn Ray X Kontakt mit Harry auf und will ein Drehbuch von ihm, das das Andenken des verabscheuten Vaters in den Schmutz ziehen soll. Caine erinnert sich zurück an das Jahr, als er für Martel den Film "Mädchen und Koffer" drehte und eine Affäre mit seiner Hauptdarstellerin Lena begann. Der Beginn einer komplizierten Tragödie, denn Lena war mit Martel liiert. Und der ist blind vor Eifersucht.

Harry Caine ist ein erblindeter Drehbuchautor, der zuvor unter seinem echten Namen Mateo Blanco Filme gedreht hat. Nach dem Tod seines einstigen Produzenten Martel nimmt dessen Sohn Ray X Kontakt mit Harry auf und will ein Drehbuch von ihm, das das Andenken des verabscheuten Vaters in den Schmutz ziehen soll. Caine erinnert sich zurück an das Jahr, als er eine Affäre mit seiner Hauptdarstellerin Lena begann. Der Beginn einer komplizierten Tragödie, denn Lena war mit Martel liiert. Und der ist blind vor Eifersucht.

Kritik zu Zerrissene Umarmungen

Nach dem Erfolg von "Volver" steht Muse Penelope Cruz in einem gefühlvoll inszenierten Melodram erneut vor der Kamera ihres Meisters Pedro Almodóvar.

Wenn es um Emotionen geht, schöpft Pedro Almodóvar aus dem Vollen, vor allem, wenn seine Protagonisten Himmel und Hölle durchleben. Nach dem Verlust seines Augenlichts bei einem Autounfall nennt sich Mateo Blanco nun Harry Caine. Ein neuer Name, ein neues Leben? Der blinde Schriftsteller und frühere Filmregisseur wird von den Ereignissen der Vergangenheit eingeholt, als der Finanzmogul Ernesto Martel stirbt, Produzent seines Films "Frauen und Koffer". Als dann noch dessen Sohn auftaucht und ihn bittet, an einem Drehbuch mitzuarbeiten, um Vergeltung am Vater zu üben, führt eine Rückblende ins Jahr 1992, in dem Martel seine Sekretärin und Gelegenheits-Callgirl Lena zu seiner Geliebten und Lebensgefährtin macht. Zwei Jahre später begegnet Blanco der bildhübschen jungen Frau beim Casting, es funkt zwischen ihm und der Schönen, die seine Gefühle erwidert, aber leider dem Biest gehört. Der Eifersüchtige lässt den Fortgang der Dreharbeiten mit der Kamera dokumentieren und von einer Expertin die Lippen von Blanco und Lena lesen, erfährt dabei von ihrer Untreue und ihrem körperlichen Abscheu ihm gegenüber. Bei ihrem Versuch, den goldenen Käfig zu verlassen, rastet der Düpierte aus und als sein weibliches Besitzstück letztendlich doch in die Arme des Nebenbuhlers flieht, schmiedet er einen perfiden Plan, den Regisseur seines Erfolges zu berauben. Das Schicksal gipfelt in einem tragischen Autocrash, bei dem Lena ihr Leben und Blanco die Sehkraft verliert.

Die virtuos verschachtelte Handlung variiert die verschiedenen Zeitebenen mit überraschenden Twists und einem Labyrinth an kleinen Nebengeschichten, verknüpft kunstvoll Realität und Fiktion, schwankt zwischen Melodram, Komödie und Telenovela, zwischen einem Film über die Macht des Films und einem Film über die Macht der Liebe. Visuell folgt Almodóvar dem exzessiven Farbenrausch seiner früheren Werke, Penelope Cruz' Gesicht und Body ist Projektionsfläche männlichen Begehrens. Für den Filmbuff interessant sind die Referenzen auf Almodóvars eigenen Arbeiten wie (bei dem Film im Film "Frauen und Koffer") "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs", aber auch Referenzen auf Henry Hathaways "Kiss of Death" oder Roberto Rossellinis "Reise in Italien". Und wenn es in der letzten Szene, in der Blanco seinen vom Produzenten zerstörten Film rekonstruiert, heißt: "Filme muss man zu Ende machen, auch blindlings", berührt diese Liebeserklärung an die Siebente Kunst. mk.

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Info

Plakat des Films: Zerrissene Umarmungen
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 06.08.2009

Spanien 2009

Länge: 2 h 7 min

Genre: Drama

Originaltitel: Los abrazos rotos

Regie: Pedro Almodóvar

Drehbuch: Pedro Almodóvar

Musik: Alberto Iglesias

Produktion: Esther Garcia

Kostüme: Sonia Grande

Kamera: Rodrigo Prieto

Schnitt: José Salcedo

Ausstattung: Antxón Gómez